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Chöre

Anschluss an die junge Generation ist das Ziel

29.03.2012 | 14:00 Uhr
Anschluss an die junge Generation ist das Ziel
Jürgen Saßmannshausen Aderhold (Mitte), weiß als Vorsitzender des Sängerkreises Wittgenstein gemeinsam mit verdienten Mitgliedern und Geehrten um die Verantwortung für 1354 aktive Sängerinnen und Sänger und den Erhalt sowie den Ausbau der Gemeinschaft.

Wittgenstein/Aue. (cs)Menschen aus allen Teilen des Altkreises Wittgenstein trafen sich jetzt zur Jahresmitgliederversammlung des Sängerkreises Wittgenstein im Bürgerhaus Aue. Der neue Vorsitzende Jürgen Saßmannshausen-Aderhold konnte die Ehrengäste Landrat Paul Breuer, Monika Brunert-Jetter (MdL), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Ortspfarrer Thomas Janetzki, die Ortsvorsteher von Aue und Wingeshausen Peter Schneider und Karl-Heinrich Sonneborn sowie seinen Vorgänger im Amt, Fritz-Heinrich Hof, begrüßen.

Die musikalische Untermalung der themen- und zeitintensiven Sitzung gestaltete der MGV Eintracht 1877 Aue-Wingeshausen. Die Beiträge des Chores zeigten einmal mehr, dass die Chormusik in Wittgenstein unbedingt erhalten werden muss. Dies gehe, so die landläufige Sicht vieler Verantwortlicher, nur mit Engagement und einer breiten Werbung um Mitglieder. Karsten Treude, derzeit kommissarischer Vorsitzender des Gastgeberchores, appellierte inständig an die Versammlung, Zustände vakanter Vorstandsposten nicht leichtfertig hinzunehmen und sich auch als einzelnes Vereinsmitglied in der Verantwortung zu sehen.

In seinem Grußwort griff Landrat Paul Breuer abermals die Wirkung des Positiven in einer Chorgemeinschaft auf: „Pessimisten kriegen nur Recht, wenn’s daneben geht.“ Sein Credo hier, wie in allen gesellschaftlichen Belangen ist der unumgehbare Anschluss an die junge Generation, die stets die Zukunft der Menschengemeinschaft trägt. Verkehrt sei es, so Paul Breuer, sich von Stillstand oder Negativereignissen entmutigen zu lassen. Für das Individuum heißt es auch im Chorbereich Steine aus dem Weg zu räumen und Gesprächsbereitschaft zu beweisen. „Ich hänge mich nur auf, wenn alle Stricke reißen“, nicht nur ein deftiges humorvolles Wortspiel, auch ein ermunterndes Bonmot rundete die Rede des Landrates ab.

Musik und eigene Sangesaktivität ist nicht einfach Dahermusiziertes. Musik schenkt Kraft, ist gesundheitsförderlich und stärkt den Sänger in der Gemeinschaft. Monika Brunert-Jetter weiß selbst als Aktive, dass Singen gleichermaßen hinhören bedeutet. Denn die Stimme des Nachbarn hat genauso Gewicht wie die eigene. Chöre sind Teile der Gesellschaft. Die Arbeit als Verantwortlicher ist nicht immer leicht, aber stets lohnend.

Einen langen Atem nicht allein auf dem Sangesgebiet benötigte Elke Liß als Vortragende ihres Geschäftsberichtes für 2011. Sie wertete die eingereichten Berichte aller Wittgensteiner Chöre aus, eine Sysiphosarbeit, die punktgenau die bewegte und erfolgreiche Arbeit des Sängerkreises wiedergab.

Die Frauenbeauftragte der Wittgensteiner Sänger, Roswitha Dörnbach, weiß um die Wirkung der Mund-zu-Mund-Propaganda und versteht diese als wichtigstes Werbemittel um neue Sangesmitglieder. „Chorarbeit und Singen ist eine Art „musikalischer Seelen-Wellness“ mit Spaßwirkung, die zu steigenden Mitgliederzahlen führen kann“, so die Überzeugung der Frauenbeauftragten.

Bei den Vorstandswahlen entschied die Versammlung sich für Christian Dellori vom MGV Birkefehl als zweiten Vorsitzenden des Sängerkreises. Heinz Menn wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Anne Gerhardt ist Kassenprüferin.

Die Jahresmitgliederversammlung im März 2013 wird Gastgeber Canticum Novum Wittgenstein im Bad Laaspher Haus des Gastes durchführen. Weiterhin wird die Zentralehrung des Sängerkreises im Bad Berleburger Bürgerhaus stattfinden. Gastgeber hier ist der Gemischte Chor Bad Berleburg.



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