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Schulpflegschaft fordert mehr Vertretungslehrer

Immer mehr Schulstunden fallen aus

20.01.2009 | 11:57 Uhr

Alme/Madfeld/Thülen. Die Schulpflegschaft der Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen wehrt sich. Denn die Lehrer-Vertretungsreserve des HSK für Schulen reicht ihrer Ansicht nach nicht aus. Wenn Lehrer erkranken, fallen dadurch immer wieder viele Schulstunden aus. Die Eltern haben daraufhin einen Besc

Die Eltern haben daraufhin einen Beschwerdebriefe zum Ministerium nach Düsseldorf geschickt. Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hubert Kleff sowie der schulpolitische Sprecher der CDU im Landtag, Klaus Kaiser, kamen in die Verbundschule. Sie zeigten Verständnis für die Probleme und versprachen, sich an richtiger Stelle für die Schule einzusetzen.

Die Stunden erkrankter Lehrer oder die der Lehrerinnen, die wegen kursierender Kinderkrankheiten manchmal wochenlang keinen Unterricht erteilen dürfen, da sie schwanger sind, können nicht vertreten werden, sagt die Schulpflegschaft. „Lehrer der Vertretungsreserve, die eigentlich hier für Vertretung vorgesehen sind, arbeiten größtenteils in Schulen in denen langzeit-erkrankte Lehrer fehlen und somit sind sie für den flexiblen Vertretungseinsatz an anderen Schulen nicht frei”, so die Eltern. Begegnen könne man diesem Problem nur mit Überstunden der Lehrkräfte, die aber sowieso schon bis an die Grenzen belastet seien und dabei teilweise selber krank würden. Oft müssten Klassen in der Not parallel unterrichtet bzw. beschäftigt werden, worunter die Unterrichtsqualität leide.

Die Forderung der Elternschaft: Wenn, die so wichtige Bildung für unsere Kinder nicht auf der Strecke bleiben soll, dann muss die Vertretungsreserve des HSK drastisch erhöht werden. Wünschenswert wäre für jede Schule eine ausreichende Vertretungsreserve. Diese könnte - wenn kein Vertretungsbedarf anstehe - für die eingeforderte individuelle Förderung eingesetzt werden.

Die Situation von Vertragslehrern wurde ebenfalls diskutiert. Junge Lehrer erhalten meist zu Beginn ihrer Tätigkeit Zeitverträge. Diese Konditionen sind teilweise unzumutbar, da die Betroffenen ständige Schulwechsel in großem Radius in Kauf nehmen müssen. Bei Festanstellung muss er sich für zwei Jahre verpflichten im Vertretungspool zu arbeiten, was für ihn wieder ständigen Standortwechsel bedeutet. Die Forderung der Elternschaft: Den Einstellungsmodus für neue Lehrer überdenken!

MdL Klaus Kaiser berichtete, dass im HSK nicht nur ein Ärzte- und Führungskräftemangel bestehe, sondern auch ein Lehrermangel. Junge Lehrer ziehe es mehr in Städte und Ballungsgebiete. Man müsse sich Gedanken machen, wie der HSK für sie attraktiv gemacht werden könne. Kaiser forderte dazu auf, Ausschau zu halten nach Lehrern ohne Anstellung.

Redaktion


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