Glaubensbrüder und Kaufleute haben den Kontakt gesucht
29.10.2009 | 16:45 Uhr 2009-10-29T16:45:00+0100
Hohenlimburg. Eine funktionierende Städtepartnerschaft, die auch an der Basis ein Eigenleben entwickeln soll, braucht die Unterstützung von mitgliederstarken Vereinen und Verbänden. Im Oktober 1980 feierten Lievin und Hohenlimburg 20 Jahre Freundschaft.
Als im Oktober 1980 das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft in Lievin gefeiert wurde, sahen die Festivitäten dort die aktive Teilnahme einer stattlichen Anzahl dieser Institutionen: die „Hohenlimburger Briefmarkenfreunde”, den (damaligen) Nahmer MGV, den Spielmannszug „Stadt Hohenlimburg”, die Basketballer des TV 1871, die Behindertensportgruppe, die Freiwillige Feuerwehr und selbstverständlich den Arbeitskreis für Städtepartnerschaften.
Apropos Spielmannszug: Der gab damals vor dem Rathaus in Lie´vin eine Probe seines Könnens unmittelbar nach seiner Ankunft und vor der Eröffmung der Briefmarkenausstellung. Die Hohenlimburger hatten die Spielleute zum Rathaus begleitet und den Franzosen zugewinkt, die vor den Haustüren standen oder im Fenster lagen, um den ihnen ungewohnten Klängen zuzuhören.
Gegenbesuch
Verbindungen des Einzelhandels untereinander gab es übrigens schon einige Jahre früher. Im Juni 1975 weilte eine 36-köpfige Gruppe Lieviner Kaufleute in Hohenlimburg; Vertreter des Hohenlimburger Einzelhandels statteten ein dreiviertel Jahr später der Partnerstadt im Pas de Calais einen Gegenbesuch ab.
Diese Lennestädter Delegation wurde vervollständigt vom Förderkreis für internationale Freundschaft und Jugendaustausch, von Bezirksvertretern, der Versehrtensportgemeinschaft und von Vertretern der evangelisch-reformierten Gemeinde. Letztere knüpften seinerzeit erstmalig Kontakte zu ihren Glaubensbrüdern und -schwestern in Lie´vin. Im Februar 1977 fand bereits eine weitere Begegnung der beiden reformierten Kirchengemeinden statt.
Urkunde
Wiederum drei Jahre später und 20 Jahre nach der Begründung - inwischen hatte man sich alljährlich wiedergesehen - erneuerten Hagens damaliger Oberbürgermeister Rudolf Loskand, Bezirksvorsteherin Marie Schumann und Lievins Bürgermeister Henri Darras am 11. Juni 1980 während der 750-Jahr-Feier in Hohenlimburg die Partnerschaft mit einer Urkunde folgenden Wortlautes:
„In einer Zeit weltpolitischer Spannungen sind die vor 20 Jahren proklamierten Ziele der Freundschaft zwischen Lievin und Hohenlimburg aktueller denn je. Sie dienen dem Wohl des deutschen und französischen Volkes und dem Frieden in der ganzen Welt. Es gilt, auch in Zukunft weiter an der von uns errichteten Brücke der Freundschaft zu bauen, sie zu stärken und zu festigen, damit wir für immer den Kampf für den Frieden gewinnen.
So bekräftigen wir im Geiste der Freundschaftsbotschaft der Stadt Lie´vin an die damalige Stadt Hohenlimburg vom 22. September 1962 erneut die feste Absicht, uns mit aller Kraft für den weiteren Aufbau Europas und die Verständigung aller Menschen, die guten Willens sind, einzusetzen.”
(wird fortgesetzt)
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