Kulturelles Angebot unter der Experten-Lupe
08.09.2010 | 18:30 Uhr 2010-09-08T18:30:00+0200
Hagen.Es ist ein 300.000 Euro teures Projekt, an dem die Fernuni Hagen, das Hagener Kunstquartier und die Universität Smolensk beteiligt sind. Das Geld stammt aus Rücklagen, die der mittlerweile eingestellte Fernuni-Studiengang Kulturmanagement erwirtschaftete.
Fragen, die im Rahmen des „Forschungsprojektes zur kulturellen Infra- und Angebotsstruktur der Städte Hagen und Smolensk“ beantwortet werden sollen sind unter anderem: Wer interessiert sich in Hagen für Kultur und für welche Form von Kultur? Wie kann man Kultur fördern und finanzieren? Und wie kann man junge Menschen an Kultur heranführen?
Durchgeführt wird das auf drei Jahre angelegte, 300 000 Euro teure Projekt von der Fernuniversität Hagen, dem Kunstquartier und der Universität Smolensk. „Die 300 000 Euro stammen nicht aus Steuergeldern, Fördermitteln oder aus Sponsorengeldern, sondern aus Rücklagen, die im Rahmen des mittlerweile eingestellten Fernuni-Studienganges Kulturmanagement erwirtschaftet wurden“, betont Univ.-Prof. Dr. Thomas Heinze.
Kulturentwicklungsplan
Zum Hintergrund: Heinze hat lange Zeit den besagten Studiengang geleitet, ist mittlerweile jedoch „aktiver Ruheständler“ und betreut das Kultur und Wirtschaftsprojekt. Mit im Boot sitzen Prof. Dr. Lothar Bertels vom Institut für Soziologie an der Fernuni und Dr. Tayfun Belgin, Leiter des Karl-Ernst-Osthaus-Museums. Das Dortmunder Institut mct-Kommunikationsberatung um Dr. Günther Rager wurde beauftragt, ein Konzept für eine zielgruppenorientierte Kulturentwicklungsplanung sowie ein professionelles Kulturtourismus- und Museumsmanagement zu erstellen, und zwar für Hagen wie auch für die Partnerstadt Smolensk.
Knapp 100 000 Euro stehen für die Smolensk-Forschung zur Verfügung (Prof. Dr. Larisa Njubina: „Seit der Perestroika-Zeit hat sich bei uns im kulturellen Bereich zwar viel verändert, doch auch bei uns wird an Kultur gespart.“), gut 200 000 Euro fließen in die regionale Forschung. Bertels: „Wir vergeben Promotionsstipendien an Smolensker sowie an Fernuni-Studierende. Und kulturelle ,Nebenschauplätze’ wie das Elbers-Areal, Event-Stätten und das Volme-Ufer könnten Schwerpunkte bei Dissertationen werden.“ Rager und sein Team werden ab sofort Telefon-Befragungen durchführen und Kunstquartierbesucher interviewen. Die empirische Erhebung solle helfen, so Rager, sich künftig - wenn gewollt - an den Wünschen der Bürger orientieren zu können.
Wir können nicht alle erreichen
Museumsleiter Belgin: „In Hagen gibt es - anders als in Städten wie Köln oder Essen - kaum ein klassisches Bildungsbürgertum. Wir wollen versuchen, ein alternatives, kulturell interessiertes Bürgertum anzusprechen und geeignete Angebote zu präsentieren.“ Den Vorwurf, bei der Museumsbesucher-Befragung doch sowieso auf kulturaffine Leute zu stoßen, nimmt Rager gelassen: „Hip-Hopper, Skater, Musiker - wir können nicht alle erreichen.“ Trotzdem sei er sicher, dass seine Ergebnisse praktische und wertvolle Handlungsansätze liefern würden.
20:37
HasperJunge ich halte dagegen. Schlauheit, Frechheit und Dreistigkeit werden auch diesmal siegen. Wer so viele Skandale, Dreckkübel und Pleiten überstanden hat, der wird auch den jetzt amtierenden Oberbürgermeister überleben. Ich lade Sie dann zum Reibekuchenessen auf dem Höing ein.
19:34
#43 Ich würde mich freuen, wenn der HaspeJunge gewinnt, denn diese Dame legt Attitüden an den Tag, die an Sonnenkönige und Majestäten erinnern. Ich durfte sie schon ein paar Mal erleben und frage mich wirklich, wie so jemand in eine derartig hohe Position gekommen ist. Ohne ihre Entourage ist sie doch völlig überfordert und verloren. Das verbale Geschützfeuer ist auch nicht zu ertragen.
23:52
# 42: Eben nicht: Aussage 38 ist doch eindeutig.
22:05
Das ist wirklich schon ein Ding, dass hier schon Wetten abgeschlossen werden, ob städtische Führungskräfte abgelöst werden oder nicht.
20:03
# 40: Schaun wir mal, wie es weitergeht. Sprechen wir uns in zwei Jahren wieder, spätestens. Gute Restaurants gibt es einige in Hagen.
18:27
#38 Schade, so oder so wäre es ein lustiger Abend geworden. Ich glaube schon, dass wir nicht in Haspe gespeist hätten.
14:16
.... zu # 38: sorry, gemeint war der Beitrag zu 35 von Hasper Junge
14:13
# 34: Danke für das freundliche Angebot. Sie scheinen Ihrer Sache sicher zu sein. Im Wetten ist diese Stadt ja erprobt. Doch Witwe Bolte wettet nicht.
09:13
Im Übrigen finde ich es immer lustig, wie hier ein Artikel über Kulturförderung gleich wieder zu Personaldiskussionen, meist um eine Person, führt. Anscheinend erregen bestimmte Bedienstete die Gefühle viele Leser. Der Artikel und seine Botschaft Einzig Kunst ist Kultur ist dabei leider nur noch Nebensache. Schade!
09:10
#33 Helmut Kohls Sitzvermögen wird diese stets wichtig und bedeutend auftretende Dame nicht besitzen. Ein wenig in die jüngste Vergangenheit blicken würde da schon Wunder bringen. Der EvoPark ist nicht nur wegen des Ratsvetos gescheitert. Schauen wir mal, ob Herr Dehm seine großartigen Ankündigungen auch bei solchen Krisen, Skandale und Affären erprobten Spitzenverdienen in seiner Stadtverwaltung umsetzen wird. Ehrlich gesagt sehe ich sie immer noch auf dem Thron und ganz oben im Wolkenkuckucksheim.