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"Was wollt ihr denn alles sanieren?"

08.05.2007 | 23:21 Uhr

Bad Berleburg. (cv) Die Höhe der durch den Orkan "Kyrill" im Gebiet der Stadt Bad Berleburg entstandenen Schäden liegt bei 59 Millionen Euro. Diese vorläufige Summe hat die Stadt der Bezirksregierung Arnsberg übermittelt.

Wer bezahlt? Wie kommen die von Ministerpräsident Rüttgers zugesagten Gelder nach Bad Berleburg? Fragen, für die die SPD-Fraktion schriftlich um Beantwortung im Haupt- und Finanzausschuss gebeten hatte.

Beigeordneter Andreas Reinèry betonte, dass die Verwaltung in der Sache "am Ball" sei. Undurchsichtig seien aber bislang die Zuständigkeiten der Ministerien und Behörden. Richtlinien zur Schadensregulierung seien in Arbeit, und dann werde die Verwaltung die gemeldeten 59 Millionen Euro aufschlüsseln. Immerhin habe das Finanzministerium in Düsseldorf mit Blick auf die hohe Summe schon nachgefragt: "Was wollt ihr denn alles sanieren?"

Eine detaillierte Aufstellung der Schäden sei aber wohl erst dann möglich, "wenn das Holz aus dem Wald ist", sagte Bürgermeister Bernd Fuhrmann und nannte als weitere Schwierigkeit die Kontrolle von 1 500 Kilometern an Wald- und Wirtschaftswegen sowie 500 km Gemeindestraßen. Insgesamt würden die bereitgestellten Mittel wohl nicht ausreichen, um die Schäden zu beseitigen, befürchtete Fuhrmann.

Nun lautet die Devise: Nicht locker lassen! "Wir müssen uns an den entsprechenden Stellen bekannt machen, denen richtig lästig werden", forderte Susanne Lapschies (Grüne). Eberhard Friedrich (CDU) unterstrich: "Man muss den Düsseldorfern und Arnsbergern in dieser Sache auf die Füße treten." Er regte in dem Zusammenhang an, eine durch Kyrill geschädigte Teilfläche als Brachland unverändert zu belassen. Das sei auch touristisch nutzbar.


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