Schlossfestival eröffnet mit Paukenschlag
26.05.2009 | 18:00 Uhr 2009-05-26T18:00:00+0200Hohenlimburg. Es trifft den Zahn der Zeit. Ein Event wie das Schlossfestival, das mit einem Paukenschlag am Freitagabend eröffnet wurde, war längst überfällig.
Ganz im Zeichen des Rocks und Blues' stand der musikalische Abend, der 300 Gäste in den Innenhof zog und Schloss Hohenlimburg zu einer im wahren Sinne des Wortes „Musik-Hochburg” avancieren ließ.
Es ist ein Projekt, ein Versuch. Doch die Organisatoren um Schlossmanagerin Julia Dettmann zeigten sich zuversichtlich. Selbst Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg ließ eine Veranstaltung mit 20 000 Gästen in Rheda „sausen”, um sich von der Resonanz des Schlossfestivals zu überzeugen.
Die Bewohner von Schloss Hohenlimburg waren ihrer Zeit schon immer voraus. Auch vor einigen hundert Jahren. Ich denke, sie hätten keine Einwände.
Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg
„Frau Dettmann ist etwas skeptisch wegen möglicher Krawalle, aber ich habe vollstes Vertrauen in die Hagener und Sauerländer Jugend”, schmunzelte der Erbprinz, der in Begleitung seiner Gattin Marissa den Abend sichtlich genoss. Mit den Worten „Die sind ja echt schräg”, beschrieb der sichtlich begeisterte Prinz den Auftritt der Band „The Smack Ballz” um Sänger Patrick Pfeiffer.
Was zunächst kurios wirkte, sollte sich bereits nach den ersten Stücken als echter Geheimtipp erweisen. Mit Akkordeon, Geige, Cajon und E-Gitarre präsentierte die Band Eigeninterpretationen von Rockgrößen wie Metallica, Deep Purple und vielen anderen. Eingehende Rhythmen und tiefe Bässe sorgten dabei für ein fühlbares Grummeln in der Magengegend.
Auf die skeptische Äußerung „Wenn das die Urväter von Schloss Hohenlimburg hören würden”, äußerte der Prinz amüsant lächelnd: „Was wäre dann? Die Bewohner von Schloss Hohenlimburg waren ihrer Zeit schon immer voraus. Auch vor einigen hundert Jahren. Ich denke, sie hätten keine Einwände.”
Nicht minder begeisterte die junge Coverfomation „Lack of Evidence”. Mit Stücken von ZZ Top und Westernhagen läuteten sie den Abend ein. „Wir spielen normalerweise eigene Songs. Für heute haben wir uns jedoch auf Cover beschränkt”, erklärte das Trio.
Nicht nur der Prinz, sondern auch der „Graf” von Schloss Hohenlimburg war begeistert. Bernd Graf, Mitinitiator des Schlossfestivals, war mit der Resonanz zufrieden: „Der Auftakt lief gut und es stehen noch tolle Gigs bevor.”
Den Top-Act bestritten „Memo Gonzales & The Bluescasters”. Blues, der in die Hüften geht, war trotz kühlerer Temperaturen garantiert. Der Texaner spielte mit seinem Publikum, ließ die fülligen Hüften kreisen und bot eine einmalige Show.
„Ich hoffe dass sich dieses Event etablieren kann. Eine Konkurrenz zum Burg-Rock in Altena sehe ich nicht, weil dieses Festival eine ganz eigene Charakteristik hat”, erklärte Schlossmanagerin Julia Dettmann.
04:26
Waren das wirklich 299 Leute, die mit mir da waren?
Ich hätte jetzt höchstens auf die Hälfte getippt.
Die 3 Bluescasters hattens echt drauf !
Ich habe vorher noch nie etwas von denen gehört.