Tierschützer sind empört über den Regierungspräsidenten
22.12.2009 | 17:42 Uhr 2009-12-22T17:42:00+0100
Hagen. Was sie von der Verfügung des Regierungspräsidenten zum Stopp des Tierheim-Neubaus in Eilpe hält, fasst Bürgermeisterin und Tierschützerin Brigitte Kramps in einem Wort zusammen: „Unverschämt.”
Aber klein beigeben wollen die Tierschützer keineswegs: „Wir setzen uns am Mittwoch zusammen und werden uns über unsere Strategie abstimmen”, kündigt Brigitte Kramps an. In einem Punkt gibt es für die Hagener Tierschützer, die 525 000 Euro aus Spendenmitteln zum Bau des Tierheims beisteuern wollen, aber bereits Klarheit: Sie wollen die Landesregierung einschalten. „Und zwar den Innen- und den Umweltminister”, betont die Bürgermeisterin.
Beispielsweise müsse Innenminister Wolf die Frage beantworten, ob der Regierungspräsident überhaupt rechtlich befugt sei, von seiner Behörde längst freigegebene Mittel aus dem Konjunktpaket II wieder zu streichen. Und Umweltminister Uhlenberg solle Stellung nehmen, warum das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz als Aufsichtsbehörde neuerdings die Situation im derzeitigen Hagener Tierheim für unbedenklich halte, während das Amt noch vor einem Jahr die Stadt wegen der Zustände dort abgemahnt und mit Schließung gedroht habe. Antje Klappenbach-Bratz, Vorstandsmitglied im Hagener Tierschutzverein: „Seither hat sich an der Situation in dem Heim ja nichts geändert. Von einer artgerechten Haltung der Tiere kann überhaupt keine Rede sein.” Zudem seien auch die Bedingungen für die Mitarbeiter eine Zumutung. „Es wäre eine Katastrophe, wenn es beim Nein zum Neubau bleibt”, so Antja Klappenbach-Bratz.
Veränderte Lage nach neuerlicher Inspektion
Derzeit freilich sieht es so aus, als ob das Arnsberger Nein ziemlich endültig sei. Jörg Linden, Sprecher der Bezirksregierung: „Das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz hat seine Kritik und Bedenken aus dem Vorjahr aufgrund einer neuerlichen Inspektion zurückgenommen.” Insofern sei auch aus fachaufsichtlicher Bewertung kein Neubau erforderlich. Ganz zu schweigen von der Haushaltssituation, in der sich Hagen befinde. Linden erinnert daran, dass die Kommunalaufsicht bereits Anfang September in einem Schreiben an die Stadt die Pläne für den Tierheim-Neubau als überdimensioniert und den Betrieb als zu kostspielig kritisiert und insbesondere die von 1,725 Mio Euro auf 2,267 Mio Euro angestiegenen Baukosten angeprangert habe. „Dennoch hat der Hagener Rat diese Pläne wenige Tage später verabschiedet”, betont der Sprecher der Bezirksregierung.
Ob Arnsberg von dem Nein zum Neubau wieder abrücken könnte, sofern die Investitionskosten auf 1,7 Millionen Euro zurückgeschraubt würden, ist für die Bezirksregierung derzeit bestenfalls eine hypothetische Frage. Jörg Linden: „Zunächst wird sich der Hagener Rat mit der Angelegenheit befassen müssen. Alles andere wäre derzeit reine Spekulation.”
13:30
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00:49
Ich persönlich kenne Herrn Diegel u. mich wundert es nicht. Trotzdem fehlt mir jegliches Verständnis für sein Handeln.
18:48
Ich frage mich allen Ernstes, ob Herr Diegel hier eingreifen darf. Das Tierheim soll mit Mitteln des Konjunkturpaketes II gebaut werden. Diese Mittel waren mit deutlichen Vorgaben den Gemeinden außerhalb des Gemeindehaushaltes zur Verfügung gestellt worden. Die Vorgaben selbst sind in Hagen eingehalten worden. Selbst in Arnsberg war die Einsucht vorhanden, dass eine Sanierung des bestehenden Tierheimes nicht möglich sei.
Die Kosten des Neubaus werden von Arnsberg falsch widergegeben. Nicht 2,25 Mio. €, sondern 2,025 Mio. € sind fier nötig. Aber manche Nullen können mit Nullen nicht umgehen. Die Mittel kommen mit 1,5 Mio. € aus dem Konjunkturpaket und 525.000 € als Spende des Tierschutzvereins. Somit greift der § 82 der Gemeindeordnung NW nicht. Das sollte eigentlich in Arnsberg bekannt sein.
An alle Kritiker: Wer das Tierheim und das Gelände Hasselstraße kennt, sollte froh sein, dass trotz aller Schwierigkeiten in Hagen 2 Schandflecke beseitigt werden.
17:01
Warum mischt sich diegel ein, etwa weil in Hagen mal wieder uber das Ziel hinuasgeschossen wurde?
Auch, denn die guten Tierschützer haben es mit Hillary geschafft über 500.000 euro zu sammeln. Hut ab vor der leistung, das schafft kein Theaterförderverein!! Aber schon wird wieder auf die Ka...gehauen und wir sind bei über 2. Mio bei dem Bau. Waum läßt man einen Meyer bauen, der gar keine Ahnung von Tierheimen hat. Vom Tierschutz liegen 2 Vorschläge von fachfirmen vor, die das sachgerecht aber billiger machen würden. Also, Herr Diegel schlagen sie zu Recht zu!
Aber jetzt nicht ständig und zu jeder Gelegenehit. Das die Hagender Politik von Ihnen nicht nochmal so Keksperten wie das Ann - Katrinsche andrehen lässt ist Fakt und wird so bleiben. Deswegen, hören Sie mit dem VEITZtanz auf, nur weil der neue OB nicht von Ihnen ist, dass weiss mittlerweile eh jeder!
14:17
@#9
Herr Diegel ist nicht Hagen verantwortlich. Hagen ist pleite und da muss Arnsberg eben einschreiten. Hätte Hagen nicht das Geld zum Fenster raus geworfen, müsste ein Diegel, bzw. seine Behörde, nicht einmal gefragt werden.
Weiter so, Diegelchen!!!!
11:04
Was die Finanzen angeht, ist es sicher richtig, die Planung nochmal zu überarbeiten. Hagen ist ja bekannt dafür, dass die Vorplanungen nie stimmen. Beispiele: Ische, Westfalenbad, ESM usw.
Aber hier hat Diegel wieder mal eine Gelegenheit, der Stadt einen Knüppel zwischen die Beine zu schieben, um seinen privaten Kampf weiter zu führen.
Ich denke, er ist frustriert, dass er hier nix geworden ist. Der RP-Posten hätte für Hagen nicht schlechter besetzt werden können. Man muss ihn endlich von Düsseldorf aus zurückpfeiffen!
10:33
Die 525.000 Euro gehen nicht in die Stadtkasse, da hat sich Herr Diegel verrechnet. Ich fordere dann meine Spende zurück, da sie Projektbezogen war.
10:19
Ich mag den Diegel nicht, aber was kann er dafür, dass Hagen pleite ist? Hätte Hagen nicht Jahrzehnte über den eigenen Verhältnissen gelebt, hätte es auch Geld für so etwas nutzloses wie ein Tierheim. Wenn es Tiere gibt, die keiner haben will, dann kann man sie einschläfern.
Baut lieber Schulen, Kindergärten und Einrichtungen, die der Bevölkerung etwas bringen. Nein, das Emil-Schumacher-Museum bringt der Bevölkerung rein gar nichts und ist eine Unverschämtheit an sich!
08:11
Ganz Unrecht hat der ja RP nicht… Sicher hätte man durch eine intelligentere Planung die Kosten für den Neubau eines (unumstritten notwendigen) Tierheimes senken können. Dadurch wäre dann auch nichts in Frage gestellt worden. Die idiotische Idee das Tierheim an der Hasselstraße zu platzieren ist ohnehin ein KO Argument. Das Tierheim hätte prima an den Stadtrand gepasst. Am Kaisberg oder bei Gut Hausen gibt es Platz satt. Hier hätten sich auch mehr Bürger gefunden die gerne einmal mit einem Leih-Hund ein paar Stunden im Wald verbracht hätten… Von der günstigeren Verkehrsanbindung und Lärmbelästigung für Nachbarn ganz zu schweigen. An der Hasselstrße geht es dann aber mehr ums verwahren als ums vermitteln der Tiere.