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Auch Meschede ist Teil von „Wikipedia“

26.01.2016 | 05:34 Uhr

Meschede. Wenn in diesem Monat das Internetlexikon Wikipedia sein 15-jähriges Bestehen feiert, dann ist auch Meschede als Teil des interaktiven Werkes vertreten. Denn die „freie Enzyklopädie“, wie sich das Portal selbst bezeichnet, bietet interessierten Nutzern zahlreiche Fakten und Wissenswertes rund um Meschede.

Verwaltet wird das Lexikon dabei durch seine Nutzer - alleine am Stammartikel über Meschede beteiligten sich im vergangenen Jahr rund 35 Personen. Einer von ihnen ist der Mescheder Stefan Didam: „Ich bin schon seit zehn Jahren aktiv dabei und arbeite seit einiger Zeit am sogenannten Portal Sauerland in der Enzyklopädie“. Allerdings gebe es noch viel zu tun. „Gerade der Artikel über Meschede benötigt noch einiges an Überarbeitung“, erklärt der im Hauptberuf bei der Polizei tätige Didam.

Fachliteratur bevorzugen

Gänzlich unkritisch sollte man das Werk aber sowieso nicht nutzen, wie Ursula Jung vom Mescheder Stadtarchiv zu bedenken gibt: „Offensichtliche Fehler habe ich zwar noch keine gefunden, für detaillierte Informationen würde ich aber doch immer entsprechende Fachliteratur bevorzugen“, sagt die Expertin.

Denn neben möglicherweise unentdeckten Fehlern würde sich teilweise auch die Schwerpunktsetzung deutlich von herkömmlichen Standardwerken unterscheiden. Für schnelle Abfragen sei Wikipedia allerdings gut geeignet, ist sich Jung sicher. Wer grundlegende Informationen zur Stadt sucht, der findet in der Enzyklopädie tatsächlich eine relativ zuverlässige Datensammlung über Meschede.

Laut dem Eintrag in Wikipedia beträgt zum Beispiel die Fläche der Stadt genau 218,5 Quadratkilometer, auf denen sich, Stand Dezember 2014, genau 30 002 Einwohner verteilen. Aber auch die aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat, die klimatischen Bedingungen und auch die Flächennutzung sind Thema auf der Seite.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren auch die zahlreichen Baudenkmäler in und um Meschede: Neben der Abtei Königsmünster findet sich unter anderem auch ein Verweis auf die Klausenkapelle sowie auf den jüdischen Friedhof. Auch zahlreiche Personen, die eng mit der Stadt verbunden sind, finden sich in dem Portal wieder: Unter anderem der 1842 in Meschede geborene Karl Lehr, der bis 1919 Oberbürgermeister der Ruhrgebietsmetropole Duisburg war. Auch der ebenfalls in Meschede zur Welt gekommene Autor des Brettspiels „Carcassonne“, Klaus-Jürgen Wrede, findet nicht nur Erwähnung, sondern ist auch Gegenstand eines eigenen Artikels. Aber auch Einrichtungen, die mit der Stadt in Verbindung stehen, werden erwähnt: So wird etwa der durch das Stadtgebiet verlaufenden Autobahn 46 ein eigener Eintrag gewidmet, während sich andere Verweise mit den ansässigen Unternehmen beschäftigen.

Infos aus dem Stadtarchiv

Ein großer Teil des Eintrags widmet sich aber auch der langen Historie der Stadt. Dabei stammen einige der Informationen wiederum aus dem Stadtarchiv: „Ich habe hier schon Leute zu Gast gehabt, die mir erzählt haben, dass sie nach Informationen für Wikipedia suchen“, sagt Ursula Jung. Die Stadtverwaltung würde sich allerdings nicht an den Einträgen beteiligen.

Patrick Schlos

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Auch Meschede ist Teil von „Wikipedia“
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