Keine Chance für Kulturzentrum
11.03.2010 | 17:07 Uhr 2010-03-11T17:07:00+0100Finnentrop. Der Bauausschuss versagte dem Antrag der Alevitischen Gemeinde die Zustimmung zu einem Kulturzentrum.
Der Finnentroper Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss versagte erneut der Nutzungsänderung eines ehemaligen Gewerbebetriebs in Bamenohl in Vereins- und Schulungsräume des Alevitischen Kulturzentrums Olpe seine Zustimmung. Beigeordneter Aloys Weber machte deutlich, dass ein Gespräch zwischen dem Verein und der Gemeindeverwaltung keine neuen Erkenntnisse erbrachte habe. Die Hauptargument für die ablehnende Haltung der Verwaltung, die von den Ausschussmitgliedern einstimmig getragen wurde, sei nicht die Parkplatzproblematik, sondern der Umstand, dass sich die geplante Nutzung als städtebaulich nicht in die mittlerweile als reines Wohngebiet zu betrachtende Umgebung einfüge. Da nur eine Zufahrt in Form einer Sackgasse vorhanden sei, sei diese bei Seminaren mit 60 Teilnehmern oder religiösen Anlässen, bei denen auch mit 100 Personen gerechnet werden kann, nicht geeignet. Das damit verbundene Verkehrsaufkommmen könne zu Spannungen mit der Nachbarschaft führen, was im Baurecht als Ablehnungsgrund verankert sei. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag, eine bestehende Spielstätte im Gebäude Bamenohler Straße 300, das unter anderem die Polizeiwache beherbergt, durch Umwandlung zweier Wohnungen in das Obergeschoss und auf weit über 200 Quadratmeter Grundfläche auszudehnen. Nur Günter Schneider (CDU) stimmte für den Antrag. Sein Argument: „Lieber ein bisschen Las Vegas als gar nichts”.
Angesichts der verkehrlichen und Parkprobleme nur mit „Bauchschmerzen” und in der Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch eine andere Lösung findet, so Ralf Helmmig (CDU) wurde dem Antrag zugestimmt, ein bisheriges Dekorationsgeschäft in Heggen an der Hauptstraße, unmittelbar neben der Kirche, in eine Bankfiliale umzubauen. Einziges Argument für die Zustimmung sei, gab Ralf Helmig zu, dass man mit der gegenüber dem jetzigen Zustand dann verkleinerten Bankfiliale „wenigstens noch für einige Jahre ein bisschen Infrastruktur im Dorf erhalten kann”.
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Gott sei Dank...Gut gemacht Bauausschuss