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Meschede-Eversberg - das Ackerbürger-Städtchen

25.04.2012 | 15:57 Uhr
Meschede-Eversberg - das Ackerbürger-Städtchen
Die katholische Pfarrkirche in Meschede-Eversberg.

Meschede-Eversberg.   750 Jahre ist Eversberg im Sauerland alt. 1975 verlor der Ort die Stadtrechte durch die kommunale Neugliederung an Meschede. 1981 wurde Eversberg im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ als Bundesgolddorf ausgezeichnet.

Von der Autobahn winkt der Kirchturm mit barocker Haube den Vorbeifahrenden: „Es lohnt sich, Eversberg anzuschauen!“ Während aus südlicher Richtung die Hügelkette der „Caller Schweiz“ heftig auf und nieder wogt, kann man am Ende der BAB 46 (Anschlussstelle Bestwig, Nr. 71) zweimal rechts fahren und erreicht über Wehrstapel mit einer aufsteigenden Straße die schöne historische Bergstadt am Fuß des Schlossberges im Naturpark Arnsberger Wald.

750 Jahre ist die Stadt alt, die aber 1975 ihre Stadtrechte durch die kommunale Neugliederung an Meschede verloren hat. 1981 wurde Eversberg im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ als Bundesgolddorf ausgezeichnet.

Holz und Weiden zur Stadtgestaltung

1242 gründete Graf Gottfried III. (Arnsberger Grafengeschlecht) die Stadt Eversberg, um sein Land zu sichern, das ringsum von den Besitzungen des Erzstiftes Köln umgeben war. Die Stadt erhielt das „Lippstädter Recht“ und eine eigene Münzstätte, die Gerichtsbarkeit und das Marktrecht.

Kontakt
Anschriften

Verkehrsverein Eversberg
Hoppegarten 19 59872 Meschede-Eversberg
Telefon 0291/6823

Tourist-Information „Rund um den Hennesee“
Le-Puys-Straße 6–8, 59872 Meschede
Telefon 0291/9022443, Fax 0291/992453
meschede@hennesee-tourismus.de

Der Graf wies Eversberg Holz und Weiden zu, um die Bürger zur Stadtgestaltung anzuspornen. Beim Verkauf der Arnsberger Grafschaft wurde Eversberg doch „kurkölnisch“. Viele Schicksale mussten unter dem Schlossberg erduldet werden: hessische Besetzung, Verpfändung an das Haus Lippe, Widerstand gegen das reformierte Bekenntnis, Hexenprozesse, Pest und Brände, Plünderungen im Dreißig- und Siebenjährigen Krieg.

Buchtipp
Schönes NRW

Dieser Text stammt aus dem Buch "Schönes NRW - Reiseführer zu den historischen Stadt- und Ortskernen in Nordrhein-Westfalen", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht´s zum Online-Shop des Klartext Verlages.

In einem Rathaus aus Fachwerk wurde auch der Unterricht für die Kinder aus Eversberg durchgeführt; eine ältere Schulstätte bestand schon 1695. Mit Velmede wird die Samtgemeinde (von „zu samt“ = zusammen, Gemeindeverband) Eversberg gebildet, später das Amt Eversberg, insgesamt preußisches Staatsgebiet.

Trotz einer Schiefergrube war die Landwirtschaft wichtigster Wirtschaftszweig; 1846 gab es hier die erste Textilfabrik in Westfalen, dazu zahlreiche kleinere Brennereien für den Hausgebrauch sowie Flachs- und Wollverarbeitung.

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