Bahnhof steht kurz vor dem Abriss
27.02.2010 | 19:36 Uhr 2010-02-27T19:36:00+0100
Menden. Neue Entwicklung in Sachen Bahnhof: Mendens Schandfleck Nummer eins steht offensichtlich kurz vor dem Abriss. Nach WP-Informationen basteln die Stadt und die Albert-Erben als Grundstücksbesitzer an einer pragmatischen Lösung. Und zwar ohne einen großen Investor.
Noch mauern alle Seiten: Keiner will etwas zu den Lösungsansätzen sagen, die offensichtlich Anfang kommender Woche im politischen Raum präsentiert werden sollen. Nach WP-Informationen scheint aber die Grundüberlegung zu sein, dass man nach all den Wirren der vergangenen Jahre nun nicht mehr auf den einen großen Investor setzt, der das Bahnhofsgelände übernimmt.
Stück für Stück vermarkten
Stattdessen soll wohl der Ansatz verfolgt werden, das Bahnhofs-Areal ohne Zeitdruck Stück für Stück zu vermarkten. Um eben diese Zeit zu gewinnen, soll der öffentliche Druck vermindert werden. Und zwar mit einem zügigen Abriss des Bahnhofsgebäudes.
Da solch ein Abriss inklusive Entsorgung mit erheblichen Kosten verbunden sein würden, sollen die Albert-Erben wohl finanziell unterstützt werden. Und zwar, indem auf dem Gelände zunächst ein bewirtschafteter Parkplatz entsteht, an dessen Einnahmen sie beteiligt werden könnten. Eine spätere Bebauung soll weiter möglich sein.
Schnelle Sanierung des Bahnsteigs?
Sollte der Bahnhof tatsächlich schon in kurzer Zeit unter der Abrissbirne verschwinden, dann könnten sich auch wieder Chancen für eine schnelle Sanierung des Bahnsteigs eröffnen. Zur Erinnerung: Menden ist bereits in einem Bahnprogramm zur Schaffung eines ebenerdigen Zugangs zu den Gleisen — auch die vergammelte Unterführung könnte so verschwinden. Das Bahnhofsgebäude stünde solch einer Lösung derzeit noch im Wege.
KOMMENTAR:
Vielversprechender Ansatz
Details sind noch nicht bekannt, sie müssen auch sicherlich sorgfältig geprüft werden. Doch sollten sich die Grundzüge dieses Lösungsansatzes bestätigen, dann kann man schon jetzt sagen: Sie klingen gut, sie verdienen es, wohlwollend begleitet zu werden. Vor allem die Einsicht, dass es kein Groß-Investor richten soll, klingt vielversprechend. Denn einer, der zu Menden passt, ist offensichtlich nicht leicht zu finden. Jetzt Ruhe in die Sache zu bringen und auch pragmatisch über Kosten zu reden, ist richtig. Doch das Wichtigste für die Mendener Bürger wäre, wenn endlich das Bahnhofsgebäude verschwinden würde. Das ist inzwischen viel mehr als eine Ruine. Es ist zum Symbol des Stillstands in Menden geworden. Ein Abriss würde vielleicht so viel Symbolkraft entwickeln, dass sich auch andere Knoten lösen. Michael Koch
10:59
Warum hat man den Bahnhof nicht schon vor vielen Jahren irgendwelchen Bands als Proberaum günstig vermietet, dann könnte man von dem Erlös heute die
Renovierung betreiben, jetzt ist nach meiner Ansicht
ein Abriss wohl das kleinste Übel
19:40
Jetzt kommt der Vorschlag von Eugen Heinrich doch noch zum Zuge? Dann herzlichen Glückwunsch! Warum wird das nicht auch erwähnt, Herr Koch?
16:39
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10:52
Das dauert sowieso noch in Menden. Erst müssen doch wieder Gutachten eingeholt werden und ein paar Politiker werden grundsätzlich dagegen sein. Vielleicht dauert es nochmal 20 Jahre, dann wird das Gebäude von selbst einstürzen, Denkmalschutz hin und her.
06:53
Hoffen wir wirklich, dass es diesmal nicht wieder nur ein Luftschloss ist und der Bahnhof tatsächlich abgebrochen wird und die Bahnsteige saniert werden können. Das ist Menden von ganzen Herzen zu wünschen.
01:06
Leider hat die sympathische Denkmal-Lösung wohl keine Chance (mehr).
Dieser Winter dürfte der sowieso schon stark angegriffenen Bausubstanz noch mal arg zugesetzt haben.
Und jemand, der Grundstückskauf und Rettung der alten Gebäude finanzieren könnte und wollte, ist nach wie vor nicht in Sicht.
Das wars wohl mit unserem historischen Bahnhof.
Hoffen wir, dass wenigstens die Erneuerung des Bahnsteigbereichs mit Wegfall der Unterführung nun wirklich kommt und dass möglichst bald danach ein passendes Gesamtkonzept da ist und umgesetzt wird.
00:35
Komisch, auf einmal gehts. 20 Jahre zu spät, aber immerhin.
23:53
psst !
20:56
Läuft da nicht eine Sache mit dem Denkmalschutz? Hoffentlich erinnert man sich daran, bevor die Bagger kommen.