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Blutspende

Versprechen seiner Frau miterfüllt

26.02.2014 | 10:29 Uhr
Versprechen seiner Frau miterfüllt
Er leistet seine 150. Blutspende: Siegfried Drees im Kreise der Betreuerinnen, von links,Edith Biallas, Gertrud Pletzinger, Monika Segrefe, Else Ziegert und Ferdinande Bischopink.Foto: Gudrun Schulte

Cobbenrode.   Siegfried Drees aus Cobbenrode hat zum 150. Mal Blut gespendet - das erste Jubiläum dieser Art in der Gemeinde Eslohe. Gemeinsam mit seiner Frau hatte er 1969 begonnen, regelmäßig Blut zu spenden.

Blutspenden ist heute wichtiger denn je, so konnte man es dieser Tage bei uns in der Zeitung lesen. Einen, der sicher einen Riesenanteil an diesem Einsatz für die gesamte Bevölkerung geleistet hat, ist Siegfried Drees aus Cobbenrode. Er spendete jetzt zum 150. Mal Blut – erstmals in der Gemeinde Eslohe.

Damit ging jetzt eine Geschichte zu Ende, die vor rund 45 Jahren begann. 1969 beschlossen Siegfried Drees und seine Frau Ingrid, regelmäßig Blut zu spenden. Beide hatten sich von Anfang an das Ziel gesetzt, hundertmal zu spenden. Allerdings musste Ingrid Drees schon nach 49 Spenden aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Das stimmte sie sehr traurig, hätte sie doch nach dem 50. Mal die Goldene Ehrennadel des DRK verliehen bekommen.

Beeindruckt von großherziger Geste

Diese Tatsache sprach sich bis nach Hagen zur damaligen Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Blutspendedienstes West herum. Beim nächsten Dienstgeschäft im Sauerland, besuchte sie Ingrid Drees und verlieh ihr die Goldene Nadel, nebst Urkunde. Von dieser großherzigen Geste beeindruckt, versprach Ehemann Siegfried spontan, die 50 Spenden, die seine Frau nicht mehr leisten konnte, zusätzlich zu seinen geplanten 100 abzugeben.

Jetzt erfüllte der rüstige Pensionär sein Versprechen und gab die 150. Blutspende im Haus des Gastes ab. „Für mich ist damit Schluss, schließlich bin ich nicht mehr der Jüngste“, lacht der 71-Jährige. „In den letzten Jahren habe ich im Schnitt immer alle dreieinhalb Monate gespendet, um diese Zahl zu erreichen und ich bin glücklich, dass ich so lange gesund geblieben bin, um mein Versprechen an meine inzwischen verstorbene Frau einlösen zu können. Als äußeres Zeichen habe ich ihr blutrote Rosen aufs Grab gestellt“, verrät er.

Helferinnen brauchen Nachwuchs

Im Haus des Gastes sind an diesem Abend zahlreiche Spender vertreten. Wie immer in der Gemeinde Eslohe. Im DRK-Ortsverband Meschede-Eslohe und überhaupt im ländlichen Bereich kann man sich über ein mangelndes Spendenaufkommen nicht beklagen. In Cobbenrode konnte man zudem sehen, dass der Anteil junger Leute recht gut ist. Allerdings haben die Helferinnen um Gertrud Pletzinger und Monika Segrefe ein anderes Problem: „Wir brauchen dringend Nachwuchs für die Betreuung der Spender. Unser Team ist doch langsam in die Jahre gekommen. Es wäre schön, wenn sich Jüngere zu uns gesellen könnten. Wir schmieren nicht nur Brötchen, kochen Eier und machen Würstchen heiß, wir haben auch viel Spaß bei der Betreuung“, erzählen die Damen.

Gudrun Schulte

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2014-02-26 10:29
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