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Mord im Roltlichtmilieu

Prostituierte in Hagen tot auf ihrem Bett gefunden

24.01.2010 | 17:11 Uhr
Prostituierte in Hagen tot auf ihrem Bett gefunden

Hagen. In Hagen ist am Sonntagmorgen eine Prostituierte in einem Bordell tot aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten Kolleginnen die Leiche der Frau entdeckt. Laut einer Obduktion handelt es sich um ein Gewaltverbrechen. Die Identität der Getöteten ist noch ungeklärt.

Mord im Rotlichtmilieu: Um 8.53 wurde eine Prostituierte tot auf ihrem Bett gefunden.

Mord im Hagener Rotlichtmilieu: Eine Prostituierte, die an der Düppenbecker Straße in der Hagener Innenstadt ihrem Gewerbe nachging, wurde am Sonntagmorgen tot in ihrem Zimmer gefunden. Die Frau, deren Identität die Ermittler der Hagener Kriminalpolizei noch nicht abschließend klären konnten, wurde um 8.53 Uhr von einer ihren Kolleginnen in ihrem Zimmer gefunden, in dem sie noch in der Nacht ihre Freier empfangen hatte. Die Frau lag leblos auf ihrem Bett und war nach Informationen der WAZ-Mediengruppe gefesselt worden.

"Klar, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt"

Zu den genaueren Tatumständen wollte die Staatsanwaltschaft Hagen am Sonntag keine Angaben machen. „Es ist aus unserer Sicht allerdings sicher, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt”, erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer, der die Ermittlungen leitet. In Schweigen hüllte sich die Staatsanwaltschaft auch zur Frage, auf welche Art die Frau getötet wurde.

Gegen Mittag wurde die Leiche der Prostituierten von einem Bestatter abgeholt.

Die Hagener Polizei hatte den Rotlichtbereich am Morgen weitgehend abgeriegelt. Bis zum Mittag dauerten die kriminaltechnischen Untersuchungen der Spurensicherung am Tatort. Erst dann wurde die Leiche von einem Hagener Bestattungsunternehmen abtransportiert.

Leiche in Dortmund obduziert

Noch im Laufe des Nachmittags wurde die Leiche der Frau von der Rechtsmedizin in Dortmund obduziert. Weitere Hinweise über das, was aus Sicht der Staatsanwaltschaft nach den Untersuchungen am Tatort „offensichtlich” war, erhofften sich die Ermittler allerdings nicht.

Polizeibeamte vernahmen den ganzen Tag über weitere Frauen, die als Prostituierte in der Düppenbecker Straße arbeiten. Nach dem oder den Tätern wird nach wie vor gefahndet. Gegen Mittag ließen sich die ersten Prostituierten wieder in den Fenstern blicken, um möglichen Freiern ihre Dienste anzubieten.

Jens Stubbe und Michael Kleinrensing (Fotos)

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