Leidenschaftlicher Tango zeigt unbekanntes Ungarn
09.03.2008 | 16:20 Uhr 2008-03-09T16:20:00+0100
Haspe. Die Schrittfolgen nennen sich „Die Liebkosung”, „Die Umarmung” oder „Das Schäkern”. Und sie beschreiben weit mehr als einen Tanz. Gemeint ist der Tango.
Eine Musik und ein Lebensgefühl voll Leidenschaft und Melancholie. Inspiriert von Astor Piazzolla, dem Schöpfer des „Tango nuevo”, bot das ungarische Ensemble „Art's Harmony” den zahlreichen Besuchern des Hasper Hammers am Samstagabend einen besonderen Höhepunkt, der gleichzeitig den Abschluss der ungarischen Kulturwoche bedeutete.
Ausdrucksstark und berührend
Ausdrucksstark und berührend, so präsentierte sich das Ensemble, das 1998 von Katalin Bartha (Geige) in Budapest gegründet wurde. Unterstützt wurden sie dabei vom Tango- Weltmeisterpaar Johanna Kulik und Tamás Gellai, die ebenfalls aus Ungarn stammen. Verführerisch betörte Kulik nicht nur ihren Tanzpartner in wechselnden glamourösen Outfits mit passenden Accessoires, sondern begeisterte auch das Publikum mit ihrer kühlen Eleganz. „Tango . . . wo sich die Seelen begegnen, wo die Zeit einen Augenblick stillsteht, wo zwei Menschen tanzen und es gibt nichts anderes als den Mann und die Frau.” Mit diesen Worten führte Ildikó Münnich-Ákontz, künstlerische Leiterin der ungarischen Woche, in das Programm ein.
„Wir wollen den Menschen zeigen, dass Ungarn viele Seiten hat, die nicht allen bekannt sind”, ergänzte sie. Denn Ungarn sei eben mehr als Pusta, Gulasch und Paprika. Das Ensemble hat aus diesem Lebensgefühl einen Abend kreiert, der auf den Erfahrungen, die die Künstler in vielen Jahren in Buenos Aires gemacht haben, basiert. Davon inspiriert zeigten die Tänzer die verschiedenen Gesichter des Tangos. Denn dieser Tanz kann sowohl leidenschaftlich und melancholisch als auch virtuos und fröhlich sein. Um dem Publikum das Einfühlen in diese Welt zu erleichtern, wurde die Grundstimmung durch multimediale Unterstützung in Form von Fotos, Videos und Animationen aus Argentinien auf die Leinwand gebracht.
Liebe zum Detail
Die Choreographien wurden vom Weltmeisterpaar allesamt selber erarbeitet und mit viel Liebe zum Detail auf den Abend abgestimmt. Und auch die Musiker steckten mit ihrer Freude am Spielen die Zuschauer an. Diese konnten sich nach dem Programm ebenfalls als Tangotänzer versuchen. Unterstützend bot der Hasper Hammer ein besonderes Catering, bestehend aus ungarischem Wein und Spezialitäten an. Die ungarische Gemeinde Hagen feierte mit dieser Veranstaltungsreihe ihr 50-jähriges Bestehen.
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Tango