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Ruhr Reggae Summer

Zurück zu den Wurzeln

05.07.2012 | 17:38 Uhr
Styrum erlebt sein rot-gelb-grünes Wunder: Auch in diesem Jahr spielt die Musik auf dem Stadion-Parkplatz.

Mülheim. Sie lassen wieder die Dreadlocks hüpfen, sie singen, chillen und grillen: Vom 27. bis 29. Juli erlebt Styrum wieder sein rot-gelb-grünes Wunder. Dann besiedeln bis zu 15.000 Reggae-Fans das Ruhrstadion , Naturbad und die Ruhrauen beim mittlerweile sechsten Ruhr Reggae Summer. Der Wuppertaler Veranstalter U-Concert hat nach einiger Kritik aus dem vergangenen Jahr an Ticketpreisen und überlangen Kassenschlangen sein Konzept überarbeitet – weniger Kontrollen, großzügigere Flächen und ein Musikprogramm, das zurück zu den Wurzeln führt.

Das Gelände ist in diesem Jahr offener gestaltet. „Es gibt nur noch eine zentrale Kontrolle beim Einlass, danach sind alle Bereiche offen“, erklärt Veranstalter Henning Schmalenbach von U-Concert. Im vergangenen Jahr sei es zu Staus und langen Schlangen vor der Kasse gekommen, da auch vor dem Schwimmbad oder dem U-Club-Zelt kontrolliert wurde.

Die Grenzen zwischen Schwimmbad, Strandbereich, DJ-Zelt und Ruhrstadion werden in diesem Jahr aufgelöst. „So, dass die Besucher direkt aus dem Wasser in Badehose zum Konzert gehen können.“

Auch Hip-Hop und Ska sind vertreten

Musikalisch geht es zurück zu den Wurzeln. Mit Beres Hammond oder Johnny Osbourne spielen zwei Größen des Roots Reggae, also der klassischen, ursprünglichen Variante des Reggae beim Festival. Auf große Namen wie Gentleman oder Shaggy verzichten die Veranstalter in diesem Jahr bewusst. „Wir wollen weg vom Mainstream und authentischer in dem Bereich werden.“ Das Motto: Weniger Masse ansprechen, mehr Zielgruppe erreichen. Dennoch sei für jeden Geschmack etwas dabei. „Dendemann deckt den Hip-Hop ab und Panteon Rococo aus Mexiko machen fantastischen Ska,“, findet Schmalenbach. Mit den Dauergästen Mono und Nikitaman sind Künstler dabei, die das Festival mit aufgebaut haben und mit ihm gewachsen sind.

Ruhr Reggae Summer 2011

„Die Konzertbühne wird auch dieses Mal wieder auf dem Parkplatz aufgebaut“, erklärt Schmalenbach. Gespielt wird übrigens Freitag und Samstag bis 1 Uhr, am Sonntag bis 22 Uhr. Im U-Club-Soundsystem-Zelt darf auch danach weiter getanzt werden. Dort legen DJs wie David Rodigan oder Pow Pow Movement auf.

Drei Campingplätze

Leiser geht es am Strand des Naturbades zu. Dort wird ein Beduinenzelt aufgebaut, draußen relaxen Besucher in Liegestühlen mit frischgemixten Cocktails. „Ein Künstler installiert Fahnen, auf denen Licht projiziert wird – dazu läuft Dub-Musik zum Chillen“, verrät Schmalenberg.

Drei Campingplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. Gezeltet wird in den Ruhrauen direkt zwischen Ruhr und Schwimmbad , ein Caravanplatz für Campingbusse oder Wohnmobile steht am Kolkerhofweg bereit. Familien campen auf dem benachbarten Gelände des Oberhausener Sportvereins an der Solbadstraße.

Müll auf der Wiese - Geld futsch

Das Müllkonzept soll auf den Plätzen und vor allem im Naturschutzgebiet der Ruhrauen für Ordnung sorgen. So erhalten alle Camper einen Müllsack gegen ein Pfandgeld von zehn Euro. Landet der Müll auf der Wiese und nicht im Sack, ist das Geld futsch.

Tickets gibt es bis zum 15. Juli zum vergünstigten Preis von 44 Euro (drei Tage). „Danach werden wir den Preis auf etwa 60 Euro anheben.“ Kurzentschlossene, die Tageskarten kaufen möchten, zahlen ca. 40 Euro.

Die genauen Preise und konkrete Details zum Programm verrät U-Concert aber erst eine Woche vor Festivalbeginn. Weitere Informationen werden auf der Festival -Homepage veröffentlicht: www.ruhr-reggae-summer.de

Kristina Mader


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