Das Sauerland vergreist und verliert Einwohner
02.01.2010 | 09:09 Uhr 2010-01-02T09:09:00+0100
Altkreis. Der Hochsauerlandkreis steht demographisch vor einer großen Herausforderung. Dass die Zahl der jungen Leute in den nächsten 30 Jahren rapide zurückgehen wird und immer mehr Senioren im Sauerland leben, haben die Statistiker erst unlängst anhand von Zahlen dokumentiert.
Aber auch die neuesten amtlichen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung zeigen, wie rasant das Sauerland kleiner wird.
272.969 Bürger im HSK
Für den gesamten HSK hatten die Statistiker zum Stichtag 30. Juni 2008 noch 272.969 Bürger ermittelt. Exakt ein Jahr später sind es bereits 2205 weniger. Frauen sind übrigens in der Mehrzahl: Auf 137.048 Sauerländerinnen kommen nur 133.716 Männer.
Ein Blick in die einzelnen Kommunen: Brilon verliert binnen eines Jahres 206 Bürger. Es bleiben 26.607. Gäbe es eine Abstimmung unter Männern und Frauen, ob das weibliche Geschlecht mit zur Schnade gehen dürfte, gingen alle Frauen zur Wahl und wären dafür, hätten die Männer ein Problem. Denn in der Stadt leben 13.539 Frauen - das ist eine Überzahl von 471 Personen.
Hallenberg verliert 47 Bürger und bringt es noch auf 4448 Einwohner. Eine Zahl, die der Nuhnestadt schon lange quer runter geht. Denn im Rathaus kommt man auf mehr Einwohner - was auch mehr Schlüsselzuweisungen bedeuten würde.
Männlein-Weiblein-Verhältnis
Ein altes, aber nach wie vor ungelöstes Problem. Das Männlein-Weiblein-Verhältnis entscheidet auch in der kleinsten Stadt des HSK das weibliche Geschlecht für sich. 2235 Frauen - das sind 22 mehr. Dennoch: Wegen möglichen Männermangels sind die Passionsspiele auch langfristig nicht gefährdet.
Marsberg büßt 256 Bürger ein und kommt noch auf 21.151. Einzige Ausnahme unter den sechs Altkreisstädten: In Marsberg haben die Männer noch die Hosen an, heißt: es gibt 169 Mannsleute mehr als Frauen.
In Medebach lebten zum 30. Juni 2009 noch 8008 Bürger; das sind 25 weniger als im Jahr zuvor. Bei einem riesigen Tanzkursus nur unter Medebachern gingen 10 Frauen leer aus, denn mit 4009 sind sie in der Überzahl.
231 Olsberger weniger
In Olsberg ging die Einwohnerzahl um 231 Personen zurück. Dort leben demnach noch 15 281 Bürger. Eigentlich hätte man im „AquaOlsberg” eine Umkleidekabine mehr für Frauen bauen müssen. Es gibt nämlich mit 4009 Damen 47 mehr als Männer.
Bleibt noch Winterberg, das 148 Bürger „im Dampf” lässt. Die Stadt hat noch 13.885 Einwohner. Gut, dass die Stadt viele Touristen hat und immer wieder mal neue Gesichter auftauchen. Sonst würden rein rechnerisch 263 Damen solo durchs Leben gehen müssen, denn soviel Frauen gibt es mehr.
08:37
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21:11
also, nun müssen aber mal die schönen Seiten unseres Sauerlandes gesagt werden !
Trotz Kyrill-Sturm---eine schöne Naturlandschaft mit tiefen Wäldern und weiten Feldern. Ideale Wandergebiete. Feriengebiete für den Urlaub. Talsperren, Ruhe, wenn man nicht an der Straße wohnt. Das Ruhr- und Rheingebiet mit den vielen Großstädten ist nicht so weit entfernt. Jedenfalls liegen wir da näher an den Großstädten als viele ländliche Regionen z.B. in Bayern oder Norddeutschland. Den Klimawandel wird das Sauerland wohl ertragen können. Glaubt man den Wissenschaftlern, soll hier ja nicht so viel passieren. Heiße Sommer werden im Rheinland und Ruhrgebiet wohl sehr heiß werden. Im Sauerland kann man das ertragen.
Junge Leute können doch hier wandern und mit dem Fahrrad Touren machen, z.B. auf dem Ruhrtalradweg sogar bis nach Dortmund fahren und mit dem Zug wieder zurück.
18:13
#27 von derFred,
das erste stimmt, aber warum werden die wohl immer weniger? nicht mal das Vervielfältigen macht dort Spaß!
14:22
ich habe schon oft im sauerland gearbeitet...
die sind erst muffelig aber wenn sie merken das man nett ist kommt man prima mit denen zurecht und da hat noch jeder kohle unterm kopfkissen...
die jungen leute dort haben für ihre freizeitgestaltung aber nur 2 alternativen: saufen und f*cken (haben die mir auch so erzählt)
1-2mal im jahr ist dann wohl schützenfest und da gehen alle hin...
14:09
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13:12
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12:25
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10:01
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09:08
@21
du hast meinen Nick geklaut, ich gehe mal von einem Versehen aus.
Wenn ich mir die Ballungsräume ansehe, wirds mir anders. Da würde ich gar nicht leben wollen. Ich brauche Platz.
Der demographische Wandel beschränkt sich im Übrigen nicht nur auf den HSK.
00:40
@#6 Der letzte Sauerländer:
Sie schrieben in Bezug auf #1:
Warum dieses überkandidelte, schein-tiefgründige und von gesundem Halbwissen zeugende Genörgel?
Könnten Sie diese Aussage belegen? Was ist überkandidelt, scheintiefgründig, gesundes Halbwissen und Genörgel.
Sie bedienen Vorurteile, ohne auf die inhaltlichen Punkte der Kommentatorin einzugehen.
Diese waren: Infrastruktur, Schulauswahl, Chancen von Frauen und anspruchsvolle Arbeitsplätze.
Daran mangelt es in der Tat. Ich habe mit Sauerländern und Sauerländerinnen gesprochen, die aus dem HSK weggezogen sind. Diese Punkte spielten immer eine Rolle.