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Die Bedeutung des Reiter-Stellwerks

BI will Abriss nicht hinnehmen

30.01.2009 | 15:58 Uhr

Die Bürgerinitiative Bahnhof hat sich in Sachen Reiter-Stellwerk an das Westfälische Amt für Denkmalpflege gewandt.

Finnentrop. (hh) Die Bürgerinitiative Bahnhof will einen eventuellen Abriss des Reiter-Stellwerks nicht hinnehmen. Ihr Sprecher Christian Vollmert hat das Westfälische Amt für Denkmalpflege in Münster und die Bezirksregierung in Arnsberg über die Vorgänge in Finnentrop informiert. Dort habe man ihm erklärt, so Vollmert, dass es nur drei Reiter-Stellwerke gebe, darunter jenes in Finnentrop. Das Reiter-Stellwerk  steht bekanntlich dem Neubau der Landstraße über die Lenne  im Wege. Nun wird diskutiert, ob der Denkmalschutz  aufgehoben werden soll. Das Reiter-Stellwerk, um 1920 erbaut, ist ein  Dokument für die Entwicklung der Eisenbahnarchitektur. Von hier aus sorgten Bahnbeamte früher für die Überwachung der Sicherheit und die Regelung des Bahnbetriebs sowie die Signal- und Weichenstellung, denn Bahnhof und Gleise sind vom Stellwerk aus hervorragend einzusehen. Am 6. August 1861 wurde die Ruhr-Sieg-Bahn eröffnet und das Gebiet mit dem späteren Eisenbahnknotenpunkt Finnentrop erschlossen. Finnentrop war zunächst eine unbedeutende Haltestelle. Die zweigleisige Bahn übertraf jedoch in ihren Transportleistungen alle Erwartungen. Schon im ersten Jahr des Bestehens rollten Güter im Gewicht von einer Million Tonnen durch das Lennetal. Zwölf Jahre später hatte sich diese Menge bereits vervierfacht. Damit waren die Voraussetzungen für eine  Industrieentfaltung gegeben. Das Stellwerk ist Zeichen für die historisch gewachsene Bahnhofsarchitektur in Finnentrop und durch seinen prägenden Charakter ein Orientierungspunkt für Reisende. Nicht zuletzt deshalb wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Hubertus Heuel


Kommentare
04.02.2009
10:23
BI will Abriss nicht hinnehmen
von Herb | #4

die politik hat doch gar nicht an den wünschen der mehrheit vorbei agiert...hier kann weder der bürgermeister noch der rat der gemeinde oder straßen nrw etwas dafür...die bürgerinitiative, die agiert an der bevölkerung vorbei! denen sollte man mal in den aller wertesten treten aber nicht zu knapp

31.01.2009
21:42
BI will Abriss nicht hinnehmen
von Berthold3 | #3

Die werden auch bei einem Abriss des Stellwerks nicht schneller machen, Das ist alles nur Show!

Es gibt keine BÜ-Beseitigung mehr! Kapiert das endlich mal!

Der Abriss wäre absolut sinnlos!

31.01.2009
11:09
BI will Abriss nicht hinnehmen
von der_mit_dem_Zebra_tanzt | #2

Schon erstaunlich, was so alles unter Denkmalschutz steht.
Die Begründung dafür sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen:
..und durch seinen prägenden Charakter ein Orientierungpunkt für
Reisende. In der Tat prägt dieses Wohnklo in gewisser Weise die
Tallage des Finnentroper Ortskerns.

Auch als zugereister Düsseldorfer habe ich es mir bisher erspart,
dieses Finnentroper Weltkulturerbe unter dem Gesichtspunkt Denkmal
auch nur eines Blickes zu würdigen.

Die Rolle des BI kann nur als Retourkutsche gegenüber der Verwaltung
verstanden werden. Der Stachel Abriss des Bahnhofsgebäudes sitzt
wohl immer noch tief und hier bietet sich dieser BÜRGERINITIATIVE die
Gelegenheit der billigen Rache. Um nichts anderes scheint es dieser
Interessenvertretung der Bürger zu gehen. Hat so etwas noch mit sinnvoller,
konstruktiver Arbeit einer BI zu tun?

Die Quittung für dieses an den Wünschen der großen Mehrheit der
Finnentroper vorbei agierende politische Handeln, werden diese Damen und
Herren hoffentlich bei der nächsten Kommunalwahl bekommen.

31.01.2009
08:48
BI will Abriss nicht hinnehmen
von A.K. | #1

Mein Gott, nicht schon wieder!
WEG mit dem alten Mistding! Warum an alten Gebäuden, die auch nicht mehr schön sind, festhalten, wenn dadurch nur noch größere Verzögerungen herbeiführen. Alle sind am schreien, das es zu lange dauert, aber diese aktion die jetzt schon wieder durch die BI aufgezogen wird ist ein Witz, genau wie beim Bahnhofsbegäude. Warum vergangenen Zeiten hinterher trauern und an relikten aus dieser zeit festhalten, wenn dadurch ein eventuelles wiederaufblühen des finnentroper ortskernes verhindert wird? Weg mit dem Teil. Ach bevor ich es vergesse: Die BI wird wieder verlieren genau wie beim Bahnhof. Eine BI gegen den Abriss von Gebäuden, speziell die BI Finnentrop, ist echt ein Witz, Auf der einen Seite wird rumgemault, das es zu langsam voran geht und sich alles verzögert, auf der anderen Seite verursachen sie selber weitere Verzögerungen. Bei sowas könnte ich echt kotzen. Denkt mal über eure Absichten nach liebe BI. Ihr seid echt ein Witz.

Es ist gut so wie es geplant wurde. Ich hoffe die gemeinde und auch Straßen nrw treten der bahn mal gehörig in den allerwertesten und setzen als frist den 31.12.2011 an dem der verkehr rollt. dann ist die bahn in zugzwang

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