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Sanierung

Finto erstahlt in neuem Glanz

16.01.2010 | 08:00 Uhr
Finto erstahlt in neuem Glanz

Finnentrop. Nach der Teileröffnung des Erlebnisbades Finto ist seit Anfang des Jahres auch das Massagebecken wieder in Betrieb und das Finto erstrahlt insgesamt in neuem Glanz.

Finto Erlebnisbad renoviert: Bürgermeister Dietmar Heß, Schwimmmeister Peter Harzheim, Elke Weber, Mitarbeiterin im Amt für Schule, Sport und Bäder, Gebäudemanager Uli Hillecke und Alfons Peterschulte (v.l.) am neuen Aufzug.

650 000 Euro waren für umfangreiche Arbeiten veranschlagt worden. „Wir haben den Kostenrahmen eingehalten”, freut sich Bürgermeister Dietmar Heß. Dabei waren am Massagebecken, besser als Whirlpool bekannt, umfangreichere Arbeiten notwendig als geplant. „Die Unterkonstruktion war schadhaft und musste komplett erneuert werden”, so Alfons Peterschulte, neuer Leiter des Bereichs Schule, Sport und Bäder. „Diese Arbeiten sind erst jetzt abgeschlossen. Doch wir haben das restlichen Finto schon ab Oktober wieder für die Besucher frei gegeben, allerdings zu einem reduzierten Eintrittspreis.”

1993 war das Sportbad zu einem Erlebnisbad umgebaut worden. Doch um sinkenden Besucherzahlen entgegen zu wirken und einige Teile des Bades, die in die Jahre gekommen waren, zu erneuern, wurde zuerst ein Arbeitskreis gegründet. Er sollte sich mit der Frage befassen, wie man das Bad wirtschaftlich betreiben könne und wie eine Umgestaltung aussehen sollte.

„Zuerst haben wir eine Erweiterung des Außenbereiches überlegt”, so Heß, „doch davon haben wir aus investitions- und betriebswirtschaftlichen Gründen Abstand genommen. Allein um die so entstehenden Betriebskosten zu decken, hätten wir 20 000 Besucher mehr pro Jahr vorweisen müssen”.

Daher wurde der bestehende Bereich „aufpoliert” mit dem was notwendig und manchmal auch wünschenswert war. Bei der Sanierung des Daches ging die Gemeinde einen ganz ungewöhnlichen Weg. „In diesem Bereich sind Konjunkturmittel geflossen, die wir mit der Stadt Schmallenberg getauscht haben”, erklärt der Bürgermeister. „Wir hatten Mittel im Topf Bildung, benötigten aber Mittel aus dem Topf Infrastruktur. In Schmallenberg war es umgekehrt und mit Hilfe der Bezirksregierung haben wir diese Töpfe getauscht”. 235 000 Euro wurden so umgeschichtet.

100 000 Euro sind schon in die Teilsanierung des Daches geflossen. Ob die anderen Mittel für die weitere Dachsanierung verwendet werden, muss die Politik noch entscheiden.

Neben der völligen Neugestaltung des Umkleidebereiches, wo großzügige Familienkabinen entstanden, wurde auch der Eingangsbereich neu gestaltet. Neben einer Empfangstheke und einer Sitzecke gibt es einen Aufzug und eine Rampe für Behinderte.

In der Schwimmhalle selber wurde eine neue Akustikdecke eingebaut, die Wandverfließung erneuert, Farbe, besonders Blautöne, kamen ins Spiel und die Halle erstrahlt außerdem in einem neuen Licht. Im Saunabereich wurde die Decke erneuert. „Außerdem wurden in vielen Bereichen lüftungstechnische Arbeiten vorgenommen”, ergänzt der leitende Schwimmmeister Peter Harzheim.

Barbara Sander-Graetz

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