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Bäume liegen quer - Etliche Straßen gesperrt

28.02.2010 | 19:12 Uhr
Bäume liegen quer - Etliche Straßen gesperrt

Wittgenstein. Das Orkantief "Xynthia" hat zugelangt. Am Abend war die Region aus dem Sauer- und Siegerland praktisch nicht mehr erreichbar. Die WESTFALENPOST kann deshalb am Montag nicht wie üblich am frühen Morgen, sondern erst im Laufe des Tages ausgeliefert werden.

Das Orkantief „Xynthia” hat gestern am späteren Nachmittag das Wittgensteiner Land weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen umgestürzter Bäume konnten die Feuerwehren nur noch absperren, und aufgrund eigener Gefährdung wurde mit dem Freischneiden gewartet. In Girkhausen und auf Hohenroth waren Menschen eingeschlossen.

Aus den Erfahrungen mit „Kyrill” in 2007 hatten die Rettungskräfte von Feuerwehr und THW gelernt. Sie konzentrierten sich weitgehend darauf, für die Ortschaften die Erreichbarkeit durch den Rettungsdienst sicherzustellen.

Kein Weiterkommen gab zwischen Schüllar und Girkhausen, Girkhausen und Hoheleye, Richstein und Puderbach, Dotzlar und Raumland, Weidenhausen und Leimstruth und am Laibach. Kühhude ist komplett abgeschnitten. Dicht sind auch die L 553 von Röspe nach Aue, die K 47 zwischen Berghausen und Rinthe sowie die Eisenstraße zwischen Lützel und Lahnhof.

Streifenwagen zwischen Bäumen eingeschlossen

Dramatisch war die Situation am Dödesberg, auf der Bracht zwischen Sassenhausen und Bad Laasphe sowie auf der Eisenstraße. Dort waren Menschen in ihren Autos zwischen umgestürzten Bäumen eingeschlossen und mussten befreit werden. Bei Bracht kam ein Streifenwagen der Polizei nach kurzer Wartezeit wieder frei.

Aufgrund der Vielzahl der Einsätze wurde die Feuerwehrleitstelle durch eine Einrichtung so genannter Meldeköpfe in den Feuerwehrgerätehäusern der Kommunen entlastet. Dabei koordinierten die Feuerwehrleute ihre Einsätze selbst und entlasteten somit die Leitstelle in Siegen.

Krisenstab eingerichtet

Im Feuerwehrgerätehaus in Bad Berleburg war ein Krisenstab eingerichtet. Dort gingen im Minutentakt Meldungen über umgestürzte Bäume ein. Stadtbrandinspektor Reiner Schilling berichtete am Abend von 28 Einsätzen, an denen 125 Kameraden sowie weitere 20 vom Bauhof und ein Dutzend Mitarbeiter von Holz-Unternehmen beteiligt waren. Im Freizeitzentrum WEemlighausen sind 100 Notunterkünfte eingerichtet.

Auch in Bad Laasphe ist ein Meldekopf eingerichtet worden, von dem aus die Feuerwehr ihre Einsätze in der gesamten Lahnstadt koordinierte. Dort haben sich die Blauröcke aus Sicherheitsgründen ebenfalls von den Einsatzstellen zurückgezogen. In Erndtebrück sind etwa 50 Kameraden im Einsatz.

Besonders schwierig war die Situation gegen 19 Uhr in Girkhausen, wo 35 Gäste den Ort nicht verlassen konnten und zunächst im Feuerwehrhaus untergebracht sind.Im Forsthaus Hohenroth müssen fast 40 Menschen übernachten.

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Christoph Vetter und Matthias Böhl

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