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Kinderoper im Lutz

„Wunder Opernerlebnis“ ohne poppig-süße Klänge

15.02.2011 | 18:55 Uhr
„Wunder Opernerlebnis“ ohne poppig-süße Klänge
„Ritter Gluck im Glück oder Wir schmieden eine Oper“, das Musiktheaterstück für Kinder, feiert am Freitag um 10 Uhr Premiere.

Hagen.Was das Stück pädagogisch wertvoll macht? Kinder lernen in 60 Minuten, was eine Oper ausmacht. Und das ist eine Menge.

„Ritter Gluck im Glück oder Wir schmieden eine Oper“, so lautet der Titel der Kinderoper, die am Freitag, 18. Februar, im Theater Lutz Premiere feiert. Das Musiktheaterstück von Jörg Schade und Franz-Georg Stähling richtet sich an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren. „Es ist kein VHS-Kurs über Opern“, unterstreicht Werner Hahn, „nein, wir beleuchten vielmehr das ,Wunder Opernerlebnis’ auf herrlich verspielte Art“. Gerade das Genre Oper, auf den ersten Blick vielleicht eine etwas „distanzierte Kunstform“, müsse den jungen Zuhörern ganz direkt nahe gebracht werden, betont der Lutz-Leiter, der auch die Protagonistenrolle in „Ritter Gluck“ übernimmt. Hahn spielt den Komponisten Christoph Willibald Gluck, der mit einem Orden ausgezeichnet wird und sich deshalb „Ritter von Gluck“ nennen darf. „Ich bin aber auch eine Art Moderator, der die Kinder durch das gesamte Stück leitet und kindgerecht die Instrumente einführt“, so Hahn. An seiner Seite agiert Tanju Schun als gute Fee Amor.

Kinderoper mit klassischer Musik

Andres Reukauf (musikalische Leitung) und Thilo Borowczak (Inszenierung) haben Wert darauf gelegt, kein poppig-süßes Kinderstück auf die Bühne zu bringen, sondern eine aus klassischer Musik von Mozart, Händel, Wagner und Gluck bestehende Kinderoper. Die kindlichen Besucher können dem Bläserquintett förmlich auf die Instrumente schauen, „so zeigen wir den Kindern, dass Musik nicht immer aus der Konserve kommen muss, sondern auch live gespielt wird“, erläutert Thilo Borowczak.

Amüsant ginge es in der Kinderoper zu, und auch Dramatik fehle nicht, „auf der Bühne wird ein Donnerblech geschmiedet, und dann grollt es ordentlich“, macht Tanja Schun neugierig.

Durch die finanzielle Unterstützung des Theaterfördervereins im Rahmen des Projektes „Jedes Kind ins Theater“ ist der Besuch der Vorstellungen für alle Kindergarten- und Grundschulkinder aus Hagen und Umgebung im Klassen- oder Gruppenverbund kostenlos.

1500 Karten gesponsert

„Es muss für Kinder und Jugendliche absolut selbstverständlich sein, ins Theater zu gehen“, begründet Klaus Hacker, Vorsitzender des Theaterfördervereins, das Engagement des Vereins, der 1500 Lutz-Karten gesponsert hat. Die Premiere am Freitag beginnt um 10 Uhr; weitere geschlossene Vormittags-Vorstellungen (alle bereits ausgebucht) finden u.a. am 21., 22., 23. und 25. März statt. Momentan versucht die Theaterleitung, ergänzend Nachmittags-Termine im Freiverkauf einzurichten.

Yvonne Hinz

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