Strategiewechsel bei Kludi: "Neue Mitte" erobern
05.02.2009 | 19:36 Uhr 2009-02-05T19:36:00+0100
Menden. Strategiewechsel bei Mendens Armaturenhersteller Kludi: Das Unternehmen will mit neuem Profil offensiv im mittleren Preissegment breite Märkte erobern. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland. Die Exportquote soll binnen zwei Jahren von 40 Prozent auf über 50 Prozent steigen.
„Neue Mitte” — dieser Slogan, mit dem Gerhard Schröder vor mehr als zehn Jahren die Bundestagswahlen gewonnen hatte, war ein bisschen in Vergessenheit geraten. Jetzt will ihn Kludi wieder mit neuem Leben füllen. Denn exakt mit dem Begriff „Neue Mitte” umschreibt der Armaturenhersteller seine Zielgruppe.
"Schickes Produkt, ordentlicher Preis"
Was genau dahinter steckt, das erklärtenam Donnerstag Gerald Ecke, Sprecher der Kludi-Geschäftsführung, und Ingo H. Traskalik, Geschäftsführer Marketing und Vetrieb. Man habe den lifestyleorientierten aber preisbewussten Kunden im Visier, der sich seine erste Eigentumswohnung oder sein erstes eigenes Haus einrichte. Oder, wie es Gerald Ecke ganz kurz und knapp ausdrückte: „Jemand, der ein schickes Produkt für einen ordentlichen Preis haben will.”
So wird Kludi zum Beispiel ein Nachfolgemodell einer gängigen Armatur nun für 50 Euro weniger am Markt anbieten. „Smart Luxury” hat das Unternehmen sein neues Profil getauft, was frei übersetzt „Schlauer Luxus” bedeutet. Den will man jetzt nicht nur dem deutschen Mittelstand bieten, sondern weltweit, daher auch der englische Name: Osteuropa hat Kludi fest im Blick, aber auch die Giganten China und Indien.
Lange Zeit sei gesagt worden, dass nur noch sehr billige und sehr teure Produkte auf dem Markt ihr Kunden fänden, so Ingo H. Traskalik. Doch das sehe Kludi anders, weltweit werde die Mittelschicht immer größer. Das bedeutet für Kludi auch: Das Geschäft mit hochpreisigen Produkten wird zwar noch fortgeführt, es gibt dort aber keine neuen Investitionen mehr.
Das Unternehmen konzentriert sich stattdessen auf die Smart-Luxury-Linie, an der drei Jahre lang gearbeitet wurde und zu der auch Innovationen wie eine weltweit bislang einzigartige Küchenarmatur, die auf elektronische Sensoren reagiert, gehören.
Kooperation mit Esprit
Und auf ein zweites Geschäftsfeld will sich Kludi konzentrieren: „Branded Partner”. Wieder ein englischer Begriff, hinter dem die Zusammenarbeit mit starken Marken steckt. Das Ziel: Unter dem Schirm weltbekannter Namen werden Kludi-Produkte verkauft. Mit Swarovski- und Joop-Bädern ist das bereits geschehen, ebenso mit der Modekette Esprit. Nach der Fachmesse ISH in Frankfurt werden die neuen Produkte deas Esprit-Bads auf den Markt gehen — vertrieben von Kludi.
"Menden ist Herz der Unternehmensgruppe"
Mit der Neuausrichtung und der Konzentration hofft das unabhängige Familienunternehmen, das weltweit 1000 Mitarbeiter — davon 320 in Menden — beschäftigt, auch gut gewappnet zu sein für die schwierige weltwirtschaftliche Lage. „Menden ist das Herz der Unternehmensgruppe”, so Gerald Ecke. „Hier ist die Forschung und Entwicklung. Der Standort ist sicher.” Gleichwohl sei man schon in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern, um bei starken Umsatzrückgängen reagieren zu können. Diskutiert werde die gesamte Palette bis hin zu Kurzarbeit. Mehrstunden auf Arbeitszeitkonten seien bereits abgebaut.
17:02
Traskalick: ...weltweit werde die Mittelschicht immer größer. In welcher Welt denn? Aus welcher Welt kommt der?
21:46
Auch Armaturenhersteller wie Grohe, Kludi und Co möchten wie in der Autoindustrie von der Abwrackprämie profitieren können. Hausgemachte Pleite und der Staat könnte helfen. Vorschlag an die Regierung: Gebrauchte Armaturen zur Verschrottung und bei Neukauf € 10,- vergüten. Und schon geht es wieder aufwärts.
14:55
Allen Erfolg der Welt !
Wo lebst du denn ?
Nicht richtig gelesen
Forschung und Entwicklung bleibt.
Der Rest ?
14:36
Hmm,
was ihr alles wisst !
15:07
@Knut Eisbär:
Redlich bemühen geht anders.
14:21
Wo findet man eigentlich noch ein Familienunternehmen? Habt Ihr die Heuschrecken-Diskussion vergessen? Ich finde - als Mendener - die Leute von Kludi bemühen sich redlich. Man sollte ihnen allen Erfolg der Welt wünschen!!
14:10
Dann halt nochmal korrigiert:
Früher hat der Laden kopiert was das Zeug hält. Dann in Luxus gemacht, gepinckelt und das Bein nicht hoch bekommen. Jetzt wird die seit drei Jahren Strategie gemacht und die Mitte wiederbelebt. Wenn Kludi noch 1000 Mitarbeiter hat, fress ich einen Besen – bezahlen tun für Missmanagement immer die Mitarbeiter.
12:05
K. Eppel soll mal einen Kurs bei der VHS machen. Soviel Rechtschreibfehler findet man wirklich selten.....
10:57
Früher kopiert was das Zeug dann im Luxus gepinckelt und das Bein nicht hoch bekommen. Jetzt wird die Mitte wiederbelebt. Wen der Laden noch 1000 Mitarbeiter hat freß ich einen Besen – bezahlen tun für Mismanagement immer die Mitarbeiter.
21:22
Die Arbeitszeitkonten sind bis zum heutigem Stand nicht abgebaut und betragen bis zu 100 Stunden.
Die Swarovski-Bäder sind anscheinend auch kein Erfolg, da die Produktion eingestellt wurde.
Was will die Kludi-Geschäftsführung uns vormachen mit der Neuen Mitte?
Dem Arbeitnehmer geht es doch so gut, aber der Firma ohgottohgott schlecht.....