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Straßenverkehr

Diskussion über Ortsumgehung Bad Laasphe

19.04.2010 | 11:03 Uhr

Bad Laasphe. Voller Saal im Haus des Gastes am Freitagabend bei der Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten und Vertretern der Ratsfraktionen, zu der die Bürgerinitiative „Für eine bessere Ortsumgehung Bad Laasphe” eingeladen hatte.

„Diese Veranstaltung zeigt, dass noch Diskussionsbedarf besteht”, wertete SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Grebe diese Resonanz.

Dr. Heinrich Loske übernahm die Aufgabe, noch einmal alle Kritikpunkte der V 7-Gegner an dieser Planungsvariante aufzuzeigen und fasste sie mit dem Satz zusammen: „Die V 7 drückt der Stadt einen Stempel auf, den sie nicht verdient hat.” Loske brachte zudem erneut die Entenbergtrasse als „plausible Alternative” ins Gespräch, die von unabhängigen Landschaftsplaner geprüft werden müsse. Problem bei der bisherigen Suche nach Planungsvarianten sei gewesen, dass dabei zum einen immer auf die Einhaltung des Kostenrahmens von 45 Mio. Euro geachtet worden sei und zum anderen der Untersuchungskorridor nie überschritten wurde. „Meine Skepsis gegenüber Behörden kommt daher, das ich selbst in einer Behörde gearbeitet habe”, so Loske an späterer Stelle zu diesem Thema.

Gibt es Alternativlösungen?

Kann eine Umgehungsstraße in Form der V 7 Bad Laasphe nach vorne bringen oder ist sie eher eine Belastung? Könnte es tatsächlich noch eine Alternativlösung geben? Moderator Wulf Hahn, Fachmann für Stadt-, Verkehrs- und Umweltplanung, sorgte dafür, dass die Statements der Landtagskandidaten und Lokalpolitiker zu seinen Fragen kurz ausfielen. Während die einen (Bade/Grebe) befanden, dass die V 7 die Verkehrsbelastung nicht verringert, sondern nur auf zwei Straßen verteilt, sieht Monika Brunert-Jetter zumindest eine Entlastung für den Ortskern („Ich spreche nicht mehr von einer Ortsumgehung.”)

Beim Thema Lärmschutz brachte SPD-Kandidat Falk Heinrichs das Argument ins Spiel, dass „Bad Laasphe etwas Besonders ist”. Als Standort für Gesundheit, Tourismus und Industrie, könne sich die Stadt eine Umgehung in Form der V 7 „nicht leisten”. Sein Konkurrent von den Grünen, Florian Kraft, forderte in diesem Zusammenhang die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene. Und aus den Zuschauerreihen hieß es: „Heute haben wir den Lärm vor dem Haus, dann hinter dem Haus.”

„Es muss mehr Geld auf den Tisch”

Die Forderung der Bürgeriniative formulierte Klaus-Peter Wolff: „Es muss mehr Geld auf den Tisch, dann könnten auch teurere Varianten durchgeführt werden.”

„Diese Variante, so schlecht sie auch ist, ist die einzig realisierbare, oder wir wollen keine Ortsumgehung”, hielt CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Borchert entgegen.

Michael Grebe, Vorsitzender der SPD-Fraktion, plädierte dafür, es „noch einmal zu probieren”, die Fachleute prüfen zu lassen, auch wenn es mit der Umgehung dann noch ein paar Jahre länger dauere.

Geschicktere Anbindung wäre wünschenswert

Sein Parteigenosse Falk Heinrichs versprach, sich im Falle seiner Wahl beim Verkehrsminister für eine bessere Anbindung in Richtung Hessen bzw. für eine Erhöhung der beim Bund zur Verfügung stehenden Mittel stark zu machen.

Auch FDP-Landtagskandidat Ferdi Heimel sprach davon, dass eine „geschicktere Anbindung” bei Niederlaasphe sicherlich wünschenswert wäre, unterstützt jedoch grundsätzlich die Entscheidung für die V 7.

CDU-Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter warnte davor, Hoffnungen zu schüren, dass es eine bessere Alternative geben könnte, die dann doch wieder an den hohen Umweltstandards scheitert.

Jürgen Borchert fasste aus seiner Sicht die Diskussion folgendermaßen zusammen: „Es sind die alten Argumente ausgetauscht worden.

Karin Masannek

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