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Rechenzentrum der Uni Siegen in Neubau umgezogen - New Data Center

27.06.2012 | 10:00 Uhr
Rechenzentrum der Uni Siegen in Neubau umgezogen - New Data Center
Die Uni Siegen hat ihr neues Rechenzentrum eröffnet: New Data Center heißt die Einrichtung. Foto: Jens Plaum

Siegen.   Die Uni in Siegen hat ein neues Gehirn. Und zwar ein grünes. Das Rechenzentrum der Hochschule ist in einen 3,8 Millionen Euro teuren Neubau umgezogen. Und grundlegend saniert worden. Das New Data Center (NDC), so der Name der Einrichtung, ist am Dienstagvormittag eingeweiht worden.

Die erste Datenzentrale stammte aus dem Jahr 1974. Im Verlauf der Jahre haben sich die Anforderungen an Komponenten wie Rechnerleistung, Stromversorgung, Klimatechnik und Brandschutzsysteme erheblich weiterentwickelt.

Kurzum: Das Rechenzentrum war in die Jahre gekommen und an seine Leistungsgrenzen gestoßen. Eine externe Analyse im Jahr 2007 ergab, dass ein Neubau die beste Alternative darstelle. Geld aus dem Konjunkturprogramm II sowie aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm ermöglichten den Bau, der im Sommer vor zwei Jahren begann.

Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung kombiniert

Die Hauptnutzfläche des Gebäudes beläuft sich auf rund 450 Quadratmeter. Die Serverbetriebsraumfläche, also das Gehirn des Campus, ist im Obergeschoss und umfasst etwa 240 Quadratmeter. Das Besondere der neuen Einrichtung wartet im Untergeschoss: das Blockheizkraftwerk. Denn das NDC wurde im Sinne der grünen Informationstechnologie (Green IT) konzipiert. Das heißt, der Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen kommt besondere Bedeutung zu. Das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk ist mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung kombiniert. Das kleine Kraftwerk dient der Stromversorgung der elektronischen Datenverarbeitung.

INFO
Virtuelle Computer im Einsatz
Virtuelle Computer im Einsatz

Die Pläne zum weiteren Ausbau des Hochschulnetzes wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) begutachtet und werden vom Land NRW gefördert. Bis 2015 werden insgesamt 7 Millionen Euro investiert. In Zukunft will die Universität auf Virtuelles setzen. Anstelle vieler Computer, die für unterschiedliche Dienste benötigt, aber nur zu einem geringen Teil ausgelastet sind, übernehmen mit Hilfe einer Software virtuelle Rechner diese vielfältigen Aufgaben.

Es liefert aber auch die Energie für die technische Gebäudeausrüstung. Überschüsse können ins Stromnetz der Uni eingespeist werden. Im Sommer erzeugt die Absorptionskältemaschine aus der Abwärme Kälte zur Kühlung der Serverschränke. Dabei werden nur die Schränke gekühlt, nicht der ganze Raum. Im Winter nutzt die Anlage Außenluft, um für die richtige Arbeitstemperatur zu sorgen. Das Blockheizkraftwerk kann dann nahezu den ganzen Campus Hölderlinstraße wärmen. Zudem gibt es in den relevanten Bereichen eine doppelte Sicherheit.

Strom für IT-Raum erzeugt ein gasbetriebener Motor

Den Strom für den IT-Raum erzeugt ein gasbetriebener Motor. Sollte der ausfallen, springt der Haus-Stromanschluss ein. Sollte die Absorptionskältemaschine nicht arbeiten, übernimmt eine zusätzliche elektrische Kompressionskältemaschine die Aufgabe, die Serverschränke zu kühlen. Auf der Serverbetriebsfläche können maximal 72 Schränke Platz finden. In Zukunft sollen alle bisher noch dezentral betriebenen Server ins NDC umziehen. Um einen schnellen und zuverlässigen Zugriff auf diese Server sicherzustellen, ist der weitere Ausbau des Hochschulnetzes vorgesehen.



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