Infrastruktur nicht nach Himmelsrichtung fördern
18.03.2010 | 16:30 Uhr 2010-03-18T16:30:00+0100Siegen-Wittgenstein. Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl fand der 2. Südwestfalentag der Jungen Union in Warstein statt. Mit dabei waren auch Vertreter der JU Siegen-Wittgenstein mit ihrem Vorsitzenden André Jung.
Dass es den jungen Christdemokraten um ihren Bezirksvorsitzenden Paul Ziemiak und den Kreisvorsitzenden André Jung sehr ernst war, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass sie Gastredner Lutz Lienenkämper, NRW-Minister für Bauen und Verkehr, einen Leitantrag über dringende Infrastrukturmaßnahmen in der Region mit auf den Weg gaben. Explizit sprachen sie sich in ihrem Antrag für den Weiterbau der A 46 zwischen Hemer und Arnsberg und den Bau der Umgehungsstraße B508 neu „FELS“ zwischen Kreuztal und Hattenbach aus.
„Wir können die Krise in Deutschland nur meistern, wenn wir besser als unsere Konkurrenten sind”, machte der Minister in seiner Rede die Priorität von Standortfaktoren deutlich. Der besonderen Förderung gelte der Mittelstand: „Hier liegen 70 Prozent der regionalen Arbeitsplätze.” Wichtig sei es weiterhin, „anständige Transportwege” zu schaffen und dem „Recht der Menschen auf Mobilität” Rechnung zu tragen. Lienenkämper versprach die Projekte FELS und A46 auf Landesebene weiter voran zu treiben.
Nach Bedarf fördern
Der Minister warb außerdem dafür, Infrastrukturmaßnahmen künftig nach Bedarf zu fördern: „Wir müssen Infrastruktur nicht nach Himmelsrichtungen, sondern nach Bedarf fördern, und der ist in NRW am größten.”
Kreisvorsitzender André Jung unterstrich die Brisanz des Themas „Infrastruktur” für die Region: „Die Verkehrsanbindung des Wittgensteiner Raums an eine leistungsfähige Bundesfernstraße ist für die Unternehmen und für den Erhalt von Arbeitsplätzen von Bedeutung. Arbeit ist auch Lebensqualität. Diese müssen wir für unsere Region weiter fördern und ausbauen.”
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