Anteil der „grünen Energie“ am Strommix
24.05.2012 | 16:38 Uhr 2012-05-24T16:38:00+0200
Iserlohn. Iserlohn.3,7 Millionen Euro haben die Stadtwerke Iserlohn in den vergangenen zwölf Monaten in die Nutzung regenerativer Energien investiert. Der Anteil der grünen Energien am Iserlohner Strom-Mix liegt bei 40 Prozent und damit doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt, teilt der kommunale Versorger in einer Presseerklärung mit.
3,7 Millionen Euro haben die Stadtwerke Iserlohn in den vergangenen zwölf Monaten in die Nutzung regenerativer Energien investiert. Der Anteil der grünen Energien am Iserlohner Strom-Mix liegt bei 40 Prozent und damit doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt, teilt der kommunale Versorger in einer Presseerklärung mit. Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer: „Wir hatten uns schon seit etwa 2008 mit dem Thema Energiewende auseinandergesetzt und Projekte angestoßen. Daher sind wir sicherlich weiter als andere.“ Von 2009 bis 2011 flossen etwa 5,2 Millionen Euro in Klimaschutzprojekte mit regenerativen Energien.
Pro Jahr erzeugen die Stadtwerke 14 Millionen Kilowattstunden Naturstrom, mit denen etwa 4000 Haushalte versorgt werden können. Zuletzt wurde auf den Dächern am Betriebshof Stefanstraße eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 63 kWp installiert. Diese Anlage soll pro Jahr etwa 60 000 Kilowattstunden Naturstrom produzieren - ausreichend für die Versorgung von 20 Haushalten.
Neben Photovoltaik-Projekten ist vor allem die Windkraft eine tragende Säule des alternativen Energiekonzeptes. Über das Gemeinschaftsunternehmen Green GECCO ist der Versorger an den Onshore-Windparks Süderdeich in Schleswig-Holstein und „An Suidhe“ in Schottland beteiligt. Sie können gemeinsam eine installierte Leistung von 48 Megawatt vorweisen und Naturstrom für etwa 27 500 Haushalte produzieren. Das Stadtwerke-Bündnis Tobi Windenergie GmbH, an dem der Iserlohner Versorger ebenfalls Anteile hat, sorgte 2011 für 40,6 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien, die für 11 500 Haushalte ausreichen. Tobi verfügt über elf Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Hinzu kamen kurz vor Weihnachten 2011 drei weitere Windanlagen bei Schwerin, die Ökostrom für 3100 Haushalte ins Netz einspeisen.
Zusammen mit der Märkischen Bank setzten die Stadtwerke überdies den „KlimaSparBrief“ auf: Binnen acht Wochen sicherten sich Anleger ihre Anteile am Gesamtkontingent in Höhe von drei Millionen Euro. Damit wurden allein in Iserlohn zehn Photovoltaik-Projekte realisiert.
„Für ein tragfähiges Energiekonzept reicht es aber nicht aus, sich nur auf regenerative Energien zu fokussieren. Es wäre fahrlässig, innovative Ansätze im Bereich der fossilen Energien außer Acht zu lassen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer mit Blick auf die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung. Insbesondere Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Wirkungsgraden von über 89 Prozent hätten ihre Praxistauglichkeit längst unter Beweis gestellt. Daher installierten die Stadtwerke kürzlich ein Mini-BHKW an der AWo-Kindertagesstätte an der Leckingserstraße. Das ungleich größere BHKW an der Stefanstraße – Mitte Dezember in Betrieb gegangen – mit einer elektrischen Leistung von 400 kW und einer thermischen Leistung von 500 kW trägt ebenfalls dazu bei, die Emissionsbelastung herunterzufahren.
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