WM-Fieber ist in Menden angekommen
14.06.2010 | 00:33 Uhr 2010-06-14T00:33:00+0200
Menden. Riesenstimmung unter dem Zeltdach. Mehrere Hundert Fans feierten bei der Public-Viewing-Premiere den 4:0-Sieg des deutschen Teams gegen Australien. Und danach erlebte Menden seinen ersten Autokonvoi 2010.
Seit spätestens 20.57 Uhr ist Menden wieder im WM-Fieber: Nach dem 1:0 wurde zwar heftig gejubelt, doch dann kehrte wieder relative Ruhe ein. Nach dem 2:0 von Klose waren die Mendener Fans aber wieder auf der Betriebstemperatur aus dem Sommermärchen-Jahr 2006. Die Schlachtgesänge wurden angestimmt, und Springen war angesagt: „Wer nicht hüpft, der ist kein Deutscher.“
Die Stimmung unter dem Mendener Zeltdach scheint sich nach den Erfahrungen von der WM 2006 und der EM 2008 über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen zu haben. So war etwa Philipp Schöpe aus Iserlohn mit sechs Freunden aus der Waldstadt nach Menden gekommen – obwohl es auch in Iserlohn auf dem Schillerplatz eine Großleinwand gibt. „Hier ist es besser“, sagt der junge Man, der sich genauso wie sein Kumpel einen schwarz-rot-goldenen BH auf die blanke Brust gemalt hat.
US-Schülerin wird Fußballfan
Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Spektakel unter dem Zeltdach auch für die 18-jährige Paige Spangler aus den USA. Die junge Frau aus Lees Summit, Missouri, ist derzeit als Austauschschülerin am Walram-Gymnasium. Mit ihren Gasteltern Frank und Katja Kleinert aus Bösperde sowie deren Sohn Falk, der auch schon als Austauschschüler in den USA war, ist sie in die Innenstadt gekommen. „Ich finde es toll. In den USA war ich noch kein Fußball-Fan. Jetzt bin ich einer geworden.“ Das USA-Spiel hatte sie am Abend zuvor mit den Gasteltern in Bösperde geschaut.
Autokorso
Kollektiver Riesenjubel dann natürlich unter dem Zeltdach nach dem 3:0 und dem 4:0. Auch wenn kleinere Menschen schon Mühe hatten, die Leinwand zu sehen. Einige halfen sich, indem sie auf Kisten kletterten.
Das Spiel war soeben abgepfiffen, da waren auch die ersten hupenden Autos zu hören. Die fanden sich schließlich wieder zu einem Autokorso zusammen, der – inzwischen schon fast traditionell – wieder am Dicken Baum vorbei führte. Szenen, die die Mendener Fans jetzt noch möglichst oft wiederholen wollen.
16:33
Beruhigt Euch! Der Anfall geht schneller wieder vorbei als wie er entstanden ist.
12:32
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10:49
@MarkT:
Was hat Du denn? Nach Gröfaz-Spielregeln wären das fast alles Volksdeutsche geworden..
@catch_22:
Ach, laß ihn doch. Er kann ja mal versuchen, eine Mannschaft zusammenzustellen.
Wenn der Ariernachweis als einzige Qualifikation reicht, wären die wohl entweder zu besoffen oder zu blöd, um über Kreisklasse zu spielen.
10:36
Genau so ist es. Und nebenbei ist Afrika kein Land. Aber was soll man erwarten von jemanden, den es stört wenn Lukas Podolski, eine Junge aus Köln, ein Tor für Deutschland schießt.
10:03
@ MarkT
Sie haben da etwas nicht begriffen. Das sind alles deutsche Staatsbürger mit Vorbildfunktion einer gelungenen Integration.
Willkommen im 21 Jahrhundert.
08:59
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08:55
Ach, schön.