Riesenwut: Brandstifter zerstört 100 Boote im Kanuclub
14.11.2008 | 08:49 Uhr 2008-11-14T08:49+0100Menden. Der Vereinsschatz ist dahin. Bei einem Brand im Vereinsheim des Kanuclubs Menden (KCM) sind am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr alle Boote zerstört worden. Die Wut ist riesengroß: Einbrecher hatten das Feuer gelegt.
Auf Krücken humpelte Peter Küffner gestern Vormittag zum zerstörten Vereinsheim an der Ruhr in Schwitten. Eigentlich sollte der KCM-Vorsitzende nach einem Bandscheibenvorfall in der Reha-Klinik sein. Doch dort hielt es ihn nicht mehr. Im WP-Gespräch zeigte er sich kämpferisch: „Wir geben nicht auf.” Später, im SAT1-Fernsehen, brach die Wut durch: „Viele hier fühlen nur Hass.”
Hass auf den Einbrecher, der dem 100 Mitglieder zählenden Verein den größten Schlag seit der Möhnesee-Katastrophe im Zweiten Weltkrieg versetzt hat, als die Fluten der Ruhr das Vereinsheim mitgerissen hatten. Jetzt steht der 1930 gegründete Verein erneut vor dem Nichts: Das Vereinsheim wurde durch Feuer, Ruß und Löschwasser derart beschädigt, dass es wohl abgerissen werden muss.
Das trifft nicht nur die KCM-Mitglieder hart, sondern auch viele andere Mendener, denn das Clubhaus war ein beliebter Ort für Feste und Familienfeiern. „Wir hatten gerade alles renoviert. Gestern Abend haben wir noch eine Küche in den Keller getragen”, so Hans-Werner Brodrecht, der bei den Arbeiten immer an vorderster Front dabei war. „Da kommen einem die Tränen.”
So ging es auch den vielen anderen Vereinsmitgliedern, die sich gestern Vormittag an der Ruhr versammelten. So guckte Gerda Küffner traurig auf ein völlig zerstörtes Boot: „Mit dem ist mein Mann 1972 bei den Deutschen Meisterschaften gestartet.” Der Verlust der mehr als 100 Boote ist denn auch das Schlimmste für den Verein. Teilweise waren sie bis zur Unkenntlichkeit geschmolzen. Die Grundlage ihres Sports ist dahin, so schnell gibt es keinen Ersatz. Viele befürchten: Die kommende Saison ist bereits gelaufen.
Mindestens 1000 Euro kostet ein neues Boot, manche auch 4000 bis 6000 Euro. Dazu kommt noch Zubehör wie Paddel und Spritzdecken. Enorme Werte sind vernichtet worden, die Polizei schätzt den Schaden auf 300 000 Euro. Die Brandsachverständigen haben gestern vor Ort viele mögliche Spurenträger gesichert. Sie sollen nun auf mögliche DNA-Spuren untersucht werden, um den Einbrecher und Brandstifter zu fassen.
„Bei uns ist schon mehrmals eingebrochen worden”, so der zweite Vorsitzende Frank Briese. Dabei gibt es — von den wertvollen Booten abgesehen — wenig zu holen. So fiel den Mitgliedern gestern auch als erstes auf, dass lediglich ein Bollerwagen verschwunden war. Vielleicht ist der Zeugen aufgefallen. Auch sonst hofft die Polizei auf Hinweise: 02373/9090-0.
Gegen 5 Uhr war das Feuer entdeckt worden. Die hauptamtliche Wache Menden und der Löschzug Nord (Halingen, Schwitten, Bösperde) kämpften — teils unter Atemschutz — gegen die Flammen.
16:36
Diesen Dünnpfiff könnte man vermeiden wenn sich die presse die komischerweise wieder sehr zeitnah an der Einsatzstelle war zurück halten würde. (Insider wissen das es nur eine WA gibt wo die Presse immer sofort bescheid weiß)
Aber ich kann es auch nicht gut heißen das ein Trupp unter PA arbeitet und zwei mann ohne .
10:54
dem kann ich mich nur anschließen, wobei geistiger Dünnpfiff noch stark übertrieben ist
00:35
Vielen Dank für an alle für ihre Anteilnahme und im Besonderen AndiZorn für sein sportliches Angebot. Laßt uns nicht weiter Trolle a la saso oder oskar füttern. Ignoriern ist vermutlich die beste Alternative dein geistigen Dünnpfiff im Rahmen zu halten.
23:15
nur kurz ein beitrag zu manchen anspielungen auf die jugendarbeit des kc menden..vor ca.2 jahren ist in dem verein dem ich angehöre ebenfalls durch brandstiftung die jugendhütte und einiges mehr zerstört worden.. der verein hat sich inzwischen etwas erholt, aber die jugendarbeit war ohne die hütte, kaum noch möglich und ist deswegen den bach runter gegangen..ich wünsche dem kc menden das es ihnen besser ergeht und das sie ihre jugendarbeit irgendwie fortsetzen könne, denn das ist mit das wichtigste für einen verein, um lange zu überleben!!!!
21:48
@oskar
Haben Sie den Schuß nicht gehört?
Meinungsfreiheit hin oder her - Ihre Wertung geht eindeutig zu weit!
Ihre Sponti-Parolen können Sie gerne dort ablassen, wo sie hingehören - nämlich auf einem Müllhaufen.
Zu Ihrer Kenntnis: Dieser Sport wird überwiegend von Leuten ausgeübt, die es wirklich nicht Dicke haben.
In diesem Sport habe ich noch nie sog. Privilegierte (was immer das auch sein mag) gesehen, aber ich übe ihn ja erst so etwa 35 - 40 Jahre aus und lerne ja noch, was das dort von Ihnen postultierte gesellschaftliche Niveau betrifft.
Die vernichteten Boote sind bzw. waren überwiegend das Privateigentum der Mitglieder und stellen als hochspezialisierte Sportgeräte mit der Ausrüstung einen erklecklichen Wert dar, der erst einmal erwirtschaftet (Vulgo: verdient) werden muß.
Viele werden es nicht einfach haben, sich Ersatz zu beschaffen.
Sie sollten sich vielleicht erst einmal schlau machen, was diese Spielzeuge angeht.
Ach ja, auf Ihre Polemik mit der Arbeitslosigkeit werde ich nicht eingehen; dazu ist mir dieses Thema zu Ernst, um mit irgendwelchen Stammtisch(bruch)piloten und Sprücheklopfern darüber zu reden.
Abgesehen davon wurde durch die Privilegierten des KC Menden eine wirklich gute Jugendarbeit geleistet - was in Zukunft wohl sehr schwer fallen wird.
Ich persönlich gehe davon aus, daß der Verein diese Katastrophe überleben wird.
@saso
So aus der Ferne kann man trefflich Kompetenz vortäuschen.
Im Feuerwehrjargon gibt es für Leute wie Sie den Begriff Gossenkommandanten - was das im Detail bedeutet, brauche ich ja wohl nicht erläutern.
Woran Sie an Hand weniger Photos die genaue Situation vor Ort erkennen können, sollten Sie mal bekanntgeben und vielleicht sogar Schulungen anbieten - das würde nämlich viele Einsätze wie diesen erleichtern.
Und aus meiner beruflichen Erfahrung mit dem Rettungswesen kann ich Ihnen versichern, daß derartige Einsätze nachbereitet werden und Fehler dort auch angesprochen werden.
Ich habe auf den Photos nichts gesehen, was mich zum Stirnrunzeln veranlassen würde.
Abgesehen davon ist es für Erstzugriffskräfte nicht einfach, sich sofort, umfassend und sachgerecht zu orientieren und das Erforderliche zu veranlassen.
Klugscheißerische Sprüche aus dem Hinterhalt sind so ziemlich das letzte, was man dann noch braucht.
@alle
Ob die Boote versichert waren, weiß ich natürlich nicht.
Ich weiß allerdings, daß es nur sehr wenige Anbieter auf diesem Sektor gibt und die Prämien nicht gerade billig sind.
Da diese Sportgeräte zudem einem rapiden Wertverfall (heftiger als bei PKW, das kann ich nur bestätigen) unterliegen, lohnt sich ab einem bestimmten Punkt eine Versicherung einfach nicht mehr, da wenn überhaupt nur der Zeitwert ersetzt wird.
Neben dem materiellen Verlust stellen viele Boote auch wegen vieler damit erlebter Touren einen immateriellen Wert dar.
Natürlich gilt das auch für das Bootshaus als Ganzes, denn es war und ist der Vereinsmittelpunkt und mehr als nur ein reiner Zweckbau.
Über das Motiv kann ich persönlich auch nur spekulieren.
Einbrecher, die sich solche Objekte (nicht nur Vereine) aussuchen, sind imho oft Traumtänzer, die dort große Beute erhoffen.
Da natürlich nicht gefunden wird, wird aus einer Mischung aus Frust und reiner Zerstörungslust und zudem zur Spurenvernichtung eben Feuer gelegt – wäre ja nicht das erste mal und wird in Zukunft auch passieren.
21:24
Wäre echt mal angebracht, wenn sich hier mal einige Moderatoren an die Arbeit machen und die sinnlosen Kommentare löscht! Sowas ist nicht nur peinlich sondern auch Menschenverachtend!
20:44
@ OskarL
Priviligierte? Es handelt sich hier um einen Kanuclub, nicht einen Yachtklub! Und wenn...das gibt niemanden das Recht, Feuer zu legen!
Hungernde Arbeitslose?....
20:28
@OskarL:
Neid ist die Eifersucht darüber, daß sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt.
20:10
Na und, sind ein paar Spielzeuge von Privilegierten draufgegangen. Brot statt Boot!
12 Millionen hungernde Arbeitslose in D und hier wird wegen so etwas geheult......
11:31
Ich nehme mal an, dass *Saso* auch zur Feuerwehr wollte und nicht angenommen wurde. Oder dabei war und rausgeflogen ist. Anders ist sein unsachliches Gequatsche -nicht nur in diesem Fall- nicht zu verstehen.