A 46: Berkenhofskämper sollen ihre Meinung einbringen
12.03.2010 | 14:52 Uhr 2010-03-12T14:52:00+0100
Menden. Wenn die A 46 durch Menden führt, dann sind sie unmittelbar betroffen: Donnerstagabend informierten sich zahlreiche Anwohner des Berkenhofskamp über die geplanten Trassenvarianten.
Thomas Höddinghaus, viele Jahre Bau-Fachbereichsleiter und nun Leiter mehrerer städtischer Eigenbetriebe, referierte den aktuellen Stand der Planungen.
Die Diskussion, ob die Autobahn im heimischen Raum notwendig ist oder nicht, „ist in Berlin schon längst entschieden und mit ,Ja' beantwortet worden”, führte Thomas Höddinghaus aus. Dennoch gebe es im Laufe des Projektes für Bürger ausreichend Gelegenheit, zum Autobahnbau Stellung zu beziehen.
Zwei Gutachten
Kernpunkt von Höddinghaus' Ausführungen waren zwei Gutachten, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen: Zum einen das Gutachten, das der Landesbetrieb Straßenbau als Bauherr in Auftrag gegeben hatte. Und zum anderen ein Gutachten, das die Stadt Menden vor wenigen Jahren gemeinsam mit Hemer und Iserlohn beauftragt und mit zusätzlichen Verkehrszählungsdaten unterfüttert hatte. Thomas Höddinghaus zeigte an mehreren Beispielen, wo die beiden Gutachten differieren. So prognostizieren die Fachleute, die im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau die Auswirkungen der A 46 unter die Lupe genommen haben, durch die Autobahn große Entlastungen beispielsweise für den Bräukerweg. „Bei unserer Prognose fällt die Verkehrsentlastung für den Bräukerweg nicht so hoch aus”, fasste Thomas Höddinghaus zusammen. „Uns ist aufgefallen, dass einige Punkte in der Studie nicht schlüssig sind.”
Ein Stück Natur opfern?
Größten Wert legten sowohl die Dorfgemeinschaft Berkenhofskamp als Veranstalter des Abends als auch Referent Thomas Höddinghaus darauf, sich nicht für oder gegen die A 46 auszusprechen. „Wenn Menschen nach Abwägung von Für und Wider ein Stück Natur opfern wollen, dann kann das gut und richtig sein. Ich habe aber dann ein Problem damit, wenn man die Konsequenzen herunterspielt nach dem Motto: Das ist alles gar nicht so schlimm”, so Thomas Höddinghaus. Der Abwägungsprozess müsse „sauber und ehrlich” ablaufen. Er ermunterte die Berkenhofskämper, sich bei der Bürgerbeteiligung mit ihrer Meinung einzubringen. Eines dürfe nicht passieren: „Dass sich nachher jemand hinstellt und sagt, das habe er nicht gewusst. Deshalb mein Appell: Bringen Sie sich ein.”
23:57
@#11
Das stimmt zwar leider.
Aber die DB AG ist nicht das einzige Bahnunternehmen. Andere haben da schon mehr Interesse.
Außerdem lässt sich diese Entwicklung ja wieder umkehren, indem man die Rahmenbedingungen für Bahngütertransport verbessert. Die Politik, auch der aktuelle Verkehrsminister, wollen das auch eigentlich - sagen sie wenigstens dauernd - jetzt müssen sie mal handeln, z. B. indem man Geld beim Autobahnbau einspart und in die Schiene steckt.
08:15
#10
Die Bahn hat überhaupt keine Interesse am Gütertransport. Im übrigen wurden von der Bahn viele kleine Bahnhöfe geschlossen.
00:02
@#9
Der Weg über den A46-Lückenschluss ist aber in schwierigerem Gelände, es geht viel mehr auf und ab als auf der anderen Autobahnstrecke, erst recht mit dem künftigen Tunnel unterm Hönnetal. Das ergibt nicht nur sehr teure Baukosten, sondern auch aufwändigeres Fahren, selbst wenn die Strecke kürzer ist.
Güter gehören außerdem verstärkt auf die (weiter auszubauende) Schiene. Die Verbindung Hagen - Neheim - Hochsauerland liegt schließlich heute schon an einer Bahnstrecke.
Es ist sehr zweifelhaft, ob die Innenstadtstraßen erheblich entlastet werden. Nach allen bisherigen Erfahrungen werden diese Straße ziemlich schnell wieder von (anderem) Verkehr aufgefüllt.
Durch die Autobahn verschwindet erst mal jede Menge Grün, besonders entlang der künftigen A46. An Autobahnen werden möglichst abgasresistente Bäume etc. gepflanzt. Mit Naturnähe hat das nur selten zu tun.
15:37
#8
Der Weg über die A44 und A445 nach Neheim ist aber ein erheblicher Umweg!
Die A46 endet in Hemer und nicht in Menden. Sind Sie schon mal mit einem LKW diese strecke gefahren? Das soll in 20 Minuten funktionieren? Ein
Wunschtraum!!
Die Innenstadtstraßen von Hemer und Menden würden erheblich entlastet. Für den Lärm gibt es bereits seit 40 Jahren Lärmschutzwände.
Abgase? Das schönste Grün wächst an der Autobahn!
14:51
@7
Wer fährt denn diese Strecke? Wer von der A45 kommt, nimmt die A44 und A445 nach Neheim, und das ist auch gut so. Und von Menden ist Neheim nur 20 Minuten entfernt, wenn man alle Tempolimits beachtet.
Und: Immer noch nicht gemerkt, dass es gar nicht um das bißchen Durchgangsverkehr geht? Der Lückenschluss soll nur der Entlastung der Kreuze Westhofen, Unna/Dortmund und Kamen dienen.
Hemer und Menden bekommen durch die Autobahn mehr Abgase und mehr Lärm.
08:32
#6
Sind Sie schon mal vom ende der A46 über die Dörfer bis nach Neheim gefahren, wo es wieder auf die A46 geht? Kennen Sie die Strecke?
Mit Autobahn in max 10. Ohne Autobahn fast eine Stunde.
Wir leben im Jahr 2010
23:48
@#5
Was spricht denn so absolut dringend dafür?
2-5 min kürzere Zeiten für einige Ost-West-Fahrten?
Ist das wirklich so ein hoher Wert?
Auch sonst haben Sie nicht viel verstanden vom Pro und Contra zur A 46.....
16:04
Baut doch endlich die A46.
Was spricht dagegen?
Irgendwelche Spinner, die 2 qm Garten
verlieren oder ein Storch, der mal 2 min
Pause gemacht hat?
20:14
@ #3
Von den Befürwortern (Pro A46, Wirtschaft, Asphaltlobby etc.) kommt noch viel weniger Neues.
Das ist sogar alles auf dem veralteten Stand der Verkehrspolitik der 1960er/70er-Jahre.
Es bleibt dabei, dass man die Probleme durch zu viel und zu lauten und dreckigen Autoverkehr nicht durch noch mehr Straßen und damit noch mehr Verkehr lösen kann.
Deshalb darf man schon gar nicht die wirklich wertvollen Landschaften zwischen Hemer, Menden und Ense zerstückeln.
22:46
Huingsen schweigt und so zieht die Karawane weiter, und wenn das wieder nix wird kann die Giga noch nach Oesbern wandern.
Ist aber egal, Hauptsache man kommt möglichst oft in die Zeitung, auch wenn es nichts neues gibt.