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Stadtsauberkeit

Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff

10.05.2012 | 18:11 Uhr
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
Eine Tütenstation für Hundekot im Stadewäldchen Dortmund. Ob das auch in Hagen helfen würde?

Hagen.   80 Hundehalter, die den Kot ihrer Lieblinge nicht entsorgt haben, hat das Ordnungsamt im vergangenen Jahr ermahnt. Zu wenig, finden zahlreiche Bürger und äußern ihren Unmut über den unappetitlichen Dreck. Auch den Politikern ist das Problem nicht entgangen, doch geändert hat sich bisher nichts.

Es stinkt gewaltig in den Straßen der Stadt. Die zunehmende Verschmutzung von Bürgersteigen, Grünanlagen und Spielplätzen durch Hundekot ärgert viele Hagener fast noch mehr als Schuldendebakel, Kaerger-Affäre und Schulschließungen .

Als unsere Zeitung Ende März über die schissigen Hinterlassenschaften berichtete, machten viele Leser ihrem Unmut über den unappetitlichen Dreck in Leserbriefen und Anrufen Luft. „Die Reaktion der Menschen ist verständlich“, sagt Martin Echterling, im Ordnungsamt zuständig für Stadtsauberkeit. „Der Hundekot hat sich zu einem großen Problem ausgewachsen.“

Nur die Hagener Politiker, die sich doch eigentlich um die Bürger und ihre Stadt kümmern sollen, tun bis heute - nichts. Spricht man Vertreter der politischen Klasse auf das Thema an, reagieren die meisten perplex - als seien sie überrascht, dass solch ekelerregende Objekte in ihren Zuständigkeitsbereich fallen könnten.

Erhöhung der Verwarngelder möglich

Immerhin ist den meisten nicht entgangen, dass da etwas nicht stimmt mit der Sauberkeit in ihrer Stadt. „Wo man auch hergeht, man muss den Blick ständig nach unten richten, um nicht in einen Haufen zu treten“, so Willi Strüwer, stellvertretender Fraktionschef der CDU. „Jeder Stadtteil ist betroffen.“ Schärfere Kontrollen erforderten jedoch mehr Personal, und das sei angesichts der leeren Stadtkassen nicht zu finanzieren: „Deshalb ist Zivilcourage erforderlich. Man muss die Hundebesitzer auf ihr Fehlverhalten hinweisen.“

Auch SPD-Fraktionschef Mark Kripper sieht in beherztem Einschreiten die derzeit einzig mögliche Reaktion auf die Sudel-Orgie: „Selbst wenn wir die Kontrolldichte erhöhen, würde das Problem, glaube ich, nicht gelöst. Wir müssen das Bewusstsein der Halter ändern.“ Immerhin will er in der Fraktion über eine Erhöhung der Verwarngelder diskutieren lassen.

"Die Bürger trauen sich nicht, die Hundebesitzer anzusprechen"

Aktuell muss ein auf frischer Tat ertappter Hundebesitzer 20 Euro Strafe berappen, gerade einmal 80 solcher Knöllchen verteilte das Ordnungsamt im letzten Jahr. Appelle an den guten Willen, wie von den Politikern gefordert, würden häufig nicht fruchten, berichtet Martin Echterling: „Die Bürger trauen sich nicht, die Hundebesitzer anzusprechen, weil sie befürchten müssen, dass sie angegriffen werden.“ Mitarbeiter des Ordnungsamtes machten häufig die Erfahrung, dass gute Worte zu keinem Ergebnis führten: „Den Leuten ist es einfach egal, dass ihre Tiere die Stadt verdrecken.“

Hubertus Heuel



Kommentare
13.05.2012
16:19
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von ex-altenhagener | #35

ach was ?!

13.05.2012
07:54
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von Meinemal | #34

So wie der Müll aus Wald und Flur nicht mehr entsorgt wird -trotz gegenteiliger Politpropaganda- wg. personeller Sparmaßnahmen bei der Stadtverwaltung, wird auch im Falle Hundekot nichts passieren. Warum auch! Auch Politiker erfreuen sich hin und wieder eines Bellos. Und wann haben sich unsere politischen Transfergeldempfänger schon mal um Hundesch... gekümmert? Tja, wenn es geldwerte Kohle wär, dann geht das Bücken noch mal so schnell. Politische Verantwortung fürs Gemeinwohl vs. Hundekot geht halt nicht!

12.05.2012
13:48
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von Ex-Hagener | #33

"Spricht man Vertreter der politischen Klasse auf das Thema an"

Ach Herr Heuel hat das Klassendenken wieder entdeckt? Welche Klassen hat Ihr Modell denn noch so, wenn ich fragen darf? Man muss ja schließlich wissen, wo man so eingeordnet ist, gell?

12.05.2012
09:59
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von g.eckgold | #32

Es wird immer nur geredet ,aber nichts geschieht. Wenn ich sehe wie das Thema im Park auf Hagen-Emst gehandhabt wird, neben Spielwiese und Turnhalle, glaube ich nicht an eine Änderung. Ordnungsamt? Ich habe noch niemanden im oder um den Park, oder auf dem Spielplatz gesehen.
Schönes Wochenende

12.05.2012
01:12
Verrückte Idee
von SchwarzerRitter | #31

Ich habe da mal eine ganz verrückte Idee, die bitte niemand so ganz ernst nehmen sollte. Der OB und die Beigeordneten werden mit Schüppe und Müllbeuteln ausgestattet und haben an jedem Montag Hundehaufen in der Stadt einzusammeln. Ich gehe jede Wette ein, daß Hagen in ganz kurzer Zeit das Hundekot-Problem im Griff hat!

11.05.2012
19:21
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von khokamoya | #30

In fünf Jahren habe ich nicht einen Ordnungsamtmitarbeiter getroffen! Ich sehe die immer nur mit dem Auto hier durch die Straßen fahren und kurz aussteigen um ein Knöllchen anzustecken. Die laufen hier noch nicht einmal durch. Auch in den Park fahren sie scheinbar mit dem Auto. Weiß ich aber nur aus Erzählungen. Hinsichtlich Beutelspender in den Parks - die würden hier in der Gegend sofort von Jugendl. zerstört! Außerdem liegen hier im Park nicht nur Unmengen von Bier und Joints herum, sondern auch Spritzen. Die Stadt macht einfach nichts mehr. Sonst würden mehr Hundebesitzer auch hier die Kacke aufsammeln. Höhere Strafen bin ich absolut mit einverstanden!! Aber wie wäre es denn hier mit 1-Euro-Kräften? Oder tatsächl. eine Privatfirma! Gar keine schlechte Idee! Viele Probleme liegen bei der Stadt. Und es wird noch schlimmer werden! Danke an die städtischen Zocker.

11.05.2012
19:08
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von khokamoya | #29

Erstmal kann ich fast alle verstehen, die angewidert sind von der Hundescheisse hier in Hagen! Aber ich habe selbst einen Hund und möchte kurz erklären .... Es widert mich an jeden Tag mind. 3x zwischen 10 nicht weggemachten Haufen den meines Köters raus zu suchen. Trotzdem mache ich es immer. Aber dann laufe ich manchmal hier in der Gegend 10 Min. mit der Tüte in der Hand herum, weil es keine Mülleimer mehr gibt. Manchmal entsorge ich den Beutel dann auf dem Spielplatz-Mülleimer. Ist auch nicht so toll. Oder beim nächsten Kiosk Mülleimer. Die Stadt hat Mülleimer abgebaut, weil sie sparen müssen und nicht mehr leeren können. Es widert mich an, dass arme Familien die keinen eigenen Garten haben nicht mehr mit ihren Kindern im Park auf der Wiese spielen können. Wegen der Hundescheiße. Im Winter kann man nicht mal einen Schneemann bauen, weil der aufgerollte Schnee so viel Hundescheiße beinhaltet, dass der gute Kerl ca. 10 Augen hat und 20 Knöpfe. →Teil2

11.05.2012
18:50
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von Flamme | #28

Bin auch der Meinung,das man viel strenger gegen Hundehalter vorgehen sollte, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen. Aber mal abgesehen von diesem Problem....was bekommt die Stadt Hagen,denn überhaupt mal in den Griff?

11.05.2012
17:02
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von Ex-Delsteraner | #27

als erstes mal zu # 10
finden sie das gut aus anderen Städten die Beutel mitzunehmen, falls sie es noch nicht wissen sollten diese Beutel kann man käuflich im Tierhandel bekommen sogar für die vergesslichen die Ausführung welche am Halsband oder Leine befestigt werden.
zu 26#
geniale Idee, aber für sie mit allerlei Scherereien verbunden

11.05.2012
16:14
Stadt Hagen bekommt Problem mit Hundekot nicht in den Griff
von Radfahrer | #26

Wenn man das sieht wie ein Hund seine Hinterlassenschaft auf den Bürgersteig macht und der Inhaber dieses Tieres den Dreck nicht beseitigt, ziehe man Handschuhe an und werfe den Dreck dem Menschen hinterher. Man muss aber auch treffen. Oder den Haufen dem Hundebesitzer auf die Fußmatte vor seine Wohnungstür legen. Das dürfte ja kein Problem sein die Adr. des Hundebesitzers zu erlangen.

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