Barrierefreiheit als „Marke“ bringt dem Handel Kunden
07.04.2011 | 17:15 Uhr 2011-04-07T17:15:00+0200
Attendorn.Die Attendorner Werbegemeinschaft hat die durch den demografischen Wandel bedingte steigende Zahl und damit die Bedeutung älterer und vielfach auch beeinträchtigter Kunden erkannt und möchte sich diesen weiter öffnen.
Sie hatte daher Jürgen Aubert vom Seniorenrat der Stadt zu ihrer Jahreshauptversammlung eingeladen, die am Mittwoch im Hotel zur Post stattfand. Barrierefreiheit lautet das Schlagwort, das man auch als „Marke“ nach außen darstellen könne, so Aubert. Er räumte ein, dass diese in älteren Geschäftshäusern oft nur durch große Investitionen oder auch gar nicht erreicht werden kann. Er erläuterte den rund 25 anwesenden Mitgliedern aber auch, wie sie ihre Geschäfte bereits mit einfachen und nicht unbedingt teuren Maßnahmen alten- und behindertenfreundlicher machen können. „Oft reicht schon ein Stuhl da, wo sich die Schlange an der Kasse bildet oder ein Klingelknopf am Ladeneingang, wo Stufen eine Hürde für Gehbehinderte darstellen, um den Betroffenen zu zeigen: hier bist Du willkommen!“, führte Aubert aus.
Die Landesregierung hat ein Signet entworfen, das bei Erfüllung bestimmter, in Praxisversuchen erprobter Standards an die Geschäfte vergeben werden kann. Es signalisiert mit verschiedenen Piktogrammen Barrierefreiheit in den Kategorien Bewegen, Hören, Orientieren sowie Erklären und Verstehen.
Jürgen Aubert bot den Attendorner Einzelhändlern an, dass ihnen der Seniorenrat bei einer Ist-Analyse behilflich ist, aus der dann Planungen für Maßnahmen entwickelt, deren Kosten ermittelt und eventuelle Fördermöglichkeiten eruiert werden können. Danach könne der Geschäftsinhaber entscheiden, welche Maßnahmen für ihn sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar seien.
Die Attendorner Werbegemeinschaft will ihre knapp 130 Mitglieder in einem Rundschreiben auf diese Möglichkeit hinweisen.
Nach dem erfolgreichen Frühlingsmarkt steht am Wochenende 21./22. Mai Attendorn CityMobil als nächste Veranstaltung auf der Tagesordnung. Sie findet in der Fußgängerzone und der Truchseßgasse bis zum Feuerteich statt. Dabei werden die Geschäfte samstags bis 18 Uhr geöffnet sein, ein verkaufsoffener Sonntag ist nicht geplant.
Die nächste Attendorner Hansenacht mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr ist für den 2. September, dem letzten Freitag in den Sommerferien geplant, das Altstadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag schließt sich am Wochenende 17./18. September an.
Der Martinimarkt ist für das erste Novemberwochenende vorgesehen und der erfolgreiche Weihnachtsmarkt findet wieder vom 2. bis 11. Dezember statt. Auf Anregung von Klaus-Walter Hoberg will der Vorstand darüber nachdenken, ob man den Weihnachtsmarkt nicht noch um das Wochenende 16. bis 18. Dezember verlängert. Allerdings wurden hier Bedenken wegen der zusätzlichen Belastung für die teilnehmenden Händler, Markus Harnischmacher: „Das ist schon hammerhart“, sowie weiterer Kosten laut.
Im Vorstand der Werbegemeinschaft änderte sich nichts, Kassierer Hubert Netten wurde bestätigt.
Abschließend erläuterte Adelheid Lütteke vom Arbeitskreis Fairer Handel, was das Siegel Fairtrade-Stadt Attendorn auch dem heimischen Handel für Möglichkeiten eröffnet.
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