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Petri Heil bei Wemlighausen

09.10.2007 | 00:00 Uhr

Wemlighausen. (hal) Jochen Scherff schwärmt von der unglaublich schönen Gegend, die ihrem Namen wirklich alle Ehre macht. Mindestens einmal pro Monat steuert der Siegener von der Krönchenstadt aus das Wittgensteiner Anglerparadies an. Ein vier Hektar gro

Niklowitz - der Name verrät es - ist kein waschechter Wittgensteiner Junge. Er erblickte vor genau 43 Jahren im westfälischem Hamm das Licht der Welt. Im Jahr 2000 hat er das weitläufige Areal in Wemlighausen mit seinen drei großen Angelweihern und den fünf Zuchtbecken von der Familie Krämer erworben. Sechs Jahre war die Anlage dann geschlossen. Das hatte einen guten Grund. In dieser Zeit hat der 43-Jährige an der Universität Siegen seinen Doktor gebaut. Sein jetziger (Haupt-) Beruf hat aber nun wirklich nichts mit der Aufzucht von Forellen oder Karpfen zu tun. Georg Niklowitz beschäftigt sich mit Gewaltforschung an Schulen.

Die Harmonie in der Natur betrachtet er als Ausgleich. Während Niklowitz erforscht, warum sich Schüler gegenseitig verhauen, kümmert sich Manfred Steinke, die gute Seele des Wittgensteiner Anglerparadieses, um die Gäste. Und die werden immer mehr, da die Rahmenbedingungen stimmen. Leihangeln gibt es beispielsweise kostenlos. Auch können Petrijünger die Fahrt zum Grundstück "Im Kraftsholz" 12 zwischen Wemlighausen und Wunderthausen ohne Thermoskanne antreten. Der Kaffee ist im Preis enthalten. Angeln ohne Fanglimit mit zwei Routen kostet pro Tag gerade mal 20 Euro. Gruppen können sogar einen ganzen Teich - inklusive Grillplatz - mieten.

In allen Teichen befinden sich derzeit zusammen rund zwei Tonnen Fisch: Forellen, Rotfedern, Zander und Schleien. Mit etwas Glück haben Hobbyfischer auch einen tollen Hecht oder einen dicken Karpfen am Haken. Auch wer in absehbarer Zeit beispielsweise Störe angeln möchte, muss nicht unbedingt ans Kaspische Meer fahren. Der 43-Jährige will diesen Edelfisch ebenfalls einsetzen.

Wer Lust auf gesunden Fisch hat, aber nicht angeln möchte, ist ebenfalls gerne im WAP gesehen. Georg Niklowitz und Manfred Steinke offerieren auch fangfrische Forellen und Karpfen. Frisch geräucherte Forellen sind ebenfalls im Angebot.

Schlechte Witterung kann den Angelgästen nichts anhaben, da genügend Unterstände vorhanden sind. Niklowitz hebt im WP-Gespräch auch die tolle Wasserqualität hervor. Nicht nur der Fluss Schwarzenau speist die Teiche, zusätzlich fließt auch mineralhaltiges Tiefenquellwasser aus dem angrenzenden Wald hinzu.

Zurück zu Jochen Scherff und Sohn Maik, die am Sonntag gegen 14.30 Uhr schon acht Forellen aus dem Wasser gefischt haben. Jochen Scherff wird den Fisch anschließend selbst zubereiten und spätestens in vier Wochen wird er wiederkommen. Vielleicht bringt er dann seine 73 Jahre alte Mutter mit. Die ist auch ganz angetan von der unberührten Landschaft und der Ruhe, die von keinem Bimmeln eines Mobiltelefons gestört wird. Das Anglerparadies liegt nämlich mitten in einem Funkloch.

Mit Humor gestaltet ist übrigens auch die blaue Preisliste, auf der nicht nur Forellen aus dem Lebendbecken für 6,90 Euro angepriesen werden, sondern auch die gesamte Anlage für 465 789 Euro. Vorsichtshalber hat Georg Niklowitz vermerkt, dass es sich hierbei um einen Scherz handelt - oder etwa nicht?

Mehr Informationen unter Tel: 02750/222833 oder im Internet unter www.wittgensteiner-schweiz.de



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