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80 Nichtschwimmer nun wasserfit / Projekt flankiert...

Schwimmen kann lebensrettend sein

02.04.2009 | 17:14 Uhr

Hagen. Es geht nicht darum, aus Kindern Wasserratten oder Bewegungsfanatiker zu machen. Vielmehr will man die Schwimmfähigkeit bei Kindern sicherstellen. Denn die kann lebensrettend sein.

Ein Drittel aller Kinder einer Jahrgangsstufe (Grundschüler und Schüler weiterführender Schulen bis einschließlich Klasse 10) kann nicht schwimmen. Eine alarmierende Zahl, die eine vor drei Jahren groß angelegte NRW-Studie der Universität Bielefeld ans Licht gefördert hat.

Das Gute daran: Vertreter Hagener Schulen und Vereine sahen nicht nur Handlungsbedarf in puncto „viel zu viele Nichtschwimmer”, sondern wurden auch aktiv. „Heute - nach zwei Jahren Vorarbeit - können wir den ersten Schülern, die im Rahmen des Projektes ,Sicherung der Schwimmfähigkeit” das Schwimmen erlernt haben, eine Teilnehmerurkunde übergeben”, so Gisela Opitz vom Ausschuss für Schulsport gestern Mittag im Rathaus.

Zum Hintergrund: Der Initiativkreis „Schwimmen in Hagen” und der Ausschuss für Schulsport haben ein Konzept zum Erlangen der Schwimmfähigkeit bei Kindern im Rahmen des Schulsports entwickelt. Im ersten Schritt wurde es allen Nichtschwimmern des vierten Schuljahres in sämtlichen Hagener Grundschulen ermöglicht, das Schwimmen zu erlernen. „Und zwar in freiwilligen Nachmittagsschulsport-Arbeitsgemeischaften”, erläutert Opitz. Vorbedingung war allerdings, dass keine Kosten für die Stadt entstehen. Heißt: Der Hin- und Rücktransport der Kinder muss von den Eltern organisiert und finanziert werden, und die Kosten für Schwimmlehrer, Hallenpersonal und Reinigung müssen durch Spendengelder aufgebracht werden. „Die benötigten 9000 Euro haben wir tatsächlich durch Spenden zusammenbekommen”, so Bodo Sonnenschein, Berater im Schulsport und Sportlehrer am THG, nicht ganz ohne Stolz. Die Ausbildung der Kinder erfolgte durch Schwimmlehrer der Schwimmvereine Hagen 1894, Hohenlimburger Schwimmverein, Vorhaller Turn- und Spielverein 1879, Westfalen 23 sowie von Hagenbad. Von den 300 in Frage kommenden Grundschülern nahmen 80 das Angebot an und stiegen 20 Mal für jeweils eine Stunde ins Becken. „In Kürze starten wir mit Fünftklässlern in die nächste Runde”, so Sonnenschein. „Wir wollen keine Schwimmasse heranzüchten, sondern den Schülern die Angst vor dem Wasser nehmen und beibringen, sich im Wasser sicher zu bewegen.”

Jennifer auf jeden Fall hat ein neues Hobby gefunden. Sie ist von ihrer Schwimmlehrerin Beatrix begeistert und kann nach Kursende nicht nur schwimmen, sondern auch nach Ringen tauchen. „In den Osterferien fahren wir auf einen Campingplatz in Iserlohn. Und da gibt's auch ein Schwimmbad”, strahlt die Achtjährige.

Yvonne Hinz



Kommentare
03.04.2009
16:19
Schwimmen kann lebensrettend sein
von tomtom1 | #4

@Obernahmeraner
Früher war meine Mutter auch Hausfrau und hatte Zeit mich zu einem Schwimmverein zu bringen, zeitgleich konnte ich auch einmal die Woche von der Schule aus Schwimmen gehen sei es in der Grundschule gewesen oder auch in der nachfolgenden Schule. Zeitgleich hatten wir auch ganz normalen Schulsport.
Schade das sie die Erziehungsberechtigten gleich als Schuldige benennen....
Nicht jeder kann aus finanziellen Gründen das Kind zum schwimmen schicken.

03.04.2009
10:37
Schwimmen kann lebensrettend sein
von Obernahmeraner | #3

Früher kümmerten sich unsere Eltern darum, daß wir schwimmen lernten! Wie um so vieles, wo heute nach städtischer, Landes- oder staatlicher Hilfe geschrieen wird...
Sehr verwunderlich, aber Hauptsache, die Erziehungsberechtigten haben sich selbstverwirklicht!

03.04.2009
08:10
Schwimmen kann lebensrettend sein
von Ehemaliger | #2

Von der Aktion haben wir auch noch nichts gehört (GS Boloh). Ich frage mich auch warum viele Kinder nach dem regulären Schwimmunterricht im Rahmen des Sportunterrichtes immer noch nicht Schwimmen können. Früher wurde in desem Unterricht der Frei- Fahrten und Jugenschwimmer abgelegt und das war zwingend für jeden Schüler.

02.04.2009
17:46
Schwimmen kann lebensrettend sein
von tomtom1 | #1

Das finde ich schön, das den Kindern der wie steht es beschrieben Nichtschwimmern des vierten Schuljahres in sämtlichen Hagener Grundschulen ermöglicht, das Schwimmen zu erlernen.
Komisch an der Grundschule Spielbrink passiert nix ... Kann aber auch sein das der Herr liebe Rektor wie bei vielen Sachen keine Interesse zeigt.

Sein lieblingssatz lautet nämlich Es besteht kein Bedarf !!!!!

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