50er-Jahre-Film „Der Eisenwald” ist jetzt auf DVD in Buchhandlungen erhältlich
16.11.2007 | 15:26 Uhr 2007-11-16T15:26:00+0100
Freudenberg. (hep) Im Gastro-Kaffee des Technikmuseum an der Olper Straße wurde in einer kleinen Präsentation ein großes, fast schon vergessenes filmisches Zeitzeugnis vorgestellt.
Die Firma Mundos TV präsentiert dem heimatverbundenen Betrachter einen filmischen Leckerbissen der noch ideal auf den Weihnachtswunschzettel passt. Dieses cineastische Meisterwerk der frühen 50er Jahre zeigt das Siegerland und seine arbeitenden Menschen in einer schwarz/weiß Dokumentation.
„Der Eisenwald”- Film wurde im Jahr 1952/53 von der ehemaligen Dreyer-Kulturfilm aus Düsseldorf im 35mm Kinoformat gedreht. Nach zeitintensiver Recherche konnten nicht nur die Rechteinhaber, sondern auch das konservatorisch eingelagerte Filmmaterial ermittelt werden, das rund 50 Jahre in den Tiefen des Bundesarchivs in Berlin eingelagert war. Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen als Filmproduzent arbeitete, drehte der Kameramann Herbert Apelt mit einem Produktionsteam über mehrere Monate dieses lehrreiche Zeitdokument. Apelt, der heute 83jährig in München lebt, stand übrigens auch für zahlreiche Filme des legendären Louis Trenker hinter der Kamera. Material restauriertNach vertraglicher Regelung der Vervielfältigungsrechte konnte mit der Realisierung begonnen werden. Um den Film in nie zuvor gesehener Qualität den Menschen dieser Region wieder zugänglich zu machen, wurde eine Münchener Spezialfirma mit der Restauration und Digitalisierung des Materials beauftragt. Der Eisenwald ist ein zeitgeschichtliches Filmdokument über die südwestfälische Lebens- und Arbeitswelt der frühen 50iger Jahre. Er zeigt in beeindruckenden und längst vergangenen Bildern, eine damals seit Generationen betriebene Haubergswirtschaft die nicht nur die Lohe für die Lederindustrie sondern auch das Holz für die Holzkohleherstellung - die Köhlerei - und den damit notwendigen Brennstoff zur Eisenverhüttung lieferte. Eindrucksvoll zeigt der Film die kräftezehrende und harte körperliche Arbeit des Erzabbaues unter Tage, die den dort arbeitenden Menschen frühzeitig Opfer an Gesundheit und Leben abforderte. Ebenso war die Arbeit in den Hütten- und Walzwerken nicht weniger anstrengend. Eine überwiegend manuelle und gefahrvolle Knochenarbeit in großer Hitze, mit glutheißem Stahl, denn Schutzbekleidung gab es damals noch nicht. Nach Schichtende begleitet die Kamera die heimkehrenden Männer in die Stille der Dörfer und die dann anschließende Arbeit mit der übrigen Familie auf den Feldern oder im Hauberg. Kommentiert wird der Film von dem damals großen Schauspieler und Sprecher Mathias Wieman.
Als Bonusmaterial enthält die DVD eine Fassung, in der die damaligen Drehorte mit heute verglichen werden können. Einige sind noch erkennbar, Viele haben sich stark verändert. „Der Eisenwald” ist in einer aufwendigen attraktiven Metallbox erhältlich. Die Auflage ist mit 999 Exemplaren streng limitiert! Ein wertvolles Stück Zeitgeschichte in einer zum Thema passenden Verpackung. Ab Mitte November ist der Film im Siegerländer Buchhandel erhältlich oder unter der Bestell Tel. Nr.: 0271-6819606.
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