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Fackelschwimmen verwandelte Lippe in Meer aus märchenhaften...

"Eiszeit" zum Dahinschmelzen

16.12.2007 | 13:18 Uhr
"Eiszeit" zum Dahinschmelzen

„Uns war es in den Neoprenanzügen im Wasser wärmer als den Zuschauern am Lippeufer”, sagte Pressesprecher Hans Jürgen Voß vom TSC Lünen nach dem 24. Fackelschwimmen.

Er zog eine positive Bilanz: Alles hätte hervorragend geklappt und der Einsatz der Beteiligten wäre, wie immer, enorm gewesen.

Das Spektakel, das in diesem Jahr Märchen thematisierte, zog am Samstag die Menschen erneut massenweise an. Sie standen dicht an dicht gedrängt auf der Lippebrücke und entlang des Ufers und begrüßten die Ankömmlinge jubelnd und mit viel Applaus. Der Anfang gehörte den Gastgebern, die Weihnachtsgrüße an das Publikum übersendeten. Es folgte „Frau Holle” von der Tauchern aus Wanne-Eickel, „Ein Weihnachtsmann auf Reisen” kam dahinter von der Klever Tauchgemeinschaft. „Allerdings hat hier der Nikolaus schon etwas Schlagseite erhalten”, kommentierte der Leiter des Lüner TSC und Moderator Kurt Klare von der Brücke aus. In der Tat hing der Mann mit dem weißen Rauschebart schon etwas in den Seilen. Man nahm's mit Humor.  „Gulliver im Weihnachtswald” von den Herner-Sport-Tauchern war ein Floß, das nicht nur eine imposante Figur trug, sondern auch aufwändig aus Holz verarbeitete Tannenbäume. Dafür gab's nicht nur anerkennende Worte vom Moderator, sondern auch Platz eins für das schönste Floß von der Jury.

Platz zwei ging an die Taucher Maritim aus Borken, für ihre fantasievolle Darstellung des „Weihnachtsmärchens”. Und - knapp dahinter - auf Platz drei die Hertener mit „Ice Age”. Sie trumpften mit einem Doppelfloß auf, das mit allen Hauptfiguren des Films versehen war. „. . . da wird Kay von Splittern des Zauberspiegels getroffen: Ein Splitter trifft sein Herz, das sich in einen Eisklumpen verwandelt. Ein anderer Splitter gerät ihm ins Auge und er findet das Schöne nur noch hässlich . . .” - so Auszüge auf dem Märchen „Die Schneekönigin” von Hans Christian Andersen, das die Jugendabteilung aus Lünen mit einer wunderschön im weißen Brautkleid gekleideten Dame thematisierte. „Auch für den Tauchsport herrscht momentan noch tiefster Winter”, erläuterte Klare die Bedeutung, die die Jugendlichen mit dem Märchen aussenden wollten. Denn die Sorge, ob das geplante Zentralbad dem TSC noch genügend Trainingsmöglichkeiten bietet, sei groß. Den Abschluss gestaltete die Lüner Unterwasser-Rugby-Abteilung mit einem „Christbaum - so fing es an”. Insgesamt waren mehr als 100 Schwimmer in das sechs bis acht Grad kalte Wasser gestiegen, die jüngste Teilnehmerin war gerademal neun Jahre alt, der älteste 59. Die starken Niederschläge aus den letzten Wochen hatten das Lippewasser ansteigen und Strömung stark werden lassen. „Entsprechend mussten wir die Abstände aus Sicherheitsgründen zwischen den Flößen ausdehnen”, erklärte Voß und lobte auch den Einsatz von THW und Feuerwehr, die den Akteuren beim Ein- und Ausstieg halfen und für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Mit dem Ende des Fackelschwimmens war es für die Sportler noch lange nicht vorbei: Bei der großen Taucherparty in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule überreichte die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Droege-Middel den diesjährigen Gewinnern feierlich ihre Pokale.

Iris Kopitzki



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