Pompöses vom Subkontinent
06.09.2009 | 16:52 Uhr 2009-09-06T16:52:00+0200
Haspe. Haspe mal ganz anders: Für einen Abend wurde das begeisterte Publikum in der Aula der Hasper Waldorfschule in eine andere, glamouröse Welt entführt. Am Samstag gab es ein Stück indische Kultur beim Jahresfest der Deutsch-Indischen Gesellschaft.
Dort warteten sowohl künstlerische als auch kulinarische Höhepunkte auf die Gäste. Im wahrsten Sinne ein „schönes und buntes Programm”, so Dr. Jose Ponattu, Vereinsvorsitzender.
Der Saal platzte aus allen Nähten und die Sitzreihen füllten sich stetig weiter, während eine junge Frau auf der Bühne die Moderation übernahm. Jasmin Parakkadan, in ein türkisfarbenes, indisches Gewand mit goldenen Ornamenten gekleidet, erläuterte liebevoll, welche Traditionen hinter den ausdrucksvollen Tänzen, aufwändigen Gewändern und kulinarischen Spezialitäten stehen.
Dann schallten Glöckchen aus allen Ecken der Aula. Die ersten Tänzerinnen betraten die Bühne zum Begrüßungstanz und faszinierten das Publikum schon mit den ersten Bewegungen zur Musik. Wie zuvor in der Moderation erklärt, verliehen sie ihren Rollen vor allem durch die Handbewegungen und Mimik besonderen Ausdruck. Phantasievolle Geschichten wurden tänzerisch erzählt, so sah man im Padam die Kindheit Krishnas. Anschließend brachte ein klassischer Tanz zu moderner indischer Musik das Publikum eher durch sehr schnelle Bewegung zum Jubeln. Spätestens durch die entsprechenden Filme erkannte man im zweiten Teil des Programms die Bollywood-Tänze wieder. Auch durch ständigen Kostümwechsel wurde der Abend, wie eine Tänzerin es sagte, zum Augenschmaus.
Die Schriftzüge auf den vielen Bildern in der Aula drückten die Stimmung des Publikums aus: „Incredible India” - unglaubliches Indien. Jochen Weber, Hasper Bezirksbürgermeister und Ehrengast des Deutsch-Indischen Festes, würdigte vor allem das große Engagement des Vereins. Das Jahresfest sollte dieses gemeinsame Schaffen feiern. Weber war ebenfalls begeistert von der Verständigung zwischen den unterschiedlichen Hagener Kulturen in den vergangenen Jahren: „Es ist uns wirklich gelungen, eine gute Freundschaft, ein Miteinander zu entwickeln.”
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