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Forschung

Chemie-Studenten können bereits in Laboren in Kleve forschen

14.03.2012 | 23:00 Uhr
Chemie-Studenten können bereits in Laboren in Kleve forschen
Die HRW im ehemaligen Gebäuden der National Starch an der Kalkarer Straße. Die dortigen Labore werden übergangsweise genutzt. Hier: Professor Peter Simon in seinem Labor. Foto: Roy Glisson / WAZ Foto Pool

Kleve.   Die Fakultät „Life Sciences“ der Hochschule Rhein Waal forscht derzeit noch in Laboren an der Landwehr und in den ehemaligen Verwaltungsräumen von National Starch an der Kalkarer Straße in Kleve. Doch in Zukunft steht der Umzug an den Spoykanal an.

Wenn Professor Peter Simon von der Hochschule Rhein Waal vereinfacht erklären möchte, was er eigentlich in seinen Laboren an der Kalkarer Straße in Kleve so macht, dann holt er aus seinem Schrank gerne ein Stückchen Fahrradschlauch und eine Plexiglasscheibe hervor. Er hält die beiden ungleichen Gegenstände vor sich hin und macht seinem Gegenüber klar, dass er diese Teile, auf mikroskopisch kleiner Nano-Ebene miteinander verbinden kann.

Fahrradschlauch und Plexiglas – für den Laien passt das nicht unbedingt zusammen. Aber Professor Simon forscht da, wo ein simples Reagenzglas nicht mehr ausreicht. Der Professor für organische und polymere Chemie baut die Kunststoffe sprichwörtlich aus ihren Einzelteilen zusammen – aus ihren einzelnen Molekülen. Am Ende seiner Forschung sollen die Grundlagen für einen Proteinfilter gelegt sein.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“

Professor Simon startete in Kleve bereits seine ersten Experimente. Untergebracht ist die Fakultät „Life Sciences“ an der Landwehr und in den ehemaligen Verwaltungsräumen von National Starch an der Kalkarer Straße in Kleve. Für den 42-Jährigen ein Glücksgriff: Wo einst das Unternehmen Henkel Klebstoffe herstellte, können Professor Simon und seine Kollegen bis zum Umzug an den Spoykanal die Labore nutzen. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“.

Bis zum Sommer hat Simon noch Zeit, sein Labor schrittweise aufzubauen. Die Ausstattung ist langwierig, da vieles speziell angefertigt werden muss. So fehlen etwa noch Glaskolben, in denen der Chemiker Versuche durchführt, die in der Gegenwart von Wasser und Sauerstoff nicht funktionieren.

Trotzdem kann Professor Simon mit seinen Studierenden auch heute schon umfangreich arbeiten. Die Labore sind perfekt ausgestattet und bieten 30 Studierenden einen Arbeitsplatz, wo sie grundlegende Versuche durchführen: So lernen diese zum Beispiel chemische Elemente durch die Färbung einer Flamme zu identifizieren oder wohlriechende Duftstoffe aus alltäglichen Stoffen zu gewinnen.

Forschung in der Polymer-Chemie

Besonders stolz ist Professor Simon auf seine jüngste Anschaffung: ein Gelpermeations-Chromatograph. Ein hoch-technisches Gerät, das gelöste Kunststoffe ihrer Größe nach trennt. 40.000 Euro kostet die Apparatur, mit dem Professor Simon seine Forschung in der Polymer-Chemie betreibt – Spitzentechnologie in Kleve.

In einem speziellen Bereich testet Professor Dirk Bockmühl die mikrobiologische Belastung von Wasch- und Spülmaschinen. Auch seine Labore der Sicherheitsstufe zwei sind an der Kalkarer Straße untergebracht in denen gemeinsam mit den Studierenden unterschiedliche Schimmelpilzbildungen analysiert werden und untersucht wird, welche Gemeinschaften von Bakterien in der Umwelt nachzuweisen sind. Ein Ergebnis für die Hausfrau: „Hitze tötet immer noch am Besten ab“, sagt der technische Mitarbeiter Ralf Lucassen.

Andreas Gebbink



Kommentare
16.03.2012
11:55
Chemie-Studenten können bereits in Laboren in Kleve forschen
von tanja24 | #1

Hochschule Ruhr West???? Wer hat den Artikel denn geschrieben? Mal wieder ein freier Mitarbeiter, der für einen Hungerlohn recherchieren, schreiben und fotografieren muss? Und vielleicht noch nicht einmal gehört hat, dass NAMEN bei der journalistischen Arbeit das A und O sind? Richtig muss es heißen HOCHSCHULE RHEIN-WAAL!!!! Dort lehrt auch Herr Prof. Simon, dort ist auch die Kalkarer Straße. Falscher Name, falsche Verlinkung - und mal wieder ein Armutszeugnis für die WAZ... Peinlich!

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