In letzter Minute
26.01.2010 | 13:02 Uhr 2010-01-26T13:02:00+0100
Schmallenberg. (beil) Ein kabarettistisches Weltuntergangszenario hat die Münchner Lach- und Schießgesellschaft den Besuchern am Sonntagabend im ausverkauften Lichtwerk geboten.
„Last Minute” ist ein faustischer Prolog im Himmel mit anschließendem irdischen Spektakel und zugleich ein grandioses Bühnenstück der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Darin begegnet Alexandra auf ihrer Last-Minute-Reise dem Erzengel Gabriel und sieht das Ende der Welt vor sich.
Es war ein Heimspiel für die gebürtige Fredeburgerin Sonja Kling. Sie bucht als deutsche Touristin Alexandra eine Last-Minute-Reise nach Neapel ins Hotel Paradiso. Das im Reiseprospekt noch angepriesene Hotel erweist es sich jedoch schnell als Bruchbude mit verstopftem Klo in einer von Müllbergen überwucherten Stadt. Und als Alexandra dann noch der Erzengel Gabriel erscheint, kommt dem Begriff „Last Minute” eine doppelte Bedeutung zu, die weniger schön ist.
Im Verlauf der Handlung „schießt” die Münchner Lach- und Schießgesellschaft gekonnt und quasi nebenbei Spitzen in Richtung Politik und Gesellschaft ab. Mit den Worten „Ihr seid frei, euch richtig zu entscheiden” gibt diese Aufgabe an die gespannten Gäste weiter.
„Auf diese Vorstellung haben wir uns seit Wochen gefreut”, sagte Regine König vom Organisationsteam der Ausstellung „Weltethos”. „Und es war ein voller Erfolg. Für uns als Veranstalter sowie für unsere Gäste war es ein Erlebnis der besonderen Art.”
Eingeladen waren die Schauspieler der Münchner Lach- und Schießgesellschaft im Rahmen der Wanderausstellung „Weltethos”. Mit seiner frechen Vorstellung bildete das Ensemble den abschließenden Höhepunkt des Rahmenprogramms.
Dank des hohen persönlichen Einsatzes von Regine König, Barbara und Sonja Kling, Jürgen Rohrbach und vielen anderen SchmallenbergerInnen konnte ein hochkarätiges Begleitprogramm zum gemeinsamen Weltethos realisiert werden.
Das Schmallenberger Organisationsteam dankte allen Besuchern, Sponsoren, ehrenamtlichen Helfern sowie der Stadt Schmallenberg für das rege Interesse und die bemerkenswerte Hilfsbereitschaft.
Bis Mittwoch, 27. Januar, ist die Ausstellung „Weltethos” noch in der Akademie Bad Fredeburg sowie im Schmallenberger Holz- und Touristikzentrum. Im Anschluss daran wird sie im Winterberger Rathaus zu sehen sein.
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