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Bettermann macht sich für den Schutz geistigen Eigentums stark

10.09.2007 | 00:40 Uhr

Menden/Budapest. (wp) Der Mendener Unternehmer Ulrich L. Bettermann setzt sich in Budapest insbesondere für den Schutz geistigen Eigentums ein.

Vor einem internationalen Forum hat sich Ulrich L. Bettermann erneut für den entschlossenen Kampf gegen Plagiate eingesetzt. "Der Schutz des geistigen Eigentums muss weltweit verbindlich geregelt werden, sonst drohen neue Handelskriege", sagte Better-mann am Sonntag im ungarischen Nationalparlament in Budapest.

Weltweit werden nach Bettermanns Worten jährlich bereits 600 Mrd. Euro mit nachgemachten und gefälschten Produkten umgesetzt. Dadurch würden viele Länder geschädigt, aber vor allem mittelständische Unternehmen. Selbst OBO-Produkte wurden mit gefälschten Artikel- und Prüfnummern im Markt vertrieben.

Bettermann war neben dem früheren Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, weiteren Zeitzeugen und Historikern Redner beim Kongress "Der erste Stein aus der Berliner Mauer". Unter diesem Motto hatte der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány zum Gedenken an die Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze im Jahr 1989 und den Fall des eisernen Vorhangs in Europa eingeladen. Mehr als 500 internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung in den früheren Königspalast in Budapest gefolgt.

In Ungarn, in Deutschland und in Europa sei in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. "Bei allen Problemen dürfen wir am Ende des zweiten Jahrzehnts seit der Wende in Europa nicht vergessen, wie viel besser und billiger die heutige Lage für uns alle ist als der kalte Krieg", sagte Ulrich L. Bettermann. Berlin, Deutschland und Europa hätten den Ungarn viel zu verdanken, weil dort der eisernen Vorhang zum Einsturz gebracht, das kommunistische Regime überwunden und damit auch der erste Stein aus der Berliner Mauer gebrochen worden sei.

Ungarn ist heute einer der wichtigsten Standorte der Unternehmensgruppe OBO Bettermann. In Bugyi bei Budapest sind 550 OBO-Mitarbeiter beschäftigt. Anfang der 1990er Jahre investierte OBO Bettermann sofort in Ungarn und gehörte damals zu den unternehmerischen Pionieren in Mitteleuropa. Für die Internationalisierung von OBO Bettermann war das ungarische Engagement in der Tat ein Meilenstein. Mehr als die Hälfte seines Umsatzes von 300 Mio. Euro jährlich macht das 1911 in Menden gegründete Unternehmen heute außerhalb Deutschlands.

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