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Erlös der Literatouren geht ans Mülheimer Hospiz

21.10.2014 | 17:38 Uhr
Erlös der Literatouren geht ans Mülheimer Hospiz
Spendenübergabe im Hospiz: Monja Mika, Marie-Luise Gerling-Kleine-König, Zepp Oberpichler, Gabriele Weitmann, Claudia vom Felde (v.l.)Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Eine kulturelle Reise durch Literatur, Poetry Slam und Musik ist die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Literatouren“ im Medienhaus. Nun übergaben die Organistoren die Einnahmen, die dabei in den Hut gesteckt wurden, dem Mülheimer Hospiz.

Der Mülheimer Autor Jörg Juretzka hatte ein Heimspiel im Medienhaus, als er im September seine Fangemeinde zu den „Literatouren“ zog. Das ungewöhnliche Veranstaltungsformat bringt Schreiber, Poetry-Slammer und Liedersänger unter einen Hut – eine Bühne für bekannte Gesichter, aber auch für Newcomer, die sich vor Publikum ausprobieren können.

Autor und Musiker Zepp Oberpichler führt dabei singend mit der Gitarre durchs Programm. Vom Format, das ins zweite Jahr geht, ist Medienhausleiterin Claudia vom Felde überzeugt: „Es ist eine tolle Mischung aus unbekannten und bekannten Literaten, auch die am Rande des Bereiches wie Selbstverlage sind dabei.“ Eine Reihe mit festen Besuchern, die sich zahlenmäßig im Schnitt bei 30 bis 40 Gästen pro Veranstaltung eingependelt habe. Mit weiteren Reihen wie Lesungen, Mittwochs-Konzerten und Lagerfeuer-Mitsing-Abenden mausert sich das Medienhaus zunehmend zu einem kulturellen Treffpunkt in der Innenstadt mit steigenden Besucherzahlen. Claudia vom Felde möchte die erfolgreichen Literatouren gern fortsetzen. „Aber das ist abhängig davon, ob wir einen neuen Sponsor finden.“

Kultur und Unterhaltung sind im Hospiz kein Tabu

Zepp Oberpichler organisiert die Reihe gemeinsam mit Claudia vom Felde. Eine weitere Besonderheit der Literatouren-Reihe: Der Bochumer Revier-Cartoonist Michael Hüter fertigt bei jeder Veranstaltung spontan und fix aus dem Handgelenk rund 30 Zeichnungen von Szenen des Geschehens an. Die kleinen Kunstwerke können dann vom Publikum gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden. Die Veranstaltung ist eintrittsfrei, am Ende geht der Hut herum. 500 Euro sind bei den sechs Terminen 2014 zusammengekommen. Der Betrag wurde jetzt dem Mülheimer Hospiz übergeben. Über zwei Jahre war das Duisburger Unternehmen Ruhrmed, ein Personaldienstleister im Gesundheitswesen, Hauptsponsor.

Ein weitergehendes Engagement müsse firmenintern abgeklärt werden, so Geschäftsführerin Gabriele Weitmann. Aber sie ließ es sich nicht nehmen, den Betrag zu verdoppeln. „Als Sponsor geben wir spontan 500 Euro dazu.“ Insgesamt darf sich Hospiz-Leiterin Marie-Luise Gerling-Kleine-König nun über 1000 Euro freuen, zumal es nach 2013 jetzt bereits die zweite Spende aus den Literatouren ist: „Das ist schon außergewöhnlich.“ Vom Thema Sterben losgelöst, habe das Hospiz nicht zuletzt mit dem Leben zu tun, wo auch gelacht wird. Kultur und Unterhaltung sind im Hospiz kein Tabu.

Margitta Ulbricht

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