Das aktuelle Wetter Herne 26°C
Kino-Film

"Die Vampirschwestern" leben in einer Herner Siedlung

02.01.2013 | 15:24 Uhr
"Die Vampirschwestern" leben in einer Herner Siedlung
Filmszene aus "Die Vampirschwestern". Der Kinofilm wurde teilweise in Herne gedreht.Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Herne.   Gerade ist der deutsche Kinderfilm „Die Vampirschwestern“ in den Kinos angelaufen. Darin geht es um eine Familie, die aus dem transsilvanischen Bisstrien ins deutsche Bintburg auswandert. Und das liegt in der realen Welt in Börnig. Als Wohnort der Vampirfamilie wurde die Herner Siedlung herausgeputzt.

Spätestens seit weltweit Tausende Fans für den Anblick ihrer angebeteten Schauspieler stundenlang Schlange stehen, nur um dann überwältigt in Ohnmacht zu versinken, ist eines klar: Vampire sind in.

Um dem Format eine kindgerechte Alternative zu liefern, ist nun der deutsche Kinderfilm „Die Vampirschwestern“ in den deutschen Kinos angelaufen. Darin geht es um eine Familie, die aus dem transsilvanischen Bisstrien ins deutsche Bintburg auswandert, der Heimatstadt der menschlichen Mutter (Christiane Paul), die nun auch als Wohnort für den vampirischen Vater (Stipe Erceg) und die beiden Halbvampir-Töchter (Marta Martin und Laura Roge) dienen soll.

Basierend auf den gleichnamigen Kinderbüchern von Franziska Gehm wird eine reichlich vorhersehbare, aber dennoch unterhaltsame Geschichte über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens erzählt, in denen Jungs und unliebsame Schulkameraden ebenso eine Rolle spielen wie nächtliches Flugtraining und Blutreserven im Kühlschrank.

Vampire in der Reihenhausidylle

Der aufmerksame Herner wird nach gut zehn Minuten Einführungsgeschichte innehalten: Die Siedlung, in die die Tepes-Familie zieht, sieht doch reichlich bekannt aus. Und tatsächlich – der Film wurde teilweise in Herne gedreht . Die Laubenstraße in der Teutoburgia-Siedlung diente als Wohnort der Vampirfamilie und wurde dafür aufwändig herausgeputzt.

Im Film hat die Herner Laubenstraße den Charakter der etwas spießigen, aber gemütlichen Einfamilienhaus-Siedlung. Die ungewöhnlichen neuen Nachbarn finden Platz in einem von Efeuranken umwucherten Haus. Die Straße solle ein Stück heile Welt darstellen, berichtete Co-Produzent Jakob Claussen im Vorfeld (die WAZ berichtete); nach langer Suche war das Produktionsteam schließlich auf den Herner Drehort gekommen.

Nieselwetter nicht erkennbar

Diese Ziel wurde in der Umsetzung durchaus erreicht: Das Nieselwetter des Sommers ist in keiner Minute im Film erkennbar. Alles sieht heimelig aus, die freundliche Oma mit Hund von nebenan sorgt sich um ihre Blumen, während Vampirjäger Van Kobast (Michael Kessler) sein Haus als Antwort auf die ungebetene Nachbarschaft reichlich mit Knoblauch ausstattet.

Film
Vampiralarm in der Kleinstadt

Die Halbvampirinnen Silvania und Dakaria ziehen in die Provinz, wo es für sie richtig gefährlich wird. Ihr neuer Nachbar ist ein Vampirjäger.

Diese deutsche Idylle trägt zu dem Film wesentlich bei, der in gewohnten Spannungszyklen die Vampirgeschichte behandelt. Der Zuschauer fühlt sich an Szenen aus der Fernsehserie „Der kleine Vampir“ erinnert, oder an den eulenwendenden Postweg aus Harry Potter, als eine Fledermaus die Einladung zum Flugwettbewerb übermittelt. Die Erwartungen seines Genres erfüllt der Kinderfilm allemal: Die Herner Kulisse trägt dazu bei.

Eva Hieber


Kommentare
Aus dem Ressort
Kirmes-Gottesdienst findet ohne „Hotte“ Schröder statt
Cranger Kirmes
Wenn in diesem Jahr am ersten Kirmessonntag um 10 Uhr der traditionelle Gottesdienst in der Bayernfesthalle beginnt, werden die Besucher auf zwei bekannte Gesichter verzichten müssen: „Schausteller-Pfarrer“ Horst Heinrich und „Mondritter“ Horst Schröder sind nicht mehr mit von der Partie.
Bürger in Herne sauer über Verspätungen bei der Entsorgung
Gelbe Säcke
Nicht zum ersten Mal blelben im Augenblick in einigen Stadtbereichen Gelbe Säcke deutlich über den Abfuhrtermin hinaus liegen. Die Entsorgungsfirma Borchers erklärte dies mit erheblichen krankheitsbedingten Personalengpässen. Das Duale System Deutschland hat sich nun eingeschaltet.
Grüne unterstützen Kritik an PCB-Behandlung in Herne
Unternehmen
Bündnis 90/Die Grünen kritisieren, dass bei Sita an der Südstraße in Herne Müll aus dem Alt-Atomkraftwerk Würgassen verbrannt werden soll. Damit schließt sich die Partei der Umweltschutzorganisation BUND an, die am Montag auf die Verbrennung aufmerksam gemacht hatte.
Cranger Kirmes - Güldene „579“ schmückt das neue Cranger Tor
Freizeit
Gülden schimmert die „579“ im gleißenden Mittagslicht über Crange. Die Zahlenkombination schmückt seit gestern die Mitte des Cranger Tors und weist auf die Kirmes hin, die zum 579. Mal stattfindet. Das Tor wurde für dieses Jahr neu angefertigt. Im letzten Jahr war es von einem LKW zerstört worden.
Herner machen mit ihren Erinnerungen das Schloss lebendig
Emschertalmuseum
Für die Sonderausstellung „Schloss-Geschichte(n)“ hat die mit der Gestaltung beauftragte Gesellschaft ConCultura aus Bonn die Herner nach ihrem persönlichen Bezug zu Schloss Strünkede gefragt. 80 Bürger und Bürgerinnen haben mitgemacht. Sie steuerten Briefe, Fotos, Geschichten und Exponate bei.
Fotos und Videos
Party vor der Kulturbrauerei
Bildgalerie
Kirmes-Warm-Up
Schlagerstars rocken vor der Akademie
Bildgalerie
Schlagerfest
WAZ-Leser im Lehrgarten des BUND
Bildgalerie
Ökogarten
Aufbau der Cranger Kirmes
Bildgalerie
Volksfest