Pleitgen ist ein Fan der kleinsten Ruhr-2010-Stadt
10.03.2010 | 11:54 Uhr 2010-03-10T11:54:00+0100Breckerfeld. Der Apostel Jakobus spielt in der Geschichte der Stadt Breckerfeld eine zentrale Rolle. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass der Namensgeber von Stadt, Schule und Kirchen auch im Rahmen der Local-Heroes-Woche der Kulturhauptstadtbewegung in den Mittelpunkt rückt.
Kein Wunder also, dass Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der „Ruhr.2010 GmbH” und Motor der Kulturhauptstadt am Montag Abend zur Proklamation der Jakobusfreunde den Weg in die evangelische Jakobuskirche fand. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er ein Fan der kleinsten Ruhr-2010-Stadt geworden ist. „Ganz gleich wo ich bin, ob im In- oder im Ausland, in all meinen grundsätzlichen Reden taucht Breckerfeld immer wieder auf”, so der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks, „als südlichste Stadt von Ruhr.2010, als kleinste, als Hansestadt, als Stadt am Jakobusweg. Jetzt baue ich noch die Schuldenfreiheit ein.
Kommt nach Breckerfeld
Angesichts der Finanzkrise werde ich allen sagen: Kommt nach Breckerfeld.” Ein Besuch, der sich lohnen könnte. Erst recht in dieser Woche, die im Zeichen der Kulturhauptstadtbewegung steht und geprägt wird, durch das Engagement so vieler Ehrenamtlicher. „Anfangs habe ich mich gefragt, wie kann es gelingen alle 53 beteiligten Kommunen mitzunehmen. Dann hatte ich die Local-Heroes-Idee”, so Pleitgen. „Ich bin beglückt, dass es so gut funktioniert. Der Funke ist übergesprungen.”
Auch, wenn dass nicht bei jedem sofort der Fall war. Zu den Skeptikern zählte einst - wie er gestern Abend freimütig einräumte - auch Bürgermeister Klaus Baumann, der sich jetzt sogar dafür stark macht, dass das kulturelle Engagement in seiner Stadt nach dem Kulturhauptstadtjahr kein Ende findet. „Wir sind stolz”, so Klaus Baumann in Richtung Fritz Pleitgen. „Auch weil sie uns das Gefühl vermittelt haben, wir machen das für euch. Ihr seid dabei.”
Dabei waren auch der Gospeltrain, der den Abend einleitete, ein Philharmonische Bläserquartett und Mädchen und Jungen, die die offene Ganztagsgrundschule besuchen und am Vormittag die Singsäule derart toll eingeweiht hatten, dass sie am Abend noch einmal auftreten durften. Und die Jakobusfreunde. Jene im Oktober 2009 ins Leben gerufen Bewegung, deren Mitglieder die Proklamation auf die Beine gestellt hatten. „Wir wollen eine Bewegung wieder aufleben lassen”, so der Vorsitzende Karl-Heinz Besler.
Junge Pilger ziehen durch die Stadt
Nach einer kurzen Andacht durch Pastor Claus Optenhöfel in der katholischen Jakobuskirche waren am Montag bereits tagsüber 50 Kinder der Grundschule mit ihren Lehrerinnen Barbara Golder und Ute Pietsch als Jakobuspilger durch die Stadt gezogen. Alle bekamen eine Jakobusmuschel und einen Pilgerumhang. Sie machten auf ihrem Weg Station im Heimatmuseum in der Jakobusausstellung und am Jakobusbrunnen, bevor der Zug in der evangelischen Jakobuskirche endete, die im Mittelalter Station des Westfälischen Jakobusweges war. Angeführt wurde der Zug von Roland Bremes, der vor vielen Jahren in zehn Etappen den Weg von Breckerfeld nach Santiago de Compostela mit anderen gepilgert war.
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