Das aktuelle Wetter Menden 30°C
Ev. Stfitung Jugendhilfe

Mkhitaryan zaubert Kindern Lächeln ins Gesicht

02.02.2016 | 07:00 Uhr
Mkhitaryan zaubert Kindern Lächeln ins Gesicht
Mkhitaryan zauberte Kindern in Menden ein Lächeln ins Gesicht: Er nahm sich Zeit, er nahm sie ernst.Foto: Arne Poll

Menden.   Borussia Dortmunds Mittelfeld-Star besuchte die Ev. Stiftung Jugendhilfe in Menden zum 50-Jährigen – eine Herzenssache für ihn.

Der Star steht am Rand, guckt, lauscht, lächelt scheu. Allein seine Kleidung signalisiert Zurückhaltung. Borussia Dortmunds Mittelfeld-Zauberer Henrikh Mkhitaryan ist gestern Nachmittag komplett in Dunkelblau zum 50-jährigen Jubiläum der Evangelischen Stiftung Jugendhilfe an der Droste-Hülshoff-Straße gekommen. Dazu passt, dass der Ball-Artist seinen Besuch wie eine geheime Kommandosache behandelt hat. Seine Botschaft ist klar: Nicht der Star ist wichtig, die Kinder sind es.

Sie sind dem Promi so wichtig, dass er seinen einzigen freien Tag in absehbarer Zeit dafür investiert hat, wie sein Begleiter, Nachwuchs-Trainer Massimo Mariotti, beiläufig erzählt. Dass Mkhitaryan pünktlich in Menden vorfährt, verrät, wie sehr ihm die Unterstützung des Heims für Kinder aus Problemfamilien und unbegleitete junge Flüchtlinge am Herzen liegen.

20 Minuten lang lässt er sich von Einrichtungsleiterin Claudia Schirmer das Haus zeigen, und der vielsprachige, vielseitige Armenier zeigt Interesse, stellt Fragen.

Derweil ist fiebrige Erregung in der Kuschelecke einer Wohngruppe beinahe mit Händen zu greifen. 40 Kinder zwischen sechs und 22 Jahren – durchweg in Schwarz-Gelb – fiebern dem Besucher entgegen, von dem sie ahnen, ja wissen, dass er ihretwegen da ist. Um 15.10 Uhr bricht der Bann mit einem Ruf, der durch die ganzen Räume schallt: „Er! Ist! Da!“

Und dann heißt es: Show-Time. Mädchen und Jungen dürfen zeigen, was sie können. Eine Choreografie im Cheerleader-Stil mit wirbelnden Glitzer-Puscheln, Akrobatik, Hunde-Dressur. Der Gast taut auf, lächelt, sucht Blick-Kontakt.

Genau das hat ihm Hausherrin Claudia Schirmer versprochen, genau das hat er erwartet. Bereits in seinem Heimatland Armenien hat sich Mkhitaryan für Waisen eingesetzt. Er will ihnen Mut machen, ihr Leben – trotz schwieriger Start-Bedingungen – selbst in die Hand zu nehmen, ihr Glück zu machen.

Deshalb gibt’s in Menden eine Fragerunde. Der Gast wirbt für Ziele und Zielstrebigkeit, für Selbstvertrauen und Ausdauer.

Beim Autogramme-Schreiben nimmt sich Mkhitaryan Zeit für kleine Gespräche – etwa für den Syrer Abdullah (16), der in nur drei Monaten erstaunlich gut Deutsch gelernt hat. „Das ist“, wie Heim-Mitarbeiter Klaus Lange freudig feststellt, „wie eine Bescherung.“

Auch Mkhitaryan nimmt etwas mit: einen Ball mit Autogrammen aller Kinder. Eine selbstbewusste Geste: Es geht um Geben und Nehmen – für beide Seiten.

Jürgen Overkott

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Sauerlaund-Cup Finale
Bildgalerie
Handball
Jr. Sauerland-Cup
Bildgalerie
Handball
Auftakt zu Menden à la Carte
Bildgalerie
Stadtfest
Monte Menden Classic
Bildgalerie
Menden a la Carte 2016
article
11518111
Mkhitaryan zaubert Kindern Lächeln ins Gesicht
Mkhitaryan zaubert Kindern Lächeln ins Gesicht
$description$
http://www.derwesten.de/wp/staedte/menden/mkhitaryan-zaubert-kindern-laecheln-ins-gesicht-id11518111.html
2016-02-02 07:00
Menden