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Das alte Thema von Verboten und Verlockungen

12.11.2007 | 17:46 Uhr

Bad Berleburg. "Hat der alte Hexenmeister; Sich doch einmal wegbegeben." Mit diesen Worten beginnt Johann Wolfgang von Goethes weltberühmter "Zauberlehrling", die als Vorlage für die Vorstellung des Kindertheaters "Mika und Rino" im Bürgerhaus diente.

Die humorvoll und kindgerechte inszenierte Ballade Goethes musste zwar so einige Änderungen über sich ergehen lassen und sich selbst ein eigenironisches Augenzwinkern zuwerfen, aber schlussendlich sorgte die Aufführung des Freiburger Kindertheaters für schallendes Gelächter und begeisterten Applaus bei den vielen jungen, aber auch älteren Zuschauern.

Stimmungsvoll flackerte in der liebevoll gestalteten Zauberwerkstatt die Kerze auf dem Tisch mit dem sprechenden Totenkopf und der widerborstigen Feder.

Der Hexenmeister, wie er im Bilderbuch steht, mit Schlapphut und warzenbesetzter Hakennase, kämpft mit seinem jungen und spitzbübischen Lehrling um das alte Thema von Verboten und Verlockungen.

Eben jene stellte für den bauernschlauen Lehrling das große Zauberbuch des Meisters dar, mit dem er sein Leben um einiges einfacher machen kann.

Und so kam neben der goethe'schen Kultur auch etwas Pädagogik in den Reihen des Saales an, auch, wenn diese charmant verpackt mit Situationskomik und Slapstickeinlagen für viel Freude sorgte. Das niveauvolle Familientheater begeisterte so auch die älteren Zuschauer.

Konzept des Familientheaters ist eine Bereicherung

Dabei war der Saal des Bad Berleburger Bürgerhauses nicht nur mit Schulklassen und Kindern, sondern auch deren Eltern, Großeltern und Besuchern jeden Alters bis auf den letzten Platz voll besetzt - sehr zur Freude der Kulturgemeinde Bad Berleburg, die diese Veranstaltung gemeinsam mit dem "Knax-Club" der Sparkasse Wittgenstein am Sonntagnachmittag präsentiert hat.

Die Umsetzung des Konzeptes "Familientheater" mit einer anspruchsvollen und gleichermaßen kindgerecht-unterhaltsamen Theaterveranstaltung erweist sich als echte Bereicherung im Bad Berleburger Kulturangebot.

Von Stefan A. Kascherus



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