Regierungspräsident Diegel will Ausbau der A46
15.07.2010 | 14:35 Uhr 2010-07-15T14:35:00+0200
Menden/Arnsberg.Der Regierungspräsident legt sich fest: Helmut Diegel befürwortet ausdrücklich den bereits seit Jahrzehnten diskutierten Lückenschluss der A 46 zwischen Hemer und Neheim.
Diegel spricht sich bei der Anbindung an die A 445 für die Planungsvariante 12 aus, die nördlich vom Haus Füchten verläuft und eine kürzere Ruhrbrücke ermöglicht. Dies hat Diegel in dieser Woche Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper abschließend schriftlich mitgeteilt.
Der Regierungspräsident hatte im Auftrag des Verkehrsministers zahlreiche Konsensgespräche mit den Bürgermeistern der durch den Neubau berührten Städte und Gemeinden geführt und dabei eine einmütige Sicht der Dinge festgestellt.
„Die endlosen Debatten müssen endlich ein Ende finden“
„Unsere Region braucht diesen Lückenschluss - er kommt schon viel zu spät. Aber die endlosen Debatten müssen endlich ein Ende finden, damit in Berlin auch noch genügend Geld da ist, das Projekt zu realisieren. Es wird immer Menschen geben, die etwas gegen den Neubau einer Autobahn haben. Aber Politik verlangt auch, dass man sich für etwas einsetzt, wenn man davon überzeugt ist. Und ich bin von der Notwendigkeit dieses Lückenschlusses überzeugt“, so Diegel.
Regierungspräsident Diegel spricht sich in dem Brief an den Landesverkehrsminister eindringlich dafür aus, das notwendige Linienbestimmungsverfahren für den Lückenschluss zügig zu beginnen.
17:08
@ #21
Wer redet denn von Rückbau aller Autobahnen?
Es geht nur darum, nicht noch mehr Landschaften durch größtmögliche Straßen (also BAB) zu zerschneiden.
Für Hemer und Wickede reichen auch 2-spurige Umgehungsstraßen. Es muss keine durchgängige 4-spurige Straße sein.
Im Übrigen muss die Schiene ausgebaut werden, v. a. die Obere Ruhrtalbahn, die ja schließlich genau in der gleichen Richtung verläuft wie die B 7 (Hagen - Wickede - Hochsauerland - Kassel).
20:04
Ausbauende kurz vor Hemer für immer und ewig?
Nein, ginge es nach mir, gäbe es im dt. Autobahnnetz keine Autobahnstummel, die in eine Bundes- oder Landstraße münden. Denn ich halte das für inkonsequent. Wem das (sicher nicht von mir erfundene) Wort Durchsatz etwas sagt, dem wird sich die Logik erschließen, der ich folge: Wenn eine einst z.B. 4-streifig gebaute Autobahn im Nirgendwo endet, wird deren Kapazität vergeudet. Der überregionale Verkehr (wir reden hier immerhin vom Bundesautobahnnetz) meidet (und belastet Autobahnstrecken, die für geografisch andere Quell- und Zielverkehre vorgesehen sind) bis auf Ausnahmen diese Stummelstrecke, allein wegen der sich anschließenden Ortsdurchfahrten und der sich daraus ergebenden Fahrzeitverlängerung. Der lokale und regionale Verkehr versammelt sich an diesem Ausbauende regelmäßig zu Spitzenlastzeiten (Rush Hour, morgens/abends), um sich brav und geduldig auf die Landstraße einzufädeln. Ein Stau also, der nur deshalb entsteht, weil sich die unterschiedlichen Quell- u. Zielverkehre (lokal, regional, überregional) an einem Punkt bündeln, den es so nicht gäbe, wenn die Autobahn dort kein plötzliches Ende hätte. Ein Weiterbau bis zu einer sich anschließenden BAB, in diesem Fall der A46, Arnsberg-Hüsten - Brilon, würde die A46 letztendlich dem Zweck zuführen, für den sie einst geplant und (leider nur) streckenweise gebaut wurde: Die Anbindung der benachbarten Region an das landesweite Autobahnnetz. Ein Stummel kann dies nicht leisten, er trichtert den ankommenden 2-spurigen Schnellverkehr auf eine einspurige (einspurig pro Richtung) Bundesstraße, auf der im Bereich Hemer/Menden 70km/h gilt.
Wer meine Gedankengänge weder teilt noch nachvollziehen kann/will, dem schlage ich vor, eine Bürgerinitiative zu gründen: Freunde der Landstraße - Für den Rückbau der gesamten Bundesautobahnen bis zum Jahr 2100.(finanziert zur zu diesem Zweck neu erhobenen, haushaltbezogenen Fahrrad-Besitz- u. allgemeinen Gehwegsbenutzungssteuer).
Ich wünsche allzeit Gute Fahrt.
14:00
#17
Stopp... Die LINKE ist auch GEGEN den Autobahnbau.
Ich persönlich bin da ein bisserl andere Meinung. Man muß ja nicht mit ALLEN mitblöken.
13:39
Kann man den Hinweis auf Menden an der Ausfahrt Unna-Ost (A44) überkleben? Wenn die Mendener Einwohner keine Autobahn in der Nähe haben wollen, dann sollte man die Stadt doch gleich aus dem deutschen Autobahnnetz tilgen.
01:00
Die Autobahn wird tatsächlich nicht benötigt. Um so mehr die Natur. Das wird immer mehr Menschen bewusst. Ich kenne viele die aus den oben genannten Gründen die Grünen gewählt haben. Darüber sollten sich alle Anderen Parteien Gedanken machen! Menden verdient, dass der bittere Kelch Autobahn an diese Stadt vorbeiziehen wird.
23:51
Hautsache alles schön zupflastern! Den Leuten die sich sowas ausdenken fehlt vielleicht dieses Enzym, das nur mit Hilfe von Sonnenlicht hergestellt werden kann. Wie hieß es noch gleich??
14:56
Nur ein Auszug......
Essen. Wenn sich am Sonntag, 18. Juli, der Ruhrschnellweg
in ein Still-Leben verwandelt, werden sie endlich sichtba
r: die vielen schönen Blumen am Wegesrand. Wir geben Ihnen einen Einblick in das
bahnbrechende Biotop A 40.
Die Mittelstreifen von Autobahnen sind in etwa so exotisch wie die Antarktis, Wüsten und Himalaya-Höhenzüge zusammen – jedenfalls für Botaniker. Es gibt nur wenige Landschaften, die so schwierig zu untersuchen sind wie die vom Fahrtwind verwehten Biotope zwischen zwei Doppelspuren, auf denen Tempo 120 erlaubt ist. Erstmal dazwischenkommen ist ja schon das Problem.
10:19
Da kann ich Taffy11 nur zustimmen. Diese Bahn ist überflüssig und bringt neben der Zerstörung der Natur nur überregionalen Verkehr mittig durch Menden. Die lokalen und regionalen Verkehrsprobleme sind mit dieser Bahn nachweislich nicht zu lösen.
Ebenso die Mär von Arbeitsplätzen.
Gut zu sehen am Beispiel Bettermann. Das Unternehmen siedelt Betriebsteile aus dem autobahnnahen Iserlohn in Hüingsen an. Es zählen hier exakt wie von Taffy11 beschrieben Faktoren wie passende Gewerbeflächen, firmentreue Mitarbeiter und deren Qualifikationen.
Was nicht zählt, ist eine Autobahn, die eventuell drei Kilometer näher am Firmengelände liegt.
Exakt dies trifft auch auf den Logistiker DHL mit dem massiven Ausbaus seines Drehkreuzes Platte Heide zu. Passende und günstige Gewerbeflächen sind der entscheidene Faktor für Betriebsansiedlungen und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt und nicht eine Autobahn.
Mit den geplanten 300 Millionen Euro, die diese Bahn kosten soll, könnte man mit gezielten Investitionen die ganze Region wirtschaftlich prosperieren lassen.
Aber unserer altbackenen konservativen Betonköpfe wollen lieber Teer, Beton und Abgase.
Dieses Klientel begreift nicht, dass mit Autobahnen keine Zukunft zu gestalten ist.
01:10
Die Verzweiflungstat dieses Herrn, der ohnehin in wenigen Tagen durch Absetzung unschädlich gemacht wird, kann an den Realitäten nichts ändern. Die NRW-Landesregierung wird das Projekt in aller Stille beerdigen, weil es ohnehin nicht mehr finanzierbar ist.
Dieser Lückenschluss hätte keinen einzigen Arbeitsplatz geschaffen, denn Investoren richten sich bei der Standortwahl viel stärker nach weichen Standortfaktoren, wie Arbeitskräfte, Qualifikation und Einbindung in Kommunikationsnetze.
Wer vor Jahren bereits das Denken aufgefordert hat, dürfte das noch nicht mitbekommen haben. Schließlich war er ja damit beschäftigt, als braves Schaf die dummen Sprüche der Autobahnfanatiker nachzublöken.
17:33
#6 Sunnymenden
Stimmt. Sollte die Bahn einmal fertig sein , wird niemand mehr mosern. Es sei , es sind eingefleischte Grüne. Denen ist eh nicht mehr zu helfen. Wer von den Nörglern hier ist denn schon einmal in Neheim auf die A 46 gefahren ? Und dann bis Brilon durchgefahren. Eine wunderschöne AB. Und voll in der Natur integriert.
Ich kenne noch die Zeit , als alles durch z.B. Finnentrop durchkroch. Es war grausam. Bei Finnentrop ist auch der doppelröhrige Tunnel , an dem ich zeitweise mitgearbeitet habe. Der Tunnel (und nicht nur der dieser ) ist wunderschön mit der Natur verbunden. Warum soll das nicht auch in der Umgebung Menden möglich sein ?