Das aktuelle Wetter Hagen 8°C
Schweinegrippe

Zurzeit keine Erkrankungen - Impfstoff nach Herbstferien

08.10.2009 | 08:00 Uhr
Zurzeit keine Erkrankungen - Impfstoff nach Herbstferien

Hagen. Die Zahl der Fälle von Schweinegrippe in Hagen stagniert bei 46. Dr. Claudia Sommer, Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes, erklärte, es seien seit geraumer Zeit keine neuen Erkrankungen gemeldet worden.

Am Dienstag wurden die Hagener Ärzte über die Möglichkeiten einer Schutzimpfung informiert.

Jüngst wurde eine angehende Abiturientin aus Hagen wegen des Verdachts auf Schweinegrippe untersucht. Das Ergebnis war negativ. Die junge Frau besucht das Friedrich-Harkort-Gymnasium in Herdecke, zwei ihrer Klassenkameraden hatten sich während einer Barcelona-Reise mit dem Virus infiziert. An Hagener Schulen ist bislang kein Fall aufgetreten.

Vorsicht

Obwohl Experten die „normale” Grippe, die regelmäßig im Herbst und Winter auftritt, für mindestens ebenso gefährlich halten wie die Schweinegrippe, ist die Sorge, sich mit dem neuen Virus angesteckt zu haben, bei den Menschen offenbar groß. Die niedergelassenen Ärzte berichteten über viele Patienten, die mit einer Erkältung und der Befürchtung, sie könnten sich mit der Schweinegrippe infiziert haben, in die Praxen kämen, berichtete Dr. Sommer.

Sie wolle die Bedenken keineswegs herunterspielen, denn in Einzelfällen könne der Erreger gefährlich werden: „Man kann Todesfälle, ebenso wie bei einer saisonalen Grippe, nicht ausschließen.” Ziel der medizinisch Verantwortlichen sei es daher, die Bevölkerung aufzuklären und zu verhindern, dass empfindliche Personenkreise wie Asthmatiker, Schwangere und Säuglinge mit dem Virus in Berührung kämen: „Diese Gruppen müssen auch der saisonalen Grippe mit Vorsicht begegnen.”

Impfstoff ab 26. Oktober

Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe wird Gesundheitsamt und Ärzten ab 26. Oktober, also nach Ablauf der Herbstferien, zur Verfügung stehen. Dann soll Feuerwehrleuten, Polizeibeamten und medizinischem Personal eine Impfung angeboten werden. Bürger, die sich impfen lassen wollen, können ihren Hausarzt aufsuchen. „Niemand wird abgewiesen”, so Claudia Sommer. Sie selbst tendiere dazu, sich impfen zu lassen, verriet die Ärztin: „Wenn ich mich vor einer Krankheit schützen kann, wäre ich schön blöd, wenn ich es nicht täte.”

Hubertus Heuel



Kommentare
Aus dem Ressort
Starker Wildwechsel im Sauerland und am Niederrhein
Wildunfälle
Im vergangen Jahr sind bei Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren bundesweit mehr als 2000 Menschen verletzt worden, 20 bis 30 sterben jährlich bei Wildunfällen. Schutzzäune und Warnanlagen sollen die ärgsten Folgen eindämmen. Auch die Deutsche Bahn will Risikostrecken verstärkt ausrüsten.
Südwestfälische Firmen von EU-Sanktionen irritiert
Russland
Die Vorschriften der EU-Sanktionen gegen Russland lösen derzeit bei Unternehmen in Südwestfalen Irritationen aus. Was darf nun exportiert werden und was eigentlich nicht? Wirtschaftsanwalt Wolfgang Ehrlich empfiehlt: Gründliche Eigenprüfung vor dem Export der Produkte durch die Unternehmen.
Die Ursprünglichkeit des Flusses fasziniert
Kunstgenuss
Die Doppel-Ausstellung „Kunstgenuss“ wird am Mittwoch, 24. September, um 17 Uhr in Rummenohl eröffnet.
Noch einmal den Wind auf der Haut spüren
Medizin
Bernadette Huber arbeitet als Pflegerin für den außerklinischen Intensivpflegedienst Ruhrtal, mit dem sich Ulrich Ledermann und Werner Tüttelmann selbstständig gemacht haben.
Versorger Mark-E setzt auf den Kraftstoff Strom
Verkehr
Die Elektromobilität sieht der Mark-E weiterhin als Zukunftssparte an. Beim „E-Mobility-Tag“ am Platz der Impulse auf Haßley gibt es vom Energieversorger, aber auch von Autoherstellern jede Menge Informationen rund um das Thema.
Fotos und Videos
Phoenix Hagen gegen Leeuwarden
Bildgalerie
Basketball
Übung simuliert Tankexplosion
Bildgalerie
Feuerwehr Breckerfeld
Amoniak-Alarm im Lennetal
Bildgalerie
Feuerwehr