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Weltuntergang

Bücher über die Maya sind in der Mülheimer Buchhandlung Tara gefragt

20.12.2012 | 18:19 Uhr
Bücher über die Maya sind in der Mülheimer Buchhandlung Tara gefragt
Bücher zum Weltuntergang am 21.12.12 sind gefragt. Foto: dapd

Mülheim.   Der Mülheimer Buchhändler Uwe Weinerts bemerkt ein verstärktes interesse an der Kultur der Maya. Er führt die esoterische Buchhandlung Tara in der Altstadt: Der Kalender der Maya sorgt derzeit für Aufregung. In der letzten Zeit gehen mehr Bücher über die alte Kultur über den Ladentisch.

Der Maya-Kalender endet am 21. Dezember . Manch’ einer hat daher für Freitag den Weltuntergang prophezeit, andere widerlegen oder belächeln die Voraussage. Klaus Uwe Weinerts, Inhaber der esoterischen Buchhandlung Tara in der Altstadt, kann vom verstärkten Interesse seiner Kundschaft an der Kultur der Maya berichten: „In den letzten beiden Jahren war die Nachfrage nach Büchern über die Maya recht groß. Tatsächlich gibt es auch eine ganze Reihe an Veröffentlichungen zu dem Thema.“

Wer sich mit der mittelamerikanischen Hochkultur näher beschäftige, erfahre, welch’ großes mathematisches und astronomisches Wissen die Mayas schon vor über 1000 Jahren besaßen. Man erkenne, dass in ihrem Kalender „viel Wissen und Weisheit stecke“. „Nicht nur über die Zeitangabe, sondern auch über die Qualität der Zeit“, so Weinerts.

Planeten stehen präzise in einer Reihe

Dass der alte Maya-Kalender aber mit dem gregorianischen Kalender in Deckung zu bringen sei, daran glaubt Weinerts nicht. Das Datum 21.12.2012, das auf alten Steintafeln als Zäsur vermerkt ist, markiert Wissenschaftlern zufolge nur das Ende eines Baktun-Zyklus - ein 394 Jahre umfassender Zeitabschnitt.

„Was dagegen stimmt: Man kann zurzeit am Himmel eine astronomische Besonderheit beobachten, die Planeten stehen ungewöhnlich präzise in einer Reihe“, sagt Weinerts. Wissenschaftler vermelden dazu, dass genau heute die Sonne zur Wintersonnenwende mit dem Zentrum der Milchstraße gleichzieht.

Angst vor dem Weltuntergang hat Klaus Uwe Weinerts bei seinen Kunden aber nicht bemerkt. „Da fürchten sich die Leute eher vor einem Stromausfall, der etwa durch elektromagnetische Impulse ausgelöst werden könnte“, meint er.

Andrea Müller


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