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Bürgerradweg Weickede

Brückenschlag für Bürgerradweg

13.06.2012 | 15:46 Uhr
Brückenschlag für Bürgerradweg
Bürgerradweg in Weickede: Die Fundamente für die Brücke sind erstellt, der Lückenschluss in Richtung des Naturschutzgebietes Pöppelsche kann erfolgen.

Weickede. Eine schier endlos erscheinende Geschichte geht jetzt doch ihrem guten Ende entgegen. „Mit dem Brückenbau haben wir die große Hürde genommen“, sagt Stefan Westermeier über den Bürgerradweg in Weickede. Er ist bei der Stadtverwaltung der zuständige Ingenieur und hat das Projekt von Anfang an betreut. Und das über eine ganze Reihe von Jahren.

Im Mai hat die Rüthener Firma Pieper damit begonnen, die Fundamente für die beiden Brückenköpfe zu erstellen. Im Moment sind die Mitarbeiter gerade dabei, den Beton mit Anröchter Stein zu verkleiden. Die Brücke ihrerseits ist vonnöten, um das Haupthindernis im Verlauf des Bürgerradwegs an der L 747 in der Ortsdurchfahrt Weickede zu überwinden: Die Schlucht mit einem vor allem nach Starkregen Wasser führenden Bach. Fünf Meter tiefer schlängelt er sich Richtung Pöppelsche.

300 Meter misst der Bürgerradweg. Er stellt den Lückenschluss zwischen dem bereits aus Richtung Hoinkhausen/Nettelstädt vorhandenen Weg im Ort und dem Weg her, der im Tal weiter in das Naturschutzgebiet Pöppelsche führt. 12 der 300 Meter macht die Brücke aus. Diese wird in Form einer Holz-Stahl-Konstruktion von der Firma Schreiber in Rüthen angefertigt. Die Besonderheit dabei: Sie entsteht komplett auf dem Firmengelände und wird per Kran in Gänze auf die Fundamente aufgesetzt. Dies werde, so Stefan Westermeier, Anfang bis Mitte Juli der Fall sein.

„Dann sind die Anknüpfungspunkte des Weges bekannt und wir spielen den Ball weiter an den Ortsvorsteher“, macht Westermeier klar, dass es an Friedel Zimmermann ist, die Menschen vor Ort zu mobilisieren. Dass dies klappt, daran hegt Westermeier keinen Zweifel. „Am Wegebau wird das Vorhaben nicht mehr scheitern.“ Friedel Zimmermann rechnet dabei auf die Hilfe der Bürger Nettelstädts und Hoinkhausens, mit denen die Weickeder nicht nur das gemeinsame Schützenfest verbinde. Möglichst viele Menschen sollen dann mit anpacken, um den Mutterboden abzuschieben, Schotter einzubringen und den Weg schließlich mit einer so genannten wassergebundenen Decke in Form von Splitt begehbar zu machen.

Je rascher die Bürger an „ihrem“ Radweg arbeiten, je schneller ist er fertiggestellt. Das Projekt an sich wurde bereits 2004 mit einem Antrag an StraßenNRW angeschoben. Es nahm aber erst durch das 2010 aufgelegte Landesförderprogramm Bürgerradwege Fahrt auf. Daraus gibt es einen Zuschuss von 30 000 Euro. Dieser fließt hauptsächlich in den Brückenbau.

Armin Obalski

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