Ehemaliges Haus Gunkel weicht der C-3-Variante
20.06.2012 | 16:43 Uhr 2012-06-20T16:43:00+0200
Finnentrop. nnerhalb weniger Stunden wurde ein Häuserleben abrupt beendet, der Abrissbagger der Firma Mees hat ganze Arbeit geleistet. Wenn Wände sprechen könnten, hätten sie sicherlich viel zu erzählen gehabt von längst vergangenen Tagen an der Finnentroper „Provinzialstraße“
Innerhalb weniger Stunden wurde ein Häuserleben abrupt beendet, der Abrissbagger der Firma Mees hat ganze Arbeit geleistet. Wenn Wände sprechen könnten, hätten sie sicherlich viel zu erzählen gehabt von längst vergangenen Tagen an der Finnentroper „Provinzialstraße“. Am Dienstag musste das ehemalige Wohnhaus Gunkel an der Bamenohler Straße der geplanten C3-Variante weichen. In diesem Bereich soll die geplante L 539 neu in einem Kreisverkehr in die Bundesstraße einmünden. Das zweigeschossige Haus des Zimmermanns Karl Gunkel wurde 1866 vom Schuhmachermeister Theodor Korreck aus Lenhausen erbaut. Gunkels erste Ehefrau Maria und die beiden Kinder Bruno und Paul Ehrenfried wurden am 19. März 1945 vormittags gegen 10 Uhr bei einem Bombenangriff im Haus des Schreinermeisters Anton Richard getötet. Die Familie Gunkel und ihre Nachkommen bewohnten das Haus noch bis 1998, danach ist das Haus an die Gemeinde Finnentrop veräußert worden und wurde seitdem vermietet.ff
21:12
Die Zeit hat dieses Projekt bereits eingeholt. Man fühlt sich in die 60er und 70er des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt. Sollten die Prognosen des BMVBS zur Zunahme des Schwerlastverkehrs in der nahen Zukunft zutreffend sein, wird man bereits in Kürze weitere Maßnahmen im Bereich Finnentrop durchführen müssen.
Alternativlösungen zu dieser Umgehung waren finanziell und stadtplanerisch durchaus sinnvoller und wären außerdem schneller realisierbar gewesen. Alleine der Mut hat gefehlt.
Ein harmonisierendes Stadtbild hat Finnentrop nie besessen, es wäre aber möglich gewesen, innerhalb einer Gesamtplanung ein solches herbeizuführen.
Chance vertan!
20:32
#1:
Ihnen kann man nur zustimmen. Versagen auf der ganzen Linie. Nach fast dreißig Jahren baut man auch keinen Trabbi mehr, es wäre wahnwitzig. Der heutigen Verkehrssituation wird die uralte Planung niemals gerecht. Viel Aufwand für wenig Fortschritt. Erst 2 km in Richtung Lenhausen, dann 2 km zurück durch das Finnentroper Herz. Mit normalem Denken hat das wohl nichts mehr zu tun. Es verbessert sich nichts, die Belastung durchs Tal wird unerträglicher. Den Menschen bringt es nichts.
17:51
So schön die Beseitigung des Bahnübergangs auch ist, umso mehr offenbart sich der Irrwitz der Trassenführung der Umgehungsstraße. Seit über 22 Jahren verfolgt man ein Projekt von vorgestern. Moderne Planungen von heute vermindern die Verkehrsbelastung im urbanen Raum. Diese Variante bewirkt genau das Gegenteil. Die Belastung der Bewohner und deren Umgebung wird zunehmen. Eine nicht mehr zeitgemäße "70er-Jahre-Straßenplanung" wird nunmehr umgesetzt. Ein "Leben im Herzen unserer Dörfer" wird zumindest in Finnentrop noch weiter an Attraktivität verlieren.
Wo bleiben die versprochenen nachhaltigen Konzepte zur Verbesserung der Lebensqualität in den Ortszentren?
Eine zusätzliche Verkehrsader durch das eh schon enge Tal wirkt kontraproduktiv und dient ausschließlich dem Durchgangsverkehr.
Der Ort leidet am fehlenden Gesamtkonzept.