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Schwimmbad in Fretter

Gerd Kowalzik fürchtet um Zukunft der Wasserfreunde

02.11.2007 | 09:56 Uhr

Sollte das Schwimmbad in Fretter geschlossen werden, sieht Gerd Kowalzik für die Wasserfreunde Finnentrop schwarz.

Fretter.Wird das Schwimmbad in Fretter bald geschlossen, und sind die Wasserfreunde Finnentrop in ihrer Existenz gefährdet?

Glaubt man Gerd Kowalzik, dem Vorsitzenden des Schwimmvereins, dann besteht zwischen beiden Fragen ein unmittelbarer Zusammenhang: „Wenn das Schwimmbad in Fretter geschlossen wird, sind die Wasserfreunde in drei Jahren tot.” Tatsächlich wird im Finnentroper Rathaus, mit Blick auf die Haushaltsberatungen für das Jahr 2008, derzeit über die Zukunft des kleinen Bades in Fretter nachgedacht. Schließungspläne wies Bürgermeister Heß jedoch von sich: „Diese Absicht besteht derzeit nicht.” Allerdings prüfe die Verwaltung, ob all jene Aktivitäten, die in Fretter stattfinden, nicht ins Finnentroper Hallenbad verlagert werden könnten. Neben den Grundschulen aus Fretter, Schönholthausen, Rönkhausen und Bamenohl wird das Bad in Fretter von diversen Vereinen, darunter Gymnastikgruppen und eben den Wasserfreunden Finnentrop, genutzt. Die Schwimmausbildung des Vereins gilt als vorbildlich. Kinder, die bei den Wasserfreunden das Schwimmen lernen, können sich anschließend nicht bloß über Wasser halten, sondern beherrschen mindestens zwei Lagen. 95 Prozent seiner späteren Mitglieder rekrutiert der Verein nach Angaben Kowalziks aus diesen Anfänger-Kursen, von denen in Fretter fast immer zwei pro Woche laufen. Kein Wunder, dass der Funktionär schwarz sieht, wenn das kleine Bad die Tore dicht machen müsste: „All die Kurse aus Fretter wird man im Finto nämlich nicht unterbekommen, es sei denn, man schränkt dort die öffentlichen Badezeiten stark ein.” Dass eine ländliche Gemeinde gleich zwei Hallenbäder unterhält, während große Städte ganze Anlagen schließen müssen, ist natürlich nicht zeitgemäß. Das weiß auch Bürgermeister Heß, der nachgerechnet hat, dass das Bad in Fretter der Gemeinde ein rechnerisches Minus von rund 50 000 Euro jährlich beschert. Zudem müsste die Lüftungsanlage erneuert werden, was noch einmal rund 90 000 Euro kosten würde. Ob die Gemeinde dieses Geld aufbringen kann und will, müssen die Fraktionen bald, wenn sie über den Haushalt beraten, entscheiden. Wie auch immer: Heß hat schon gefordert, dass der Schwimmunterricht in den Schulen auf keinen Fall eingeschränkt werden dürfe.

Hubertus HEUEL

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