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Kreis als Marke mit positivem Image: Zukunftskonferenz...

Wir sind Siegen-Wittgenstein

04.03.2008 | 17:53 Uhr

Siegen-Wittgenstein. (bor) Der Kreis Siegen-Wittgenstein will sich bis zum Jahr 2020 strategisch ausrichten — und will dies auch nach außen kommunizieren.

 Der Anstoß dazu soll auf einer Zukunftskonferenz gemacht werden, die am Freitag, 2. Mai, auf dem Gelände der Firma Achenbach Buschhütten in Kreuztal stattfindet.

Siegen-Wittgenstein steht mit anderen Regionen in Deutschland und Europa in einem zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb um Einwohner, Fachkräfte und Investitionen. Um nicht auf der Verliererseite zu stehen, sollen regionale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Bildung, Stärken und Ziele des Kreises herausarbeiten und Leitprojekte für die Zukunft entwickeln. Es werden auch Schwächen des Kreises Siegen-Wittgenstein angesprochen, um Konzepte zu entwickeln, diese bestmöglich auszumerzen.

 Einen Interessenkonflikt mit der gerade begonnenen engeren Zusammenarbeit der fünf südwestfälischen Kreise, sieht Landrat Paul Breuer in der Kreis-Initiative nicht.  Die Konferenz steht unter dem Motto „Die Menschen sind unser Kapital”. Schwerpunkte sind die fünf Themen Aus- und Weiterbildung, Wirtschaft und Universität, Infrastruktur sowie Naturraum und Erholung.

 Die Außendarstellung des Kreises Siegen-Wittgenstein soll damit verbessert werden. Das gehe aber laut Breuer nur, wenn „nicht zu viel Bescheidenheit” an den Tag gelegt wird. Frei nach dem Motto „Nur wer sich selbst liebt, kann auch geliebt werden” ist ein Ziel, Wahrnehmungsdefizite abzubauen. Mit einem regionalen Ableger der bajuwarischen Mir-san-mir-Mentalität kann ein innen gelebter Regionalstolz auch nach außen wirken. „Wenn wir nicht über unsere Stärken reden, werden wir weder Investitionen noch Fachkräfte für Siegen-Wittgenstein interessieren, sondern bleiben sehr bald auf der Strecke”, mahnt Breuer.

 Der Siegener Bürgermeister Steffen Mues glaubt sogar, dass sich die Region Siegen-Wittgenstein besonders anstrengen muss, um in Zeiten des demografischen Wandels Fachkräfte zu binden. Mues sieht die Ballungszentren an Rhein und Ruhr gegenüber der Region im Vorteil: „Man muss die Leute locken, mit Marketingkonzepten”.

 Die Zukunftskonferenz am 2. Mai, zu der u.a. die nordrhein-westfälischen Minister Prof. Andreas Pinkwart (Wissenschaft) und Christ Thoben (Wirtschaft) zu Gast sein werden, soll der Einstieg in einen längeren Prozess sein. Regelmäßige Treffen der fünf Arbeitsgruppen sollen in den kommenden Jahren das Konzept Siegen-Wittgenstein 2020 weiter ausarbeiten.

Boris SCHOPPER



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